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Hans Westermann * 1890

Rathausmarkt 1 (links vor dem Rathaus) (Hamburg-Mitte, Hamburg-Altstadt)


HANS WESTERMANN
MDHB 1928 – 1930 KPD
JG. 1890
MEHRMALS VERHAFTET
ZULETZT 1935
KZ FUHLSBÜTTEL
ERSCHLAGEN
16.3.1935

Weitere Stolpersteine in Rathausmarkt 1 (links vor dem Rathaus):
Kurt Adams, Etkar Josef André, Bernhard Bästlein, Adolf Biedermann, Gustav Brandt, Valentin Ernst Burchard, Max Eichholz, Hugo Eickhoff, Theodor Haubach, Wilhelm Heidsiek, Ernst Henning, Hermann Hoefer, Franz Jacob, Friedrich Lux, Fritz Simon Reich, August Schmidt, Otto Schumann, Theodor Skorzisko, Ernst Thälmann

Hans Westermann MdHB

Die politische Vita des von der Sozialdemokratie zur KPD gewechselten Bürgerschaftsmitgliedes Hans Westermann ist durch die Kontroversen geprägt, die sein politischer Pragmatismus Ende der 20er Jahre innerhalb der radikalisierten und dogmatisierten KPD auslöste. Sein letztlich gescheiterter Versuch einer Annäherung der KPD an die Sozialdemokratie spiegelt die gesamte Tragik wider, die sich aus der Spaltung der Arbeiterparteien für das Schicksal der Arbeiterbewegung, ihrer führenden Repräsentanten, aber letztlich auch für den Weimarer Staat insgesamt ergaben. Die von Westermann bekämpfte dogmatische Realitätsferne der Parteiführung war Ausdruck politischer Konzeptionslosigkeit, die nur mühsam hinter dem Schleier des auch von der deutschen KPD betriebenen Personenkultes verborgen werden konnte.

Hans Westermann wurde am 17. Juli 1890 in Hamburg geboren. Hier besuchte er die Volksschule und erlernte anschließend das Schneiderhandwerk. Sein politischer Werdegang begann 1910 mit seinem Beitritt zur SPD. Westermann, der in den Folgejahren verschiedene ehrenamtliche Parteifunktionen bekleidete, zählte zum linken Flügel der Hamburger Sozialdemokraten.

Bei Kriegsbeginn im August 1914 wurde Westermann zur Marine eingezogen. Eingesetzt wurde er in der Minenräumflottille, die ihn im November 1918 in den Kieler Marinerat entsandte. Westermann unterstützte das Ziel von USPD und Spartakisten, in Deutschland nach dem Sturz der Monarchie ein Rätesystem nach russischem Vorbild zu etablieren. Aus Enttäuschung über die Haltung der MSPD, die dem antiparlamentarischen Konzept der Linkssozialisten eine Absage erteilte und schließlich in Zusammenarbeit mit den alten Eliten des Kaiserreiches den Übergang zum parlamentarischen System der Weimarer Republik ermöglichte, schloss sich Hans Westermann 1919 der KPD an.

Bereits 1921 wurde er hauptamtlicher Parteisekretär der Hamburger KPD. Er war für die Gewerkschaftsarbeit seiner Partei verantwortlich und koordinierte in dieser Funktion die sog. "Betriebsrätebewegung". In den von der KPD getragenen Aufständen 1921 und 1923 trat er nicht aktiv in Erscheinung. Nach dem Tod Friedrich Eberts 1925 sah Hans Westermann die Chance und Notwendigkeit gekommen, das Verhältnis seiner Partei zur Sozialdemokratie auf eine neue Grundlage zu stellen. Angesichts der für den zweiten Wahlgang erfolgten Nominierung Hindenburgs als Kandidat der im "Reichsblock" zusammengeschlossenen politischen Rechten favorisierten Westermann und eine nicht unbedeutende Minderheit seiner Partei die Aufstellung eines gemeinsamen Kandidaten der Arbeiterparteien. Man war dafür bereit, die Zählkandidatur Ernst Thälmanns zur Disposition zu stellen. Über diese Frage geriet Westermann in scharfen Konflikt mit der Parteileitung, die ihn wegen "Rechtsabweichung" sämtlicher Parteiämter enthob und aus der Partei ausschloss. Erst nachdem der "Offene Brief " des EKKI im August 1925 den Ultralinken in der Partei eine deutliche Absage erteilt hatte und die deutschen Kommunisten zur inneren Einigung aufgerufen hatte,133 wurde Westermann wieder in die Partei aufgenommen, ohne jedoch seine Ämter wieder zu erhalten.

Westermann blieb auch in den folgenden Jahren Exponent einer Gruppe, die den Kontakt zur SPD nicht abreißen lassen wollte und in dem gemeinsamen Vorgehen beider Arbeiterparteien die politische Entwicklung des Weimarer Staates im Sinne der Arbeiterschaft zu beeinflussen hoffte – später als "Versöhnler" bezeichnet. Unterstützt wurde Westermann vor allem von seiner Lebensgefährtin Käthe Latzke, die 1924 über den "Kommunistischen Jugendverband" zur KPD gekommen war. Von 1926 bis zu ihrem Parteiausschluss 1930 arbeitete sie als Angestellte im Hamburger Büro der "Roten Hilfe".

1927 wurde Hans Westermann erneut in die KPD-Bezirksführung aufgenommen und im selben Jahr als einer von 27 KPD-Abgeordneten in die Hamburger Bürgerschaft gewählt. Hier gehörte er u.a. dem gemischten "Ausschuss zur Festsetzung der Mieten" und zur Vorbereitung der Bebauungspläne sowie dem "Beschwerdeausschuss für das Wohnungsamt" an.

Nur wenige Wochen, nachdem Thälmann auf der "II. Reichsparteikonferenz" die deutschen Kommunisten auf einen "ultralinken", d.h. einer realpolitischen Haltung abschwörenden, das staatlichen Gefüge und insbesondere die Parteien und Gewerkschaften radikal bekämpfenden Kurs festgelegt hatte, übte Westermann auf einer Hamburger Bezirksarbeiterkonferenz Ende November 1928 harsche Kritik an dem Parteivorsitzenden. Thälmann selbst hatte in seinem Hauptreferat die Beschlüsse des "VI. EKKI-Weltkongresses" auch vor der Bezirksarbeiterkonferenz erläutert und unterstützt. Dies nahm Westermann zum Anlass für die Forderung, die von der Hamburger Bezirksleitung vorgelegte, die EKKI-Beschlüsse unterstützende Resolution in Teilen abzuändern. Einem Polizeibericht zufolge konnte die daraufhin entstandene "große Unruhe" nur mit Mühe vom Versammlungsleiter, dem damaligen "Polleiter" Grube, beseitigt werden.134 Die Bezirksleitung konterte und bezichtigte Westermann daraufhin der Unehrlichkeit und des Opportunismus. Dies mit Erfolg, denn der nach der Wittorf-Affäre stark angeschlagene und deshalb auf einstimmige Voten bedachte Parteivorsitzende erhielt für seine auf EKKI-Linie liegende Resolution trotz der von Westermann vorgebrachten Einwände eine überwältigende Mehrheit. Dennoch sollten die Beschlüsse des "VI. EKKIWeltkongresseses" in mehreren Stadtteilen zu ernsten Auseinandersetzungen in der Mitgliedschaft führen, in deren Zuge im Bezirk "Wasserkante" etwa 50 Funktionäre aus der Partei ausgeschlossen und etwa 120 ihre Parteifunktionen verloren.

Westermanns Weigerung, die 1928 einsetzende Stalinisierung und damit verbundene Intensivierung des Kampfes der "Revolutionären Gewerkschaftsopposition" (RGO) gegen die nun ebenfalls als "Sozialfaschisten" diffamierten "Freien Gewerkschaften" mitzutragen, führte 1930 zu seinem erneuten Parteiausschluss. Im Februar 1930 legte er daraufhin sein Bürgerschaftsmandat nieder.

Auch nach 1930 war Westermann in der "Versöhnlergruppe" aktiv, wobei sich die aus der Hamburger KPD ausgeschlossenen "Rechtsabweichler" fortan in der nach ihrem Leiter benannten sog. "Westermann-Gruppe" zusammenfanden. Diese Gruppe lag ideologisch auch weiterhin auf der Linie des "Offenen Briefes" von 1925, in dem das EKKI zur Betriebszellenbildung und zur Mitarbeit in den "Freien Gewerkschaften" aufgerufen hatte. Offenbar verfügte die Gruppe über einige Sympathien in der Arbeiterschaft; denn auf dem Bezirksparteitag der KPD 1932 sah sich die Bezirksleitung genötigt, ausdrücklich vor den "Treibereien des Renegaten Westermann" zu warnen136. Wie verhärtet die Fronten in der Endphase der Weimarer Republik waren, zeigt, dass diese Warnungen selbst noch nach dem Verbot der KPD seitens der Parteiführung ausgesprochen wurden.

Im Juni 1933 wurde Hans Westermann erstmals verhaftet und sieben Monate lang in "Schutzhaft" gehalten. Im Zeichen der Verfolgung schloss er sich mit Teilen seiner Gruppe wieder der inzwischen illegal arbeitenden KPD-Organisation an und beteiligte sich an der Untergrundarbeit. In der Nacht vom 5./6. März 1935 wurden zahlreiche Mitglieder der "Westermann-Gruppe", darunter Westermann selbst, verhaftet. Nur wenige Tage später wurde Hans Westermann am 16. März 1935 in Fuhlsbüttel von Nationalsozialisten ermordet. Seine Frau Käthe Latzke starb am 31. März 1945 im KZ Ravensbrück.

© Text mit freundlicher Genehmigung der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg (Hrsg.) entnommen aus: Jörn Lindner/Frank Müller: "Mitglieder der Bürgerschaft – Opfer totalitärer Verfolgung", 3., überarbeitete und ergänzte Auflage, Hamburg 2012


Hans Westermann, geb. am 17.7.1890 in Hamburg, inhaftiert 1933 und 1935, ermordet am 16.3.1935 im KZ Fuhlsbüttel

Dammtorstraße 20
Rathausmarkt 1 (vor dem Rathaus links)

Hans Heinrich Emil Theodor Westermann wurde als Sohn des Drechslers Johann Heinrich Friedrich Westermann (geb. 8.2.1863) und seiner Ehefrau Marie Conradine Adolphe, geb. Foesten (geb. 28.11.1865), in Hamburg an der Großen Drehbahn 31 geboren. Die Eltern hatten am 22. Oktober 1888 geheiratet. Nach Beendigung der Volksschule hatte Hans Westermann das Schneiderhandwerk erlernt und war im Alter von 20 Jahren der SPD beigetreten. Gleich zu Beginn des Ersten Weltkrieges wurde er zur Marine eingezogen und lernte 1916 in Pillau, dem Heimathafen des Minensuchbootes, auf dem er stationiert war, seine spätere Lebensgefährtin, die damals 17-jährige Stenotypistin Käthe Latzke kennen. Sie sollte ihm später nach Hamburg folgen.

Hans Westermann sympathisierte mit der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei Deutschland (USPD). Während der Novemberrevolution 1918, die als Matrosenaufstand begann und mit der Abdankung des Deutschen Kaisers Wilhelm II. endete, war er Mitglied des Kieler Marinerates. 1919 schloss er sich der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) an und wurde dort hauptamtlicher Parteisekretär für Gewerkschaftsarbeit. Er war Mitglied des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds (ADGB) und 1920 am Generalstreik gegen den Kapp-Putsch beteiligt. Ursel Hochmuth druckte in "Niemand und nichts wird vergessen" einen Bericht von Gertrud Rast über Hans Westermann ab, der Einblicke in seine Persönlichkeit ermöglicht. Darin hieß es: "Hans Westermann arbeitete als Schneider bei der renommierten Bekleidungsfirma Ladage & Oelke am Neuen Wall 11. Als er einmal vornehme Kundschaft zu bedienen hatte, erschien er zum Schrecken der Chefs in einem Konfektionsanzug. Auf seine Erklärung, er habe keine Zeit, sich einen Maßanzug zu nähen, wurde dann ausgemacht, dass er sich während der Arbeitszeit einen schneiderte. Unter seinen Kollegen war Hans beliebt und als ständiger Vertreter ihrer Interessen anerkannt. Es kam jedoch öfters vor, dass er wegen seiner regen politischen Tätigkeit fehlte. Die Firmenleitung hielt ihn aber, einerseits wegen seines Könnens, anderseits, weil sie um seinen starken Rückhalt in der Belegschaft wussten. Ein junger Prokurist der Firma, der diesen Sachverhalt nicht kannte, stellte Hans, nachdem er drei Wochen gefehlt hatte, die Entlassungspapiere aus. Daraufhin wurde in der Schneiderstube, in der damals vorwiegend Sozialdemokraten beschäftigt waren, die Arbeit niedergelegt. Nach 20 Minuten war er wieder eingestellt."

Hans Westermann wurde Mitglied der KPD-Bezirksleitung Wasserkante und 1927 in die Hamburgische Bürgerschaft gewählt. Bei innerparteilichen Differenzen gehörte er zu den "Versöhnlern", die sich für eine engere Zusammenarbeit mit der SPD aussprachen und sich kritisch mit dem "ultra-linken" Kurs der KPD ab 1929 auseinandersetzten. Nachdem seine Kritik zum Parteiausschluss aus der KPD geführt hatte, legte er 1930 sein Bürgerschaftsmandat nieder. Um ihn bildete sich die "Westermann-Gruppe", die 1933 nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten im Hafenbereich Widerstand organisierte.

Hans Westermanns erste Verhaftung durch die Staatspolizei wegen seiner politischen Betätigung erfolgte im Juni 1933. Anfang 1934 mangels Beweisen aus der "Schutzhaft" entlassen, nahm er im November im Ausland Verhandlungen mit Vertretern des Zentralkomitees der KPD auf, die vermutlich zu einer Wiederaufnahme mit seiner Gruppe in die illegale KPD führten. Im Januar 1935 kehrte er nach Hamburg zurück. Durch einen Spitzel verraten, wurden Hans Westermann und Käthe Latzke am 6. März 1935 in der Wohnung von Hilde Schottländer, Klosterallee 31, erneut festgenommen.

Hilde Schottländer, geb. Stern (geb. 7.4.1900, gest. 8.9.1961), war mit Hans Westermann und Käthe Latzke befreundet. Laut Anklageschrift des Hanseatischen Oberlandesgerichts vom 19. August 1935 hatte sie Hans Westermann während einer Veranstaltung der "Gesellschaft der Freunde des neuen Russland" kennengelernt. Nach seiner Entlassung aus der "Schutzhaft" hatte sie ihn vom Juli bis September 1934 bei sich aufgenommen. Seit Oktober wohnte auch Käthe Latzke bei ihr. Als Jüdin hatte man Hilde Schottländer im Juli 1933 aufgrund des "Gesetzes zu Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" als Angestellte im Arbeitsamt entlassen, später fand sie eine Beschäftigung bei der "Jüdischen Berufsberatung". Da Hilde Schottländer ihre Wohnung der "Westermann-Gruppe" für deren politische Arbeit zu Verfügung stellte, wurde sie zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Nach ihrer Entlassung emigrierte sie mit ihren Kindern in die USA.

Doch zunächst wurden Hilde Schottländer und Käthe Latzke in Untersuchungshaft genommen. Hans Westermann, der im KZ Fuhlsbüttel inhaftiert wurde, starb dort zehn Tage später nach schweren Folterungen.

In einem Gedenkartikel zum Todestag von Hans Westermann schrieb die "Hamburger Volkszeitung" am 19. März 1947: "Der Befund der Leiche zeigte, dass dem Inhaftierten die Rippen in die Lunge getreten worden waren. Selbst der KZ-Arzt weigerte sich den Totenschein auf ‚Lungenentzündung’ als Todesursache auszustellen, dafür wurde eigens ein SS-Arzt beordert." Hans Westermanns Leichnam wurde eingeäschert und am 20. März 1935 auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt. Anfang der 1950er Jahre wurde seine Urne in den Ehrenhain der Hamburger Widerstandskämpfer umgebettet.

Seine Lebensgefährtin Käthe Latzke, geboren am 8. Mai 1899 in Königsberg, war 1918 dem Kommunistischen Jugendverband Deutschland (KJVD) beigetreten, 1924 der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und dem Zentralenverband der Angestellten (ZdA). Zwischen 1926 und 1930 arbeitete sie im Büro der "Roten Hilfe" Hamburg und wurde durch ihren Parteiausschluss aus der KPD arbeitslos. Nach ihrer ersten Verhaftung im Oktober 1933 wurde auch sie vom Hanseatischen Oberlandesgericht im August 1934 wegen Mangels an Beweisen freigesprochen.

Anders verlief der Prozess nach ihrer zweiten Festnahme am 6. März 1935. Wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" erhielt sie eine zweijährige Zuchthausstrafe, die sie im Frauengefängnis Lauerhof in Lübeck verbrachte. In ihrer Anklageschrift als "völlig überzeugte und sehr gefährliche Kommunistin" bezeichnet, erklärte sie bei einer Vernehmung am 26. Juni 1935: "Ich bin heute noch Kommunistin und werde auch stets Kommunistin bleiben."

Nach ihrer Haftzeit wurde sie am 8. März 1937 in "Schutzhaft" genommen. Am 1. Juli 1937 kam sie ins KZ Moringen und von dort am 15. Dezember 1937 mit dem ersten Transport in das KZ Lichtenburg, wo sie die Häftlings-Nr. 11 erhielt. Nach ihrer Entlassung lebte sie in Stralsund, da sie ein Aufenthaltsverbot für Hamburg erhalten hatte. Auf Veranlassung der Hamburger Gestapo wurde sie 1944 erneut festgenommen, angeblich wegen ihrer Kontakte zu Hamburger Mitgliedern der Bästlein-Jacob-Abshagen-Gruppe. Ohne Anklage und Gerichtsverfahren kam Käthe Latzke am 26. April 1944 in das KZ Ravensbrück, wo sie die Häftlings-Nr. 37313 erhielt. Dort starb sie am 31. März 1945 an Typhus.

Eine Mitgefangene in Ravensbrück, Erika Buchmann, berichtete über Käthe Latzkes Tod: "Sie hatte Ödeme an beiden Beinen, die unförmig angeschwollen waren, Hungertyphus und Herzanfälle. Sie hat so schrecklich zu leiden gehabt, dass wir alle froh waren, als die Erlösung dann endlich kam und Käthe starb."

1996 wurde in Hamburg-Bergedorf der Käthe-Latzke-Weg nach ihr benannt.


Stand: August 2018
© Susanne Rosendahl

Quellen: StaH 332-5 Standesämter 2229 u 3037/1890; StaH 332-5 Standesämter 9867 u 57/1935; StaH 121-3 I Bürgerschaft A 17; Anklageschrift des Hanseatischen Oberlandesgerichts vom 19.8.1935, zur Verfügung gestellt von der Ernst Tählmann Gedenkstätte; Auskunft von Sven Langhammer Gedenkstätte Ravensbrück, E-Mail vom 11.10.2013; Wamser/Weinke (Hrsg.): Jüdisches Leben, S. 279; Diercks: Freiheit, S. 32; Hochmuth: Niemand, S. 141–143; Müller: Mitglieder der Bürgerschaft, S. 61; Diercks: Friedhof Ohlsdorf, S. 34–38; Bake: Wer steckt dahinter? (Käthe-Latzke-Weg); Bruhns/Preuschoft/Skrentny: "erwachte", S. 66.

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