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Bereits verlegte Stolpersteine



Heinz Weidenhausen * 1939

Marckmannstraße 135 (ehemalige Kinderklinik) (Hamburg-Mitte, Rothenburgsort)


HEINZ WEIDENHAUSEN
GEB. 20.11.1939
ERMORDET 22.10.1942

Weitere Stolpersteine in Marckmannstraße 135 (ehemalige Kinderklinik):
Andreas Ahlemann, Rita Ahrens, Ursula Bade, Hermann Beekhuis, Ute Conrad, Helga Deede, Jürgen Dobbert, Anneliese Drost, Siegfried Findelkind, Rolf Förster, Volker Grimm, Antje Hinrichs, Lisa Huesmann, Gundula Johns, Peter Löding, Angela Lucassen, Elfriede Maaker, Renate Müller, Werner Nohr, Harald Noll, Agnes Petersen, Renate Pöhls, Gebhard Pribbernow, Hannelore Scholz, Doris Schreiber, Ilse Angelika Schultz, Dagmar Schulz, Magdalene Schütte, Gretel Schwieger, Brunhild Stobbe, Hans Tammling, Peter Timm, Renate Wilken, Horst Willhöft

Kinderkrankenhaus Rothenburgsort

Im früheren Kinderkrankenhaus Rothenburgsort setzten die Nationalsozialisten ihr "Euthanasie-Programm" seit Anfang der 1940er Jahre um.
33 Namen hat Hildegard Thevs recherchieren können.

Eine Tafel am Gebäude erinnert seit 1999 an die mehr als 50 ermordeten Babys und Kinder:

In diesem Gebäude
wurden zwischen 1941 und 1945
mehr als 50 behinderte Kinder getötet.
Ein Gutachterausschuss stufte sie
als "unwertes Leben" ein und wies sie
zur Tötung in Kinderfachabteilungen ein.
Die Hamburger Gesundheitsverwaltung
war daran beteiligt.
Hamburger Amtsärzte überwachten
die Einweisung und Tötung der Kinder.
Ärzte des Kinderkrankenhauses
führten sie durch.
Keiner der Beteiligten
wurde dafür gerichtlich belangt.



Weitere Informationen im Internet unter:

35 Stolpersteine für Rothenburgsort – Hamburger Abendblatt 10.10.2009

Stolpersteine für ermordete Kinder – ND 10.10.2009

Stolpersteine gegen das Vergessen – Pressestelle des Senats 09.10.2009

Die toten Kinder von Rothenburgsort – Nordelbien.de 09.10.2009

35 Stolpersteine verlegt – Hamburg 1 mit Video 09.10.2009


Wikipedia - Institut für Hygiene und Umwelt

Gedenken an mehr als 50 ermordete Kinder - Die Welt 10.11.1999

Euthanasie-Opfer der Nazis - Beitrag NDR Fernsehen 29.05.2010

Hitler und das "lebensunwerte Leben" - Andreas Schlebach NDR 24.08.2009
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Heinz Weidenhausen, geb. 20.11.1939 in Hamburg, ermordet am 22.10.1942

Heinz Weidenhausens Eltern lebten in Hamm-Mitte, wo er im November 1939 zur Welt kam. Seine Entwicklung war verzögert, doch lebte er offenbar bei seinen Eltern, bevor er in das Kinderkrankenhaus Rothenburgsort eingewiesen wurde.
Dort wurde er als "apathisch" beschrieben und galt bei der Stationsärztin Ingeborg Wetzel, die ihn nur drei Tage behandelte, und der Stationsschwester Wanda Kreth als "voll idiotisch". Gemeinsam gaben sie ihm die Luminalinjektion, an deren Folge er am Abend des 22. Oktober 1942, einen Monat vor seinem dritten Geburtstag, starb.

Heinz Weidenhausens Tod, angeblich ver­ursacht durch "Idiotie, Pneumonie und Kreislauftod", wurde von seinem Vater am 23. Oktober beim Standesamt Rothenburgsort angezeigt.

© Hildegard Thevs

Quellen: StaH 213-12 Staatsanwaltschaft Landgericht NSG, 0017-001, 002; 332-5 Standesämter, 1159+ 654/1942, 1159+655/1942; 352-5 Gesundheitsbehörde – Todesbescheinigungen, StA 4b, 654/1942.

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