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Reisepass von Paul Clemens Meyer-Udewald
Reisepass von Paul Clemens Meyer-Udewald
© LABO Berlin, BEG- Akte Reg Nr. 60 881

Paul Clemens Meyer-Udewald * 1898

Maria-Louisen-Straße 4 (Hamburg-Nord, Winterhude)


HIER WOHNTE
PAUL CLEMENS
MEYER-UDEWALD
JG. 1898
FLUCHT 1936 HOLLAND
INTERNIERT 1943
VUGHT UND WESTERBORK
DEPORTIERT 1944
KZ BERGEN-BELSEN
ERMORDET 15.4.1945

Paul Clemens Meyer-Udewald, geb. 11.2.1898 in Hamburg, inhaftiert am 12.9.1943 im Lager Westerbork, 1.2.1944 weiterdeportiert zum KZ Bergen-Belsen, 10.4.1945 weiterdeportiert nach Theresienstadt

Maria-Louisen-Straße 4 (Winterhude)

Paul wurde 1898 in Hamburg (Neustadt) in der Wohnung Gerhofstraße 38 als jüngstes Kind des praktischen Arztes Dr. Simon (Siegmund) Meyer (1860-1922) und Anna Sophie Meyer, geb. Udewald (1869-1911) geboren. Paul hatte einen Bruder, Wolfgang Meyer-Udewald (1893-1964), und eine Schwester, Dr. Johanna "Hanne" Rosa Meyer-Udewald (1894-1943).

Sein Vater war 1860 in Altona geboren worden, das damals noch zum Herzogtum Holstein und zum dänischen Gesamtstaat gehörte. Statt seines amtlichen Vornamens Simon verwendete er den damals in der christlichen Mehrheitsgesellschaft populären Vornamen Siegmund, der auch auf allen staatlichen Dokumenten in Klammern hinzugefügt wurde. Die expandierende Hamburger Wirtschaft setzte eine Zuwanderung von Arbeitskräften aus den angrenzenden Gebieten in Gang – innerhalb von dreißig Jahren hatte sich die Einwohnerzahl Hamburgs mehr als verdoppelt. In dieser Phase entschied sich auch Familie Meyer zum Umzug von Altona nach Hamburg. Seit 1888 wohnte Siegmund mit seinen Eltern, dem Kaufmann Liepmann Joseph Meyer (1831-1906) und Johanna Meyer, geb. Falke (1829-1902), in Hamburg und führte eine eigene Arztpraxis in der Hamburger Neustadt. Auch der neun Jahre jüngere Bruder Isidor Meyer (1869-1912) wohnte sieben Jahre bei ihnen. Der bereits verheiratete ältere Bruder Moritz Meyer (1859-1915) blieb in Altona wohnen.

Deren Vater hatte um 1860 in Altona, das damals noch unter dänischer Verwaltung stand, aber dessen Zollvergünstigungen nach 1848 eingebüßt hatte, das "Herren- u. Knaben-Garderoben-Magazin" L. Meyer & Co. mit der Geschäftsadresse Grund 10 (heute Teil der Königstraße) in der Nähe des (alten barocken) Altonaer Rathauses gegründet. Durch diese kurze Straße zwischen Rathausmarkt und Königstraße mit 11 Häusern fuhr eine Straßenbahn und in den Erdgeschossen der Häuser befanden sich Geschäfte. 1886 wurde sein Sohn "Herrengarderobenhändler" Moritz Meyer (geb. 31.1.1859 in Altona) als Teilhaber in die Firma aufgenommen. Letztmalig 1895 existierte das Bekleidungsgeschäft L. Meyer & Co. in Altona. Danach wurde es in Hamburg am Alten Wall von Liepmann Joseph Meyer fortgeführt. 1899 wurde dort sein Sohn, der gelernte Schneider Isidor Meyer (1869-1912), Teilhaber und 1900 Alleininhaber, nach dessen Tod blieb das Geschäft nicht mehr im Familienbesitz.

Pauls Mutter stammte aus Hamburg und war die Tochter des Kaufmanns Wolf Udewald (1830-1888), der seit 1875 ein Fonds- und Kommissionsgeschäft betrieb. Im November 1892 heirateten Anna Udewald und Simon/Siegmund Meyer in Hamburg. Im November 1893 erwarb Pauls Vater das Hamburger Bürgerrecht. Voraussetzung hierfür war ein bestimmtes Einkommen an fünf aufeinander folgenden Jahren. Das Bürgerrecht bedeutete neben dem Prestige auch die Berechtigung die Bürgerschaft zu wählen.

Die Arztpraxis des Vaters als Wundarzt und Geburtshelfer sowie die Wohnung befanden sich erst in der Gerhofstraße 38 II. Stock (1891-1900) in einem Neubau der 1880er Jahre. Dann wurden sie in die Welckerstraße 11 Parterre (1900-1906) verlegt, eine kleine private Stichstraße gegenüber dem Stadttheater (heute Staatsoper). 1902 zog Pauls verwitweter Großvater Liepmann Joseph Meyer (1831-1906) für vier Jahre zu ihnen.

Als Paul 13 Jahre alt war, starb seine Mutter 1911 mit 42 Jahren, sie wurde auf dem Jüdischen Friedhof Hamburg-Ohlsdorf beerdigt. Hier befanden sich auch die Gräber von Pauls Großeltern väterlicherseits.

Paul besuchte, wie sein Bruder Wolfgang, nach der Vorschule das nahegelegene Wilhelm-Gymnasium bis zur Mittleren Reife im Frühjahr 1914. Das dafür nötige Schulgeld von fast 200 Mark jährlich konnten nur einkommensstarke Familien aufbringen. Die Schule besaß einen eigenen Ruderverein und ein Schulorchester. Der Anteil der jüdischen Schüler lag im Schuljahr 1901/02 bei 28 Prozent. Klassenkameraden von Paul waren u.a. Hans de Castro, Edgar Heckscher und Walter Wulfsohn.

Nach der Schule begann Paul eine kaufmännische Ausbildung bei einer Saatenfirma in Hamburg.

Nur wenig später zogen die europäischen Großmächte gegeneinander in den Krieg. Als Kriegsfreiwilliger meldete sich Paul zum Kaiserlichen Heer; wann er dies tat, ist uns nicht bekannt. Da für seinen Jahrgang in Hamburg keine Musterungsunterlagen mehr existieren, ist eine Zuordnung zu einer bestimmten Einheit nicht möglich. Der Jahrgang 1898 wurde im November 1916 zum Militär eingezogen. Aus seiner freiwilligen Bereitschaft, sich zum Kriegsdienst zu melden, kann noch nicht auf eine bestimmte Gesinnung geschlossen werden. Große Teile der Gesellschaft, der Parteien und der Presse ließen sich von nationalem Pathos leiten.

Sein Vater soll trotz seines Alters von 55 Jahren im Ersten Weltkrieg als Arzt eingesetzt worden sein. Laut Mobilisierung 1914 waren nur alle nach 1869 Geborenen gestellungspflichtig. Simon/Siegmund Meyer, Jahrgang 1860, soll zuletzt den Dienstrang Oberstabsarzt gehabt haben, was dem Rang eines Majors entsprach. Sanitätsoffiziere hatten in ihrem medizinischen Zuständigkeitsbereich Befehlsgewalt. Es gab Truppenverbandsplätze an der Front, nahegelegene Ortskrankenstuben sowie Lazarette hinter der Front und Heimat-Lazarette – wo Simon/Siegmund Meyer als Militärarzt Dienst tat, wissen wir nicht. Ein Garnisonslazarett für Altona, Wandsbek und Hamburg war 1869 in der Kleinen Gärtnerstraße 161 (heute Teil der Stresemannstraße) in Altona errichtet worden. Im Hamburger Fremdenblatt vom 3. September 1917 inserierte er: "Dr. Siegmund Meyer hat seine ärztliche Tätigkeit wieder aufgenommen."

Paul lebte zusammen mit seinem verwitweten Vater und seinen Geschwistern in der Hamburger Neustadt unter den Adressen Welckerstraße 10 (1906-1912), wo sich auch das Amtsgericht befand, und Welckerstraße 5 (1912-1922). Es darf angenommen werden, dass Personal den Haushalt führte und die Kinder versorgte.

Der Vater starb mit 61 Jahren im März 1922 im Krankenhaus Bethanien in Eppendorf; bestattet wurde er auf der Grabstelle neben seiner Ehefrau. Bis zuletzt war er im Hamburger Adressbuch als praktizierender Arzt verzeichnet.

Am 1. November 1923, zwanzig Monate nach dem Tod des Vaters, stellten Paul und seine beiden Geschwister ein "Gesuch wegen Bewilligung der Änderung des Familiennamens". Ihre Begründung lautete: "Unser Familienname, der in Hamburg besonders geläufig ist, gibt zu den verschiedensten Verwechslungen anlass. Insbesondere sind wir, die unterzeichneten Kaufleute Wolfgang und Paul Clemens Meyer sehr oft in einer unangenehmen Situation, weil wir in unserer Stellung als Angestellte wiederholt mit anderen Angestellten desselben Namens verwechselt worden sind. Ich, die Zahnärztin Dr. dent. Johanna Rosa Meyer, habe die Absicht, mich in der nächsten Zeit in Hamburg selbständig niederzulassen. Es gibt aber in Hamburg noch andere Zahnärzte bzw. Zahnärztinnen desselben Familiennamens, wodurch ich in meinem Beruf leicht Schaden erleiden könnte. (..)" Nach einer weiteren schriftlichen Erinnerung im Januar 1924, erteilte der Senat im März 1924 die Genehmigung zur Änderung des Familiennamens für die Antragsteller und ihre Ehefrauen/Kinder in Meyer-Udewald.

Paul Meyer-Udewald heiratete im Oktober 1923 in Hamburg Ruth Wütow (geb. 15.10.1902 in Darjeeling/ Indien). Deren Eltern, Kaufmann Jacob "Jacques" Wütow (geb. 1861 in Rosenberg/Westpreußen) und Amalie, geb. Westmann, verwitwete Schlesinger (geb. 1875 in Berlin), waren mit ihr und ihren drei Geschwistern 1905 aus dem englisch-indischen Kaiserreich nach Berlin und 1911 nach Hamburg verzogen. Sie gehörten der Jüdischen Gemeinde an. In Berlin-Wilmersdorf hatte Ruth die Cäcilien-Schule besucht. Ihr Vater war seit 1912 Mitglied im liberalen Tempelverband in Hamburg. Ihre Mutter gehörte 1930 zum Wahlausschuss der Religiös-Liberalen-Liste für die Wahl des Repräsentanten-Kollegiums der Deutsch-Israelitischen Gemeinde in Hamburg; sie musste aufgrund von Drohungen der Gestapo Ende 1936 nach London emigrieren. Ihren Hausanteil an der Außenalster (Alsterufer 37) konnte die Mutter nur deutlich unter Wert verkaufen.

Ihr Halb-Bruder Herbert Schlesinger-Wütow (geb. 11.1.1898 in Berlin) starb im März 1917 als Soldat der Kaiserlich-deutschen Armee im Ersten Weltkrieg.

Ihre Halb-Schwester Edith Schlesinger (geb. 19.5.1895 in Berlin) war in der Spielzeit 1918/1919 Schauspielerin an den neu gegründeten Hamburger Kammerspielen am Besenbinderhof. Sie heiratete 1920 den österreichischen Staatsangehörigen und kaufmännischen Generaldirektor David Oliver (1880-1947). Beide emigrierten 1936 von Berlin-Schöneberg (Keithstr. 3) nach London.

Das Ehepaar Paul und Ruth Meyer-Udewald bekam zwei Kinder: Joan Anna (1925-1945), die in der Kultussteuerkartei der Jüdischen Gemeinde Hamburgs als "Irene" verzeichnet war, und Robert Siegmund (1929-1998). Die Wohnadressen im Hamburger Adressbuch lauteten Hallerstraße 4/ Rotherbaum (1925-1928) und Maria-Louisen-Straße 104 I. Stock/ Ecke Dorotheenstraße /Winterhude (1929-1931).

Der berufliche Werdegang von Paul Meyer-Udewald in den zehn Jahren von 1921 bis 1931 liest sich wie ein Karriere-Plan: Ab 1921 war er Angestellter der Firma Oelwerke Julius Schindler GmbH; 1923 wurde er dort zum Prokuristen befördert. Das Hamburger Adressbuch wies ihn aber weiterhin mit der unspezifischen Berufsangabe "Kaufmann" aus.

Von 1928 bis 1930 war er selbständiger Leiter einer Abteilung der Versicherungsfirma (Assekuranzmakler) Jonas Bing oHG in Hamburg. Sein Jahreseinkommen erreichte hier nicht das Niveau wie zuvor als Prokurist, stieg im dritten Jahr aber deutlich an. Möglicherweise waren dies auch negative Folgen der Weltwirtschaftskrise.

1930 zog die Familie von Hamburg nach Berlin. Dort lebten sie im Stadtteil Grunewald in der Hubertusallee 27. Eigentümer des Hauses war Direktor Alfred Gutmann; zu den acht Mietpartien gehörten auch der Landgerichtspräsident Dr. Otto Kirschstein (gest. 1941) und die Lehrerin, Stadtverordnete und unbesoldete Stadträtin Ella Kausler (geb. 1879). In den Berliner Adressbüchern lautete die allgemeingehaltene Berufsbezeichnung von Paul Meyer-Udewald "Kaufmann". Auch in Berlin fand Paul Meyer-Udewald eine selbständige Arbeit in gehobener Stellung. Er trat 1931 als 50%iger Teilhaber bei der Leinenzwirnerei Erich Herzenberg & Co. oHG in Nowawes (Babelsberg) ein. Gegenüber der Versicherungstätigkeit verdoppelte sich sein Jahreseinkommen und lag gehaltlich auch deutlich über seiner Prokuristentätigkeit. Sein Verdienst lag laut Steuerbescheinigungen der Jahre 1933 bis 1935 bei 2.000 RM im Monat (zum Vergleich: dies entsprach ungefähr dem Jahresverdienst eines Arbeiters/Angestellten 1930).

Die Tochter besuchte die Vorschule in Berlin-Grunewald. Nach der Ernennung von Hitler zum Reichskanzler wurde der Antisemitismus seiner Partei auch an den Schulen befolgt. 1933 oder 1934 wechselte sie daher auf die jüdische Privatschule Lessler, die offiziell "Private Waldschule Grunewald" hieß und 1930 von Toni Lessler, geb. Heine (1874-1952) als konfessionell ungebundene Schule mit Tagesheim und Vollverpflegung gegründet worden war.

1936 unternahm der NS-Staat Maßnahmen, Meyer-Udewalds ökonomische Existenz nachhaltig zu schädigen. Geheime Staatspolizei (Gestapo) und Zollfahndungsstelle durchsuchten seine Wohnung und sein Geschäft. Auch aus unverfänglichen Unterlagen wussten die Verfolgungsbehörden Anzeigen zu konstruieren. Da auch die Justiz eine Erfüllungsinstanz des NS-Staates war, gab es keine Aussicht auf einen fairen Prozess. Diese Tatsache erhöhte den Emigrationsdruck, was wohl auch Zweck der Aktion war. Gleichzeitig behielt Regierungsrat Dr. Werner Lützelberger vom Finanzamt Wilmersdorf-Süd am 22. August 1936 für die Reichsfluchtsteuer 20.000 RM von Paul Meyer-Udewalds Vermögen ein, was fast seinem ganzen Jahreseinkommen entsprach. Die gesamte Bürokratie in Deutschland agierte seit 1933 entsprechend den Gesetzen und Verordnungen des NS-Staates.

Paul Meyer-Udewald emigrierte im Oktober 1936 mit Ehefrau und den beiden Kindern von Berlin in die Niederlande nach Tilburg. Auf seiner Kultussteuerkartei-Karte bei der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Hamburg, auf der ab 1932 keine Beiträge mehr vermerkt waren, ist für 1931 "nach Berlin überwiesen" vermerkt und in der Spalte ausgeschieden "1937 nach England" notiert. Die Niederlande dürften also nur ein vorübergehendes Fluchtziel gewesen sein, bis sie Visum und Einreisepapiere für Großbritannien hatten, wo bereits Schwägerin und Schwiegermutter lebten. Die Tochter besuchte in den Niederlanden erst eine Vorschule in Tilburg und wechselte dann auf eine höhere Schule.

Der Beginn des Zweiten Weltkriegs im September 1939 und die Besetzung der neutralen Niederlande durch die Wehrmacht im Mai 1940 erschwerten eine Weiterreise zur britischen Insel erheblich. Nachdem das NS-Regime der Familie die deutsche Staatsbürgerschaft – wie allen emigrierten Jüdinnen und Juden - entzogen hatte, lebten sie als Staatenlose ohne gültige Reisepapiere in den Niederlanden. Eine Emigration nach Großbritannien war für die Familie nun unmöglich geworden.

1937 beteiligte sich Paul Meyer-Udewald an der Gründung der Leinengarnfabrik N. V. Tiltwern in Tilburg (Groeseindstraat 33). Im Tilburger Adressbuch von 1937 wurde er als P. C. Meijer-Udewald mit der Berufsangabe "directeur" und der Wohnadresse C. P. Coenstraat 66 verzeichnet. Im November 1939 zog Paul mit seiner Familie in die Burgermeester van Meursstraat 47. Der Aufbau der Firma war langwierig, erst 1940 konnte ein kleiner Verdienst erzielt werden. Im Mai 1940 besetzte die deutsche Wehrmacht die neutralen Niederlande. Wirtschaftliche Erfolge von Juden unterbanden die NS-Besatzungsbehörden nun auch in den Niederlanden. 1942 wurden der Firmeninhaber der Garnfabrik, Robert Carl Hermann (ehemals in Mannheim, jetzt in Den Haag wohnhaft), und die Direktoren Meijer Udewald (ehemals Berlin) und Fritz F. Cohen (ehemals Kiel) von der deutschen Besatzungsmacht abgesetzt und durch einen deutschen Zwangsverwalter ersetzt. Ihre Familien gerieten dadurch in wirtschaftliche Schwierigkeiten.

Nach Tilburg emigrierte im August 1937 auch sein Bruder Wolfgang Meyer-Udewald (1893-1964), der bis zu seiner Entlassung 1937 Prokurist der Hamburger Saaten Im- und Exportfirma Gustav Zülzer gewesen war. Neben seiner Mitgliedschaft in der Deutsch-Israelitischen Gemeinde (seit 1919) und dem liberalen Tempelverband hatte er sich auch in der jüdischen Steinthal-Loge in Hamburg engagiert und dem Arbeitsausschuss der Franz-Rosenzweig-Gedächtnisstiftung in Hamburg angehört. Wolfgang Meyer-Udewald wurde bereits 1937 im Adressbuch von Tilburg als Kaufmann für Saatgut mit der Wohnadresse seines Bruders Paul abgedruckt. Ursprünglich war noch in Hamburg angedacht, dass er sich an der Textilfabrik seines Bruders in Tilburg beteiligen sollte. Möglicherweise ließen die eher geringen Einkommensaussichten ihn davon absehen. Wolfgang reiste wohl noch im September 1937 nach Antwerpen/ Belgien weiter. Im Februar 1940 wohnte er zeitweilig in Amsterdam in der Pension Diefenbach (Vondelstraat 25). Sein aus Deutschland transferiertes Kapital von rund 40.000 RM kam nur zur Hälfte in Belgien an, die andere Hälfte war Transferverlust. Nach dem Überfall der Wehrmacht auf Belgien wurde er in Antwerpen verhaftet und in verschiedenen Lagern in Südfrankreich inhaftiert. Im Juli 1941 gelang ihm die Emigration nach Kuba.

Auch seine Schwester Johanna "Hanne" Meyer-Udewald, eine studierte und promovierte Zahnärztin mit eigener Praxis, emigrierte im April 1938 nach Tilburg und wohnte seit mindestens Januar 1939 dort bei ihrem Bruder Paul. Ins Exil nahm sie auch das Picasso-Gemälde von 1906 "Stilleben mit Portrait/ Nature morte au tableau" mit, das 1939 als Leihgabe im Stedelijk Museum Amsterdam gezeigt wurde. Für die Mitnahme von Kunstwerken ins Ausland musste ab 1938 von den Behörden des NS-Staates eine Genehmigung eingeholt werden. In einem Brief an Rechtsanwalt Dr. Ernst Kaufmann (siehe www.stolpersteine-hamburg.de) von Anfang Februar 1939, zu dessen Familie sie freundschaftlichen Kontakt pflegte, berichtete sie von ihren Ausreisebemühungen: "Ich war bis November (1938) in London und habe dort alles eingeleitet, um die Arbeitserlaubnis zu bekommen. Das läuft jetzt und ich warte ab, ob es glücken wird. Ich bin nicht sehr optimistisch; Aufenthaltserlaubnis war einfach, aber Arbeitserlaubnis ist eine sehr andere Sache. Auf dem Rückweg von London nach Holland besuchte ich in Antwerpen (meinen Bruder) Wolfgang und sprach auch Ihren (Sohn) Herbert (…)". Vor August 1940 verzog sie nach Antwerpen/Belgien in die Art Rue Brialmont zu Bruder Wolfgang. Von dort schickte sie Ernst und Käthe Kaufmann ein Paket. Das Picasso-Gemälde gelangte im Oktober 1942 in den Besitz des Brüsselers Joseph Albert Dederen. Die Ausreise gelang Johanna Meyer-Udewald nicht mehr. Sie wurde im August 1943 im Lager Mechelen interniert und einen Monat später in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Ein Stolperstein vor dem Haus Jungfrauenthal 22 erinnert an sie.

Die Perspektiven von Paul Meyer-Udewald und seiner Familie in den Niederlanden hatten sich durch die deutsche Okkupation massiv verschlechtert. Eine Möglichkeit schien noch die Arbeit für die Jüdische Gemeinde zu sein. Für Paul Meyer-Udewald wurde als Tätigkeit in den Niederlanden zuletzt "Technische leiding Jeugdzorg" (technische Verwaltung der Jugendhilfe) angegeben. Dies ist ein Hinweis darauf, dass er eine Funktion in der Jüdischen Gemeinde bekleidete, die ihm und seiner Familie aber keine Rückstellung von der Lagereinweisung bot.

Familie Meyer-Udewald wurde am 9. April 1943 in das Lager Vught und am 12. September 1943 in das Sammellager Westerbork (Baracke 60) eingeliefert und von dort am 1. Februar 1944 in das Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert. Aufgrund des Vormarschs der Britischen Armee wurden die Insassen des KZ Bergen-Belsen mit Zügen der Deutschen Reichsbahn in Richtung Lager Theresienstadt "evakuiert". Paul Meyer-Udewald starb am 15. April 1945 im Zug an Hunger und Entkräftung. Der Mitgefangene Izak Salomon de Vries gab 1953 zu Protokoll: "(…) Wir haben ihn unterwegs an der Böschung begraben." Die Angaben zum Todesort sind in den späteren Dokumenten uneinheitlich: wurde einmal ganz allgemein die Bahnstrecke Lüneburg-Büchen genannt, so wurde bei anderen Quellen die Bahnstation Wittenberge im Nordwesten von Brandenburg, Büchen im Südosten von Holstein oder auch die Gegend um Lüneburg im Nordosten von Niedersachsen angegeben.

Dieser Zug ging als der "verlorene Zug" in die Geschichte ein, der nach wochenlanger Irrfahrt von der Roten Armee in Tröbitz/Südbrandenburg am 23. April 1945 befreit wurde. Ehefrau, Tochter und Sohn überlebten – zunächst: Die Tochter Joan Anna Meyer-Udewald starb drei Wochen später am 16. Mai 1945 in Schilda an den Folgen ihrer fünfzehnmonatigen Lagerhaft und an Flecktyphus. Auf ihrem Grabstein auf dem jüdischen Friedhof Tilburg wird auch ihres Vaters gedacht.

Für Paul Clemens Meyer-Udewald wurde 2013 ein Stolperstein in Hamburg (Maria-Louisen-Straße 4) verlegt, die Verlegeadresse orientierte sich an dem falschen Eintrag auf der Kultussteuerkartei, die vom Hamburger Adressbuch (Maria-Louisen-Straße 104) abweicht. 2021 wurden für alle vier Familienmitglieder Stolpersteine in Tilburg (Philip Vingboonsstraat 26) verlegt.

Stand: April 2026
© Björn Eggert

Quellen: Staatsarchiv Hamburg (StaH) 213-13 (Landgericht Hamburg, Wiedergutmachung), 12614 (Amalie Wütow, Haus Alsterufer); StaH 231-7 (Handelsregister), B 1986-201 Band 1 (L. Meyer & Co., 1892-1944); StaH 231-7 (Handelskammer), B 1950-1 (Wütow, Guttmann & Co.); StaH 231-7 (Handelskammer), A1 Bd. 150 (HR A 33509, Arnold Wütow); StaH 314-15 (Oberfinanzpräsident), F 1740 (Wolfgang Meyer-Udewald); StaH 332-3 (Zivilstandsaufsicht 1866-1875), A Nr. 69 (Geburtsregister 3182/1869, Anna Sophie Udewald); StaH 332-4 (Aufsicht über die Standesämter), 4138 (Meyer/ Meyer-Udewald, 1923-1924); StaH 332-5 (Standesämter), 7833 u. 2938/1888 (Sterberegister 1888, Wolf Udewald); StaH 332-5 (Standesämter), 2798 u. 1158/1892 (Heiratsregister 1892, Dr. Simon (Siegmund) Meyer u. Anna Sophie Udewald); StaH 332-5 (Standesämter), 2456 u. 539/1898 (Geburtsregister 1898, Paul Clemens Meyer); StaH 332-5 (Standesämter), 569 u. 40/1906 (Sterberegister 1906, Liepmann Joseph Meyer); StaH 332-5 (Standesämter), 653 u. 117/1911 (Sterberegister 1911, Anna Sophie Meyer geb. Udewald); StaH 332-5 (Standesämter), 9713 u. 1818/1912 (Sterberegister 1912, Isidor Meyer); StaH 332-5 (Standesämter), 8064 u. 59/1921 (Sterberegister 1921, Jacob Wütow); StaH 332-5 (Standesämter), 9795 u. 803/1922 (Sterberegister 1922, Dr. Simon (Siegmund) Meyer); StaH 332-7 (Staatsangehörigkeitsaufsicht), A I e 40 Bd. 10 (Bürgerregister 1876-1896 L-Z), Dr. med. Simon (Siegmund) Meyer, 17.11.1893 Bürgerrecht Nr. 20982; StaH 332-8 (Meldewesen), Alte Einwohnermeldekartei 1892-1925, Rollfilm K 6605 (Isidor Meyer, Liepmann Joseph Meyer); StaH 332-8 (Meldewesen), Alte Einwohnermeldekartei 1892-1925, Rollfilm K 6607 (Moritz Meyer); StaH 332-8 (Meldewesen), Alte Einwohnermeldekartei 1892-1925, Rollfilm K 6608 (Dr. Siegmund Meyer); StaH 332-8 (Meldewesen), Alte Einwohnermeldekartei Altona, Rollfilm K 7344 (Moritz Meyer); StaH 522-1 (Jüdische Gemeinden), 992b (Kultussteuerkartei der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Hamburg), Paul Clemens Meyer-Udewald, Wolfgang Meyer-Udewald, Dr. Siegmund Meyer, Moritz Meyer, Ernst Meyer, Jacques Wütow, Amalie Wütow, Arnold Wütow; StaH 621-1/84 (Rechtsanwalt Ernst Kaufmann), 82 (polizeiliche Sicherstellung des Vermögens von Dr. Johanna Meyer-Udewald); StaH 720-1/ 343-1, 38234 (Haus Wütow, Alsterufer 37, vier Fotos von 1977); Landesarchiv Berlin (Geburtsregister 1213/1895, Edith Schlesinger); Landesarchiv Berlin (Geburtsregister 123/1898, Herbert Schlesinger); Landesarchiv Berlin (Heiratsregister 613/1901, Jakob Wuetow u. Amalie Schlesinger geb. Westmann); Landesarchiv Berlin (Heiratsregister 652/1920, David Oliver u. Edith Schlesinger); Landesamt für Bürger- und Ordnungsanlegenheiten (LABO) Berlin, Entschädigungsakte 351.239 (Paul Clemens Meyer-Udewald), Entschädigungsakte 60.881 (Ruth Meyer-Udewald geb. Wütow, mit kopiertem Reisepass von sich und ihrem Ehemann), Entschädigungsakte 261.283 (Joan Anna Meyer-Udewald), Entschädigungsakte 73.597 (Edith Oliver geb. Schlesinger-Wütow); Arolsen Archives (Karteikarte vom Judenrat oder Lager Westerbork für Paul Meyer-Udewald, Ruth Meyer-Udewald, Joan Anna Meyer-Udewald, Robert Siegmund Meyer-Udewald; Ergebnis der Suche nach Grab von Paul Meyer-Udewald in niederländischer Sprache 23.1.1950); Regionaal Archief Tilburg (Karteikarten für Paul Clemens Meijer Udewald, Wolfgang Meijer Udewald, Johanna Meijer Udewald); Jüdischer Friedhof Hamburg-Ohlsdorf, Gräberverzeichnis (Anna Sophie Meyer geb. Udewald, Welckerstr. 10, gest. 13.2.1911, Grablage B 10 Nr. 386; Dr. med. Simon Siegmund Meyer, Welckerstr. 5, geb. 5.11.1860, gest. 24.3.1922, Grablage B 10 Nr. 387 AGG; Liepmann Joseph Meyer, Welckerstr. 11, gest. 10.01.1906, Grablage A 10 Nr. 37; Johanna Meyer geb. Falke, Schlump 9, gest. 21.01.1902, Grablage A 10 Nr. 38; Herbert Schlesinger/Wütow, Rothenbaum Chaussee 122, gest. 18.3.1917, Grablage B 9 Nr. 218; Jacob Wütow, 59 Jahre 2 Monate, gest. 31.1.1921, Brahmsallee 119, Grab B 9 Nr. 217); Handelskammer Hamburg, Handelsregisterinformationen (Jonas Bing oHG, HR A 1620; Arnold Wütow, HR A 33509); Frank Bajohr, "Arisierung" in Hamburg. Die Verdrängung der jüdischen Unternehmer 1933-1945, Hamburg 1998, S. 350 (Jonas Bing oHG); Fritz Lachmund, Altona & Ottensen, Bilder aus vergangenen Tagen, Hamburg 1974, S. 65 (Abbildung der Straße Grund vor 1900); Reiner Lehberger, Schule in Hamburg während des Kaiserreichs. Zwischen "Pädagogischer Reform" und "Vaterländischer Gesinnung", in: Inge Stephan/ Hans-Gerd Winter, Heil über Dir, Hammonia, Hamburg 1992, S. 426 (Schulgeld); Ina Lorenz, Die Juden in Hamburg zur Zeit der Weimarer Republik, 2 Bände, Hamburg 1987, S. 235 (Amalie Wütow); Ina Lorenz/ Jörg Berkemann, Die Hamburger Juden im NS-Staat 1933-1938/39, Göttingen 2016, Band IV, S. 459 u. 471 (Franz-Rosenzweig-Gedächtnisstiftung und Meyer-Udewald); Wilhelm Melhop, Historische Topographie der Freien und Hansestadt Hamburg von 1880 bis 1895, Hamburg 1895, S. 170/171 (Gerhofstraße), S. 173/174 (Welkerstraße); Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten (Hrsg.), Die jüdischen Gefallenen des deutschen Heeres (…) 1914-1918, Berlin 1932, S. 375 (Herbert Schlesinger-Wütow, 12/R. Ers. I. R. 3, gefallen 18.3.1917); Susanne Rosendahl, Stolpersteine in der Hamburger Neustadt und Altstadt. Biografische Spurensuche, Hamburg 2018, Band 2, S. 556-559 (Jakob Sakom, darin auch Meyer-Udewald erwähnt); Verzeichnis der Mitglieder der drei Hamburger Logen U.O.B.B., Henry Jones Loge, Steinthal Loge und Nehemia Nobel Loge, 1932, S. 57 (Steinthal-Loge Bücherei-Ausschuss: Wolfgang Meyer-Udewald); Hamburgischer Correspondent, Nachmittags-Ausgabe, 22.2.1882 ("Angekommen in folgenden Hotels: Zingg’s Hotel, Wütow, Berlin"); Hamburger Fremdenblatt vom 19.2.1911 (Danksagung für Anteilnahme zum Tod von Johanna Meyer); Hamburger Fremdenblatt vom 26.3.1917 (Traueranzeige für Herbert Wütow, 19 Jahre, Rothenbaumchaussee 122); Hamburger Fremdenblatt, Abend-Ausgabe vom 3.9.1917 (Dr. Meyer hat ärztliche Tätigkeit wieder aufgenommen); Hamburger Fremdenblatt, Abend-Ausgabe vom 14.5.1921 (Dr. Meyer hat seine Tätigkeit wieder aufgenommen); Hamburger Börsenfirmen, Hamburg 1910, S. 725 (Wütow, Guttmann & Co., gegr. 1909, Inhaber Jaques Wütow, Theo Westmann, beide Kalkutta u. Theodor Müller, Hamburg, Holzbrücke 2-6, Export nach Calcutta); Hamburger Börsenfirmen, Hamburg 1926, S. 93 (Jonas Bing, gegr. 1878, Assekuranz-Makler, Rathaushörn), S. 771 (Oelwerke Julius Schindler GmbH, gegr. 1920, frühere Firma Oelwerke Julius Schindler 1908 gegr., Geschäftsführer Julius Schindler, Prokuristen Isidor Schindler u. Dr. Ernst Samuel, Gesamtprokura für W. Blumenthal, A. Friedberg, P. C. Meyer-Udewald u. Dr. A. Spitzer, Import und Fabrikation von Mineralölen, Hohe Bleichen 28); Staats-Kalender von Hamburg 1891, S. 118 (Approbirte Medicinal-Personen, A. Aerzte, Dr. M. & Chir. Siegmund Meyer); Hamburgisches Staatshandbuch für 1910, S. 156 (Approbierte Medizinalpersonen, a: Ärzte, Dr. Siegmund Meyer); Hamburgisches Staatshandbuch für 1915, S. 160 (Approbierte Medizinalpersonen, a: Ärzte, Dr. Siegmund Meyer); Wilhelm Gymnasium zu Hamburg, 26. Schuljahr 1906/07, Schülerverzeichnis (M IIIa Wolfgang Meyer, Tertia/Michaelis); Wilhelm Gymnasium zu Hamburg, 27. Schuljahr 1907/08, Schülerverzeichnis (O IIIa Wolfgang Meyer, Tertia/Ostern und O VI Paul Meyer, Sexta/Ostern); Wilhelm Gymnasium zu Hamburg, 32. Schuljahr 1912/13, Schülerverzeichnis (O IIIa Paul Meyer); Wilhelm Gymnasium zu Hamburg, 33. Schuljahr 1913/14, Schülerverzeichnis (O IIb Paul Meyer); Deutsches Theater-Adressbuch 1918-1919, S. 859 ("Wütow, Edith, Sch., Hbg., Kamsp."); Adressbuch Altona (L. Meyer & Co., Herren- u. Knaben-Garderoben-Magazin, Grund 12, Inhaber: Liepmann Joseph Meyer) 1886-1887; Adressbuch Altona (L. Meyer & Co., Herren- u. Knaben-Garderoben-Magazin, Grund 12, Inhaber: Liepmann Joseph Meyer in Hamburg und Moritz Meyer in Altona) 1888, 1895; Adressbuch Hamburg (Louis Meyer, in Firma L. Meyer & Co. in Altona) 1889, 1890; Adressbuch Hamburg (L. Meyer & Co., Herrengarderoben, Alter Wall 66, Inhaber L. J. Meyer u. Isidor Meyer) 1900; Adressbuch Hamburg (Dr. Siegmund Meyer, Wundarzt u. Geburtshelfer) 1892, 1900-1902, 1904-1906, 1917, 1920, 1922; Adressbuch Hamburg (Paul Meyer, Kaufmann, Welckerstraße 5) 1923, 1924; Adressbuch Hamburg (Paul Clemens Meyer-Udewald) 1925-1931; Adressbuch Hamburg (W. Udewald) 1865-1868, 1870, 1872-1875, 1880, 1885, 1887-1888; Adressbuch Hamburg (Fuhlentwiete 68, Louis Meyer, Dr. Siegmund Meyer) 1889, 1890; Telefonbuch Hamburg 1914-1920 (Dr. med. Siegmund Meyer, Arzt, Sprechstunden 8-9 u. 5-6 Uhr, Welckerstr. 5); Adressbuch Hamburg 1910-1912 (Wütow, Guttmann & Co., Import von Häuten, Inhaber Jacques Wütow u. Theo Westmann, beide in Kalkutta u. August Theodor Nagel in Hamburg, Holzbrücke 2); Adressbuch Hamburg 1912 (J. Wütow, Kaufmann, Rothenbaumchaussee 122); Telefonbuch Hamburg 1914 (Jacques Wütow, Kaufmann, Rothenbaumchaussee 122); Telefonbuch Hamburg 1920 (Firma Jacques Wütow, Gerhofstraße 3-5); Adressbuch Berlin (Jaques Wütow, Kaufmann, W 15, Kaiserallee 15 I in Wilmersdorf) 1906, 1909; Adressbuch Berlin (Paul Meyer-Udewald) 1932-1936; Adressbuch Berlin (Erich Herzenberg & Co., Leinenzwirnerei, W 3, Charlottenstr. 56) 1934; Adressbuch Berlin (Regierungsrat Dr. Werner Lützelberger, W 30, Landshuter Str. 5) 1936; Adresboek Tilburg 1937 (Meijer-Udewald, P.C., directeur, J.P. Coenstr. 66; Meijer-Udewald, W., koopman in zaden, J.P.Coenstraat 66); Adresboek Tilburg 1943 (Meijer Udewald, P.C., directeur twernerij, Philips Vingboonsstr. 26, tel. 8852); https://adt.arcanum.com/de/view/CurlisteKarlsbad_1912_07/?query=karl+reinelt&pg=45&layout=s (Curliste Karlsbad Juni 1912: "Herr Jacques Wütow, Kaufmann, Hamburg, Hotel de Russie"); https://www.joodsmonument.nl (Paul Clemens Meyer Udewald); https://wikimiddenbrabant.nl/Meyer_Udewald,_Paul_Clemens; https://en.wikipedia.org/wiki/Johanna_Meyer-Udewald; https://map.stolpersteine.app/nl/tilburg/locaties/philip-vingboonsstraat-26 (Stolpersteine mit biografischem Kurztext); https://www.stolpersteine-hamburg.de (Dr. Jacob Sakom, Dr. Johanna Meyer-Udewald, Ernst Kaufmann).

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