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Max Bernstein und Erbina Mahnke in Scharbeutz (Ostsee) Juli 1921
Max Bernstein und Erbina Mahnke in Scharbeutz (Ostsee) Juli 1921
© Privatbesitz

Max Bernstein * 1896

Agnesstraße 2 (Hamburg-Nord, Winterhude)

KZ Neuengamme
ermordet 14.10.1938

Max Bernstein, geb. 29.1.1896 in Hamburg, am 14.10.1938 in Hamburg im Untersuchungsgefängnis gestorben

Agnesstraße 2

Max Bernstein wurde 1896 in der Hamburger Neustadt (Gänsemarkt 22) als jüngster Sohn des Unternehmers Adolf Bernstein (geb. 5.6.1864 in Kirchohsen, Kreis Hameln) und Susanna Camilla Jenny Bernstein, geb. Blumenthal (geb. 7.12.1863 in Berlin), geboren. Der jüdische Adolf Bernstein und die nichtjüdische Jenny hatten sich über einen Freund von Adolf Bernstein vermutlich 1881 kennengelernt. Im August 1882 wurde ihr Sohn Adolf jr. in Hannover noch unehelich geboren, 1887 heiratete das Paar in Hamburg.

Der in Hannover lebende Vater des Bräutigams, Seckel Bernstein (1828-1903), war bei der Hochzeit nicht als Trauzeuge zugegen. Aus späteren Briefen seines Enkels wird deutlich, dass er die Ehe seines Sohnes mit einer nichtjüdischen Frau missbilligte, denn Seckel Bernstein lebte religiös. Laut Adressbuch hatte er früher in Hannover eine Produktenhandlung (Verkauf von regionalen landwirtschaftlichen Erzeugnisse) betrieben, doch 1887 in Hannover firmierte er als Inhaber einer hebräischen Buchhandlung und arbeitete laut Adressbucheintrag auch als Schächter (für rituelles Schlachten). Statt seiner nahmen als Trauzeugen ein Nachbar der 23jährigen teil, ein weiterer dürfte ein Onkel mütterlicherseits von Adolf Bernstein gewesen sein.

Zum Zeitpunkt der Eheschließung wohnte Adolf Bernstein als Untermieter in der Grabenstraße 1 (St. Pauli). Die Eheleute zogen dann in den Neuen Steinweg (Neustadt), wo sie in Haus Nr. 95 (1888-1889) und Nr. 13 (1890-1894) jeweils im Hinterhaus lebten. Der Neue Steinweg, in der Nähe des Großneumarkts, gehörte zu den damals maßgeblich von Juden bewohnten Straßen der Hansestadt, hier befanden sich auch eine Synagoge und ein jüdischer Friedhof.

Adolf und Jenny Bernstein bekamen acht gemeinsame Kinder: Adolf (geb. 1882), Minna "Mieze" (geb. 1888), Bertha (geb. 1890), Elsa (1891-1891), Emil (geb. 1893), Georg (1894-1895), Max (geb. 1896) und Martha (geb. 1897). Doch die Ehe zerbrach. Im Januar 1899 meldete sich die nun 35jährige Jenny Bernstein nach New York ab. Ihr Reisepassantrag war "als Einwilligung des Mannes" auch von Adolf Bernstein unterschrieben worden. Im Juli 1899 wurde die Ehe geschieden. Sohn Max Bernstein glaubte, die Scheidung seiner Eltern sei "hauptsächlich auf Grund ihrer (Mutters) evangelischer Eltern resp. ihrer evangelischen Abstammung erfolgt, weil die Eltern meines Vaters diese Ehe nicht gebilligt haben."

1904 heiratete Adolf Bernstein in zweiter Ehe die jüdische Lina Gattel (geb. 27.5.1869 in Sommerfeld/ Lausitz) in ihrem Geburtsort. Deren Vater war Hutfabrikant und zudem Mitglied im Synagogenvorstand der Jüdischen Gemeinde Sommerfeld. 1906 kam Max‘ Halbschwester Ruth Ingeborg zur Welt. Zu seiner Stiefmutter Lina Bernstein (siehe www.stolpersteine-hamburg.de) entwickelte Max Bernstein ein distanziertes Verhältnis, während das zu seiner Halbschwester Ingeborg ebenso wie zu seinem Bruder Adolf und seiner Schwester Minna freundschaftlich war.

Aus der Hamburger Neustadt zog die Familie nach St. Pauli in die Carolinenstraße 9 (1897-1899). Der älteste Sohn Adolf hatte die Familie bereits verlassen und wohnte von 1898 bis 1901 während seiner Lehrzeit in Altona und verzog dann 1901 nach Vegesack bei Bremen. Von 1900 bis 1904 lebte die Familie in Altona in der Gustavstraße 47 (heute Gilbertstraße). Ab Frühjahr 1903 besuchte der zehnjährige Sohn Emil in Seesen (Niedersachsen) das Internat der Jacobsonschule, die er im Frühjahr 1911 mit dem Abschlusszeugnis verließ. Er absolvierte dann eine Lehre als Getreidekaufmann gründete 1915 eine eigene Firma.

Nach der erneuten Eheschließung von Adolf Bernstein war die restliche Familie nach Hamburg-Rotherbaum in die Hallerstraße 44 (1905-1907) gezogen, ehe Adolf Bernstein in Hamburg-Harvestehude das Haus Parkallee 2/ Ecke Hallerstraße 49 (erbaut um 1895) erwarb und die Familie 1908 dorthin wechselte. Die Wohnadressen und schließlich der Immobilienbesitz belegen den wirtschaftlichen Aufstieg von Adolf Bernstein und seiner Firma. 1901 erwarb Adolf Bernstein das Hamburger Bürgerrecht.

Adolf Bernstein investierte sein Geld auch in Immobilien und Unternehmen, so von 1917 bis 1929 in die Plauer Industriewerke Bernstein & Rothenburg oHG (Plau, Vogelsack 10), die ein Elektrizitätswerk und eine Kartoffelflockenfabrik betrieben. In Hamburg-Hammerbrook erwarb er 1906 ein Grundstück mit zwei Vorderhäusern und einem Fabrikgebäude am Kanal (Süderstraße 43-47) sowie circa 1921 in der Hamburger Neustadt das Kontorhaus "Sternhof" (Hohe Bleichen 8).

Max‘ ältester Bruder Adolf (geb. 7.8.1882 in Hannover), dessen Beruf 1902 bei seiner Musterung mit "Eisenschiffbauer" angegeben wurde, emigrierte 1912 nach New York, angeblich aufgrund von Spannungen in der Familie. Wenige Monate nach seiner Auswanderung ließ er seinen Nachnamen, der wegen der unehelichen Geburt nach der Mutter Blumenthal lautete, in Bernstein ändern. 1917 arbeitete er als "Manager" eines Restaurants und wohnte in Manhattan. 1924 wurde er US-Staatsbürger, zu dieser Zeit arbeitete er als "Assistantsupervisor". Ob er Kontakt zur Familie in Hamburg hielt, ist nicht bekannt.

Der Vater Adolf Bernstein baute seinen jüngsten Sohn Max als Nachfolger für die Leitung seines eigenen Unternehmens auf, das er 1885 gegründet hatte. Es bestand aus einer Bleifabrik (als Aktiengesellschaft) und einem An- und Verkauf für Metalle (als GmbH). Anfangs hatte sich die Firma auch als Agentur (Geschäftsvermittler) betätigt, dies aber aufgegeben. Das Geschäfts-Kontor befand sich von 1897 bis 1920 am Rödingsmarkt 32 Parterre (Altstadt), die Fabrik samt Lager logierte ab 1907 in der Süderstraße 45 im "Süderhof" (Hammerbrook).

Max Bernstein erwarb die Mittlere Reife an der Oberrealschule Hegestraße (Eppendorf) und begann 1912 eine zweijährige Ausbildung im väterlichen Unternehmen. 1914, als er sich als Volontär in Großbritannien aufhielt, begann der Erste Weltkrieg. Max Bernstein soll bis zu dessen Ende als Zivilinternierter auf der Insel festgehalten worden sein. Danach zurückgekehrt, soll er wieder in der Firma seines Vaters gearbeitet haben. Diese spätere Aussage von Max‘ Verlobter steht allerdings im Widerspruch zur Version des Anwalts der väterlichen Firma, Albert Wulff aus Hamburg: "Max Bernstein war nämlich von New York, wo er eine gute Stellung gehabt hatte, von seinem Vater etwas nach dem Kriege herübergeholt worden. Der alte Adolf Bernstein wollte, daß sein Sohn in seiner Firma mit tätig sei, zumal er ihn als seinen Nachfolger ansah." Im Unternehmen arbeitete auch Max’s Schwager Siegfried Salomon Nathan (geb. 21.10.1879 in Hamburg) als Prokurist, verheiratet mit Minna Bernstein (1888-1959), der jedoch 1921 ausschied.

Zwar führte unterschiedliche Auffassungen öfter zu Auseinandersetzungen zwischen Seniorchef und Juniorchef, behinderten aber Max Bernsteins Aufstieg in der Firma nicht. Ab 1927 wies das Hamburger Adressbuch ihn als Direktor der Adolf Bernstein AG sowie als Geschäftsführer der Hamburger Bleiwerke von Adolf Bernstein GmbH aus. Auch das Hamburger Börsenhandbuch von 1926 notierte ihn mit diesen Positionen – in beiden Unternehmen zusammen mit Ludwig W. Simon (1879-1956). Dieser schied 1930 aus den Unternehmen aus und wurde durch die Prokuristen Heinrich Klein (1884-1937) und Fritz Goldschmidt (geb. 9.3.1901 in Stolzenau/Weser) ersetzt. Dennoch war es der schwerhörige Adolf Bernstein, der im Mai 1928 das Unternehmen beim Metallhändlertreffen im Uhlenhorster Fährhaus an der Außenalster vertrat. In diesem Jahr ließ die rückläufige Konjunktur, auch an der Metallbörse, vier norddeutsche Firmen der Bleibranche vertraglich enger zusammenrücken (Bleiquotenverband), darunter auch Firma Adolf Bernstein.

Im September 1932 starb Adolf Bernstein, dessen Gesundheit schon länger angeschlagen war, mit 68 Jahren in seiner Wohnung. Er hatte in den Jahren zuvor, wie sein Sohn Emil angab, Sanatorien bei Blankenese, in Mölln, Reinbek, Holm-Seppensen sowie Wiessee (Bayern) und Oberschlema (Erzgebirge) besucht. In Oberschlema waren Gicht, Rheuma, Gelenkserkrankungen und "Altersleiden" behandelt worden. Den Tod zeigte Mendel Josias (1886-1944/45) von der Beerdigungs-Brüderschaft der Gemeinde "Chewra Kadischa", die Beerdigungen nach orthodoxem Ritus durchführte, beim Standesamt an. Bestattet wurde Adolf Bernstein Senior auf dem Jüdischen Friedhof Ohlsdorf.

Max Bernstein schloss am 8. Februar 1933 mit den Testamentsvollstreckern Rechtsanwalt Albert Wulff (1866-1941) und Rechtsanwalt Bernhard David (1878-1949) einen Vertrag bezüglich der Firmenübernahme ab - für 10.000 RM erwarb er sämtliche Aktien des Bleiwerks. Ein Prokurist der Vereinsbank in Hamburg, die an beide Unternehmen von Adolf Bernstein Kredite vergeben hatte, hielt den Kaufpreis für angemessen, "denn die Bilanz vom 30.6.1932 wies bei einem Kapital von 200.000 RM einen Verlust von 221.000 RM aus. (…) Es war für (Max) Bernstein ein Risiko das Bleiwerk zu übernehmen (…)."
Sechzehn Monate später allerdings behaupteten sein Bruder Emil Bernstein und sein Schwager Manfred Nathan (1880-1936), ihre Zustimmung nur aufgrund einer arglistigen Täuschung erteilt zu haben. Zudem unterstellte Emil Bernstein seiner Stiefmutter, die Testamente von Adolf Bernstein aus den Jahren 1930 und 1931 selbst aufgesetzt zu haben. Auch die Klärung des übrigen Erbes zog sich über Jahre hin. Zuletzt war Oberlandesgerichtsrat Wilhelm Prochownick (1878-1943) als Testamentsvollstrecker eingesetzt, da Wulf das Amt 1934 niedergelegt hatte und beide Rechtsanwälte 1939 emigriert waren.

Ab Juni 1934 geriet Max Bernstein in Streit mit einigen Geschwistern, was sich ungut mit anderen Konflikten mischte: Kurz zuvor hatten drei Führungspersonen von Mitgliedsfirmen des Norddeutschen Bleiwerksyndikats eine Strafanzeige gegen Max Bernstein und Heinrich Klein eingereicht, die auf falschen Anschuldigungen von Emil Bernstein beruhten. Das Verfahren, in deren Verlauf Max Bernstein und seine Verlobte Erbina Mahnke für sechs Wochen in Untersuchungshaft kamen, wurde 1935 "mangels Tatverdachts" eingestellt. Max Bernstein hatte im Juli 1934 eine Konventionalstrafe über 22.500 RM wegen Vertragsverletzung an seine drei ehemaligen Partner vom Bleiquotenverband zahlen müssen. Ein Jahr später erklärte Vorstandsmitglied Klein, bei Verstößen gegen die Satzungen der Konvention sei bisher generell eine Konventionalstrafe fällig geworden, nie jedoch Strafanzeige gestellt worden. Zudem habe die Kriminalpolizei Aussagen von ihm falsch aufgenommen, aus denen dann Finanzunregelmäßigkeiten gegen Max Bernstein konstruiert worden seien, die es nicht gegeben habe.
Wenige Tage nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft setzte Max Bernstein Erbina Mahnke als Universalerbin und Rechtsanwalt Walther Wulff als Testamentsvollstrecker ein.

Dort, wo der NS-Staat die Wirtschaft lenkte, betrieb er eine systematische Benachteiligung "jüdischer" Unternehmen, dazu gehörte bei der Firma Adolf Bernstein die Reduzierung der Bleiquote sowie der Herstellungsquote verschiedener Metallsorten. Im August 1935 wurde die im Dezember 1923 gegründete Tochterfirma "Hamburger Bleiwerk von Adolf Bernstein GmbH" im Handelsregister "auf Grund des Gesetzes vom 9. Oktober 1934 von Amts wegen gelöscht." Das neu geschaffene "Gesetz über die Auflösung und Löschung von Gesellschaften und Genossenschaften" bot dem Staat die Möglichkeit, ein Unternehmen zwangsweise zu löschen, wenn kein Vermögen vorhanden war. Das Handelsregister wies hingegen bis zuletzt ein Stammkapital von 5.000 RM aus. Die innerfamiliären Konflikte wie auch die staatlichen Repressionen fasste Max Bernstein in dem Satz zusammen: "Neider, Hass, Ungunst umgaben mich wie ein Schatten."

Seit 1920 gehörte Max Bernstein als Mitglied der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Hamburg und innerhalb dieser dem gemäßigt konservativen Kultusverband der Neuen Dammtor Synagoge an. Doch sehr religiös lebte er nicht: Nach eigenen Angaben hielt er die jüdischen Feiertage nicht unbedingt ein und arbeitete auch am Schabbat im Geschäft. Im Mai 1936 trat er aus der Jüdischen Gemeinde aus. 1938 erklärte er, sein Vater habe einst die Anmeldung getätigt und die regelmäßigen Zahlungen der Kultussteuer ohne sein Wissen vorgenommen. Den Bruder Emil allerdings hatte der Vater nicht angemeldet. Möglicherweise war der Eintritt in die Jüdische Gemeinde auch durch Max selbst erfolgt und erfüllte eine Forderung des Vaters für die spätere Firmenübernahme.

Die Wohnadressen auf Max Bernsteins Kultussteuerkarte lauteten Hallerplatz 11 I. Stock bei Möller, Hallerstraße 6, Lattenkamp 86 (dies war 1933-1934 die offizielle Wohnadresse von Erbina Mahnke und ihrer Schwester Johanna), Agnesstraße 2 und Hallerplatz 11. Sie weichen leicht von den im Adressbuch abgedruckten Adressen ab.

Der erste Reisepass wurde Max Bernstein im Oktober 1919 für das Reiseziel Österreich ausgestellt. Die im Pass vermerkte grobe Personenbeschreibung lautete: Statur mittel, Haare dunkelblond, Augen braun. 1923 besuchte er laut eigener Aussage seine leibliche Mutter in New York City. Der dafür im Januar 1923 beantragte Reisepass gab als Reiseziel "England" an, von wo der Ozeandampfer wohl seine Reise über den Atlantik angetreten haben dürfte.

Es existieren 11 Fotografien, die zwischen 1921 und 1927 aufgenommen wurden, die vermutlich Max Bernstein und Erbina Anna Minna Mahnke (geb. 8.12.1891 in Flensburg) bei Ausflügen mit Motorrad und Automobil zeigen. Dabei handelt es sich jeweils um unterschiedliche Fahrzeug-Marken und Modelle: Indian Motorcycle (1921) und Harley Davidson (1925) sowie ein offener Sportwagen (1923), eine Adler Limousine (1927) und eine Mercedes Limousine.
In der Familie wurde überliefert, Erbina Mahnke sei die erste Frau in Hamburg gewesen, die eine Harley gefahren habe. Auf einigen Fotos präsentiert sie sich selbstbewusst mit Bubikopf-Frisur und modischer Kniebundhose als moderne Frau. In den Hamburger Adressbüchern von 1931 bis 1934 wird sie als Kontoristin und Wohnungshauptmieterin vermerkt.

Max Bernsteins langjährige Verbindung zu Erbina Mahnke sagt auch etwas über seine Lebenspläne aus. Beide kannten sich seit 1913, als Erbina Mahnke bei der Firma Adolf Bernstein als Kontoristin zu arbeiten begann. Sie waren seit mindestens 1921 liiert. Die langjährige Verlobung (seit 1924) zu der fünf Jahre älteren Erbina mündete nicht in eine Heirat: Zum einen hatte der Vater ein Testament verfasst, durch das er seinen Söhnen die Heirat "mit Andersgläubigen, Nichtjuden" verbot. Erst nach dessen Tod im September 1932 war eine Heirat ohne Vermögensverlust möglich. Die Verhaftung vom 20. Juni 1934 und das sich bis Dezember 1935 hinziehende Strafverfahren verzögerten abermals eine Eheschließung, zumal der Rechtsanwalt Wulff dazu geraten hatte, erst nach dem Strafverfahren zu heiraten. Zu diesem Zeitpunkt galt jedoch bereits das "Blutschutzgesetz", Teil der Nürnberger Gesetze, das Beziehungen und Eheschließungen von Jüdinnen und Juden mit Nichtjuden unter Strafandrohung verbot.

Ab 1927 wird Max Bernstein im Hamburger Adressbuch mit eigenen Wohnadressen vermerkt: Hallerplatz 11 (1928-1930) und (Sommerwohnung) Wellingsbütteler Landstraße 247 in Klein Borstel (1927-1934). Im "Amtlichen Fernsprechbuch" von 1931 war unter seinem Namen sogar die genaue Anwesenheitszeit hinter den beiden Adressen vermerkt: "(16. Sept. bis 14. Mai) Hallerplatz 11, (15. Mai bis 15. Sept.) Kl. Borstel Wellingsbüttelerlandstr. 247". Danach lautete die Wohnadresse Agnesstraße 2 I. Stock/ Winterhude (1935-1937). In der letzten Wohnung sorgte die Haushälterin Helene Zietschmann für Ordnung und Sauberkeit, die zuvor seit 1914 als "Wirtschafterin" in der Wohnung seines Vaters tätig war. Dieses Dienstverhältnis zu einer "arischen" älteren Frau fiel nicht unter das gesetzliche Verbot.

Zur Wohnung Agnesstraße mietete Max Bernstein auch eine Garage an. Vor seinem Einzug in die Mietwohnung hatte er diverse Verschönerungen vornehmen lassen, "um der Wohnung meine persönliche Note zu geben". Dazu gehörte der Einbau einer großen Badewanne, einer modernen Toilette und eines neuen Waschbeckens, eines neuen Bodenbelags in Halle, Speisezimmer und Vorplatz, eines Kamins mit eigenem Schornstein, aber auch eine neue Lichtleitung mit Klingelanlage sowie Einbauschränke. Die Entscheidung, rund zwei Jahre nach Beginn der NS-Diktatur seine neue Mietwohnung aufwendig sanieren zu lassen, deutet darauf hin, dass er davon ausging, auch in Zukunft noch im nationalsozialistischen Deutschland leben zu können – er saß also nicht auf gepackten Koffern. Von seiner Wohnung aus blickte er weit: "Vom Fenster aus hatte ich stets die Alster, die so abwechslungsreich einen immer wieder fesselte." Im August 1938 wurde die Wohnung aufgelöst.

Die wenigen bekannten Details seines Privatlebens lassen auf einen Individualisten mit Sinn für ein angenehmes und stilvolles Leben schließen, sowohl bei der Wahl der Mietwohnung mit Alsterblick und dem gekauften Sommerhaus in Klein Borstel (mit Garage und Garten mit Obstbäumen). Darauf deuten auch seine Aufträge beim renommierten Herrenschneider M. & W. Staben (Alsterdamm 26) hin oder die Freizeitgestaltung mit seinem Mahagoni-Segelboot (Dingi) und den erwähnten Automobilen. Im Winter fuhr er in die Berge. Doch trotz seines Reichtums trat er eher zurückhaltend auf. Sich selbst beschrieb Max Bernstein in einem Brief so: "Ich habe in meinem Leben keine Kaffeehäuser, Tanzböden, Kneipen besucht, ich suchte immer die Natur, die Einsamkeit und Menschen die Gleiches empfanden."

Gleichwohl nahm Max Bernstein auch fürsorglich am Leben anderer teil: So setzte er die Freundschaft zu Gustav Calm (geb. 7.1.1871 in Harzgerode) fort, die schon sein Vater geknüpft hatte, der Trauzeuge und Taufpate des Calmschen Sohnes Hans (geb. 1907) gewesen war. Hans Calm hatte in der Firma Adolf Bernstein gelernt und dort als Kontorist bis zu seiner Emigration 1935 gearbeitet. Max Bernstein erkundigte sich 1938 angelegentlich nach dem Stand der Emigration von Hans‘ Schwester Käte Calm, die im August 1938 wie ihre beiden Brüder nach Chile emigrierte.

Ähnlich verhielt er sich gegenüber der Familie seines Onkels Josef Rosner (1872-1940). Dessen 1898 gegründete Firma für Eisen und Metall in Hannover (Lutherkirche 17) steckte 1938 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Rosners Tochter Martha, verh. Meyer, bemühte sich 1938 um eine Auswanderung für ihren Sohn Kurtheinz (geb. ca. 1921) nach Chicago und danach um eine solche für sich selbst. Max Bernstein bot ihr im September 1938 an, ihre Ausreise in die USA zu bezahlen. (Josef Rosner starb im Konzentrationslager Buchenwald am 9. Januar 1940, angeblich an "akuter Herzschwäche").

Ein enges Verhältnis verband Max Bernstein mit seiner Schwester Bertha (geb. 25.1.1890 in Hamburg), Sie hatte 1910 den nichtjüdischen Teppichhändler Alwin Popper (geb. 17.1.1885 in Hannover) geheiratet und war mit ihm nach Hannover und wenige Jahre später nach Berlin gezogen. Als ihr Ehemann 1932 starb, blieb sie mit ihren Kindern in Berlin. Max Bernstein unterstützte sie bis zu seinem Tod monatlich mit 50 RM. Ihr Sohn Rudolf "Rudi" Popper (geb. 11.3.1915 in Berlin), gelernter Kürschner, arbeitete seit Januar 1937 in der Firma von Max Bernstein, wurde im KZ Hamburg-Fuhlsbüttel inhaftiert (17.12.1937 – 20.3.1938) und emigrierte Ende März 1938 nach Kairo. Max Bernstein hatte zuvor erfolglos versucht, über seinen Bruder Adolf Bernstein jr. ein USA-Visum für ihn zu bekommen. Max Bernstein schenkte seinem Neffen für den Aufbau einer Metallverarbeitungsfirma im Exil zwei Bleipressen. Im Testament bedachte Max Bernstein ihn mit weiteren Maschinen der Adolf Bernstein AG. Doch nicht einmal die beiden Bleipressen kamen dem Neffen zugute: das Hamburger Zollamt verhinderte ihre Verschiffung durch eine Ausfuhrzoll-Forderung über 120.000 RM, obwohl von der Devisenstelle des Oberfinanzpräsidenten eine Ausfuhrgenehmigung vorlag. (Bertha und Sohn Gerhard Popper (geb. 25.1.1911 in Hannover) wurden von Berlin-Grunewald am 27. November 1941 nach Riga deportiert, wo sie und die anderen der 1035 Jüdinnen und Juden dieses Transports nach der Ankunft am 30. November 1941 im Wald von Rumbula erschossen wurden.)

Im April 1938 wurde Max Bernstein unter dem Vorwurf der "Rassenschande" mit seiner langjährigen Verlobten Erbina Mahnke verhaftet und ins Untersuchungsgefängnis am Holstenglacis 3 gebracht. Es kursierten Gerüchte, sein Bruder Emil habe die beiden denunziert. Juristisch vertrat sein Generalbevollmächtigter Rechtsanwalt Walther Wulff ihn. Die nichtjüdischen Anwälte Walter Klaas und Carl Stumme hatten es abgelehnt, das Mandat zu übernehmen. Mit Wulff kam es zu Konflikten, doch konnte Max Bernstein in der Kürze der Zeit keinen Ersatz finden.

Seine Haushälterin schickte ihm regelmäßig Wäschepakete in die Haftanstalt. Lesen durfte er das abonnierte gleichgeschaltete Hamburger Fremdenblatt, den Roman "Vom Winde verweht" im amerikanischen Original sowie den Roman "Krongut" von Sophie Hochstetter. Anderes wurde ihm verwehrt (Füllfederhalter, Papier) oder konfisziert (Haarwasser). Der Zweck dieser schikanösen Maßnahmen dürfte die Unterwerfung gewesen sein - insbesondere bei einem wohlhabenden Untersuchungshäftling, der sich regelmäßig neue Kleidung gehobener Qualität in die Zelle schicken ließ.

Aus dem Gefängnis heraus versuchte Max Bernstein via Rechtsanwalt seiner Firma brieflich Ratschläge zu Kauf- und Verkaufsabschlüssen zu erteilen sowie Ideen einzubringen, wie das Unternehmen fortbestehen könnte, wenn Teile davon veräußert würden. Nur wenige Tage nach seiner Festnahme nahm er Kontakt zu dem Kaufmann Franz Ferdinand Eiffe jun. (1896-1974) auf und bot ihm die Übernahme der Firma "Hamburger Bleiwerk von Adolf Bernstein GmbH" durch die F. F. Eiffe & Co. (gegr. 1896) an. In den Briefen an die leitende Mitarbeiterin Frida Rönn, geb. Schwenck (geb. 1907), versuchte Max Bernstein dem neuen Firmeninhaber seine Kontakte, Preiseinschätzungen und strategischen Überlegungen nahezubringen: "Geben Sie Herrn Eiffe als Sonntagslektüre die Qualitätsbedingungen vom Metallverein, dieses Buch gibt gute Aufschlüsse für einen Nichtfachmann."

Engagiert unterstützte auch die Bernstein-Belegschaft ihren neuen Chef Eiffe – die Alternative wäre die durch staatliche Eingriffe verursachte Pleite des Unternehmens gewesen. Eiffes Onkel sprach beim Reichsbeauftragten Stinner vor (vermutlich bei der Überwachungsstelle für unedle Metalle in Berlin, Leiter: Reichsbahnrat Stinner), um die untersagten Einfuhrgenehmigungen für Firma Bernstein wieder bewilligt zu bekommen. Auch musste der Firmenverkauf von verschiedenen staatlichen Stellen genehmigt werden. Am 13. Mai 1938 schrieb eine Mitarbeiterin an Max Bernstein: "Herr Eiffe ist nach wie vor bemüht, die Sache zu beschleunigen. Er hatte inzwischen auch einen mündlichen Bescheid von der Überwachungsstelle, dass die Übernahme genehmigt wird, aber es fehlt noch immer die schriftliche Genehmigung. Inzwischen ist die Sache auch bei der Gewerbepolizei vorgelegt worden und läuft die Sache nunmehr bei der Handelskammer in Hamburg."

Der Firmenverkauf im Rahmen der von der NSDAP angestrebten "Arisierung" der Wirtschaft bedurfte auch der Zustimmung des NS-Gauwirtschaftsberaters. Für diesen hatte dessen Hauptsachbearbeiter Otto Wolff (geb. 1907) den Verkauf schon am 26. April 1938 für 45.000 Reichsmark genehmigt. Hieran waren allerdings Verpflichtungen geknüpft: "Zur Vervollständigung meiner Akte darf ich Sie noch weiterhin bitten, mir an Eides Statt zu erklären, daß Sie mit dem früherem jüdischen Inhaber der Firma Adolf Bernstein keinerlei Nebenabreden getroffen haben und daß Sie nach Ablauf der Einarbeitungszeit auch keinerlei Verbindung mit ihm aufnehmen werden, sei es im Inland oder Ausland. Weiterhin bitte ich Sie, mir zu bestätigen, daß sämtlichen nichtarischen Angestellten gekündigt worden ist."

Die Industrie- und Handelskammer Hamburg gab gegenüber der Gewerbepolizei am 13. Mai eine positive Einschätzung ab, dass ein branchenfremder Unternehmer die An- und Verkaufsfirma für Metalle Adolf Bernstein GmbH übernehmen sollte: "Die Kammer hat gegen die Zulassung der Firma (F.F. Eiffe & Co.) zum Metallhandel deshalb keine Bedenken, da für die Arisierung der jüdischen Unternehmen in dieser Branche kein Nachwuchs vorhanden ist."

Die von Max Bernstein skizzierten Vertragsentwürfe für die Abgabe von 2/3 seiner Unternehmensaktien an die Kaufleute Charles Bornhorst und einen Herrn Michlmann (oder Miehlmann) sahen auch vor, dass der Prokurist Salomon Hirsch (1879-1957) noch zwei Jahre als Berater in der Firma beschäftigt werden sollte. 1/3 seiner Aktien wollte Max Bernstein weiterhin behalten. Allein den Wert des Maschinenparks der Aktiengesellschaft schätzte er auf 163.000 Reichsmark. Aus dem Schriftwechsel wird deutlich: Er agierte selbst zu diesem Zeitpunkt noch als Kaufmann und nicht wie ein in großer Gefahr schwebender Häftling.

Die Briefe und Grüße von Mitarbeitern seiner Firma kreisten jedoch nicht nur um geschäftliche Angelegenheiten, sondern sie belegen auch die starke gegenseitige Verbundenheit und Wertschätzung. Im Juni 1938 schrieb er an die langjährige Mitarbeiterin Frida Rönn: "Grüssen Sie mir jeden einzelnen meiner langjährigen Mitarbeiter, ich denke viel an Euch und lebe von der Hoffnung, dass mir auch meine übrigen Freunde ihre Achtung nicht versagen." Frida Rönn versicherte im Monat darauf: "Sie können uns aber glauben, es vergeht nicht ein Tag, wo nicht Ihr Name fällt, resp. wir nicht an Sie denken. Unser Betriebsausflug spukt immer noch in unseren Köpfen, weil er so harmonisch verlaufen ist." Und Max Bernstein antwortete darauf: "Liebe Frau Rönn, haben Sie innigen Dank für Ihre aufmunternden Zeilen vom 15. ds, es gab mir für einige Tage eine etwas bessere Stimmung."

Sein Sommerhaus verkaufte er unter dem Druck der Ereignisse im September 1938 weit unter Preis für 9.000 RM an Konditormeister Hermann Müller. (14 Jahre später erfolgte dafür ein gerichtlicher Vergleich mit den Erben von Max Bernsteins).

Viele aus Max Bernsteins Familien- und Freundeskreis waren inzwischen ausgewandert. "Ich bin von meinen Bekannten der letzte der hier blieb", schrieb er im September 1938. Schon vor seiner Verhaftung im April hatten auch Erbina Mahnke und er sich mit dem Gedanken, Deutschland zu verlassen, beschäftigt, ohne dass es zu konkreten Schritten gekommen wäre. Nach der Verhaftung wurde dies umso dringlicher. Die Korrespondenz aus dem Untersuchungsgefängnis macht deutlich, dass Max Bernstein mittlerweile jedes Ziel recht gewesen wäre: die deutschsprachige oder französischsprachige Schweiz, Schweden oder auch die USA und Australien.

Erst am 18. August 1938 erhielt Max Bernstein die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft, das Hauptverfahren wurde am 3. September eröffnet. Obwohl Max Bernstein von der Geburt her nach NS-Kriterien "Halbjude" war, wurde er wegen seiner zeitweisen Mitgliedschaft in der Jüdischen Gemeinde als "Geltungsjude" betrachtet und sollte als solcher verurteilt werden. Doch die Gerichtsverhandlung erlebte er nicht mehr: Am Freitag, den 14. Oktober 1938, dem Tag seiner Gerichtsverhandlung im Strafjustizgebäude (Richter: Landgerichtsdirektor Hans von Döhren, Landgerichtsrat Heinrich Ehlert und Landgerichtsrat Ernst-August Dauwes), wurde Max Bernstein um 7.10 Uhr angeblich erhängt in seiner Zelle (Sievekingsplatz 4) aufgefunden. Der Zeitpunkt (6 Stunden vor der Verhandlung) und die Tatsache, dass sich laut Zelleninventur des Oberwachtmeisters sechs Krawatten in der Zelle befanden, lassen Raum für Zweifel an der offiziellen Version.

Die von Max Bernstein unter Druck angedachte Teilveräußerung der Aktiengesellschaft kam nicht zustande. Das Fabrikgrundstück in der Süderstraße wurde im Dezember 1939 für 237.500 RM an Christian Seemann Grundstücksverwaltung (Mönckebergstr. 18) verkauft, ein Preis, der durch die antijüdische Verfolgungspolitik in Deutschland deutlich unter dem Marktwert lag.

Ab März 1940 lautete die Firmenbezeichnung der Hamburger Bleiwerk Adolf Bernstein AG nun Hamburger Bleiwerk Mahnke & Co. KG (Süderstraße 45). Als persönlich haftende Gesellschafterin wurde die Erbin, die "Kauffrau Erbina Mahnke", im Handelsregister eingetragen sowie als beschränkt haftender Kommanditist Hans Schnibben aus Berlin. Der langjährige Mitarbeiter des Vorgängerunternehmens, Salomon Hirsch (geb. 24.3.1879 in Gollub/Westpreußen), seit 1923 Oberbuchhalter und seit 1932 Prokurist, durfte laut Vorgabe des NS-Staates nur noch als Hilfsbuchhalter und Registrator zu 1/3 des vorherigen Gehalts beschäftigt werden.
Die Fabrik wurde bei den Luftangriffen im Juli 1943 komplett zerstört. Das Kontor wurde daraufhin in die Privatwohnung von Franz Ferdinand Eiffe jr. in die Haynstraße 2 (Eppendorf) verlegt.

Im April 2008 wurde für Max Bernstein ein Stolperstein vor dem Haus Agnesstraße 2 verlegt.

Im Jahr 2021 tauchten 54 Briefe aus der Haftzeit von Max Bernstein zusammen mit den erwähnten 11 Fotografien auf, die Erbina Mahnkes Schwester Johanna "Hanna" Täger, geb. Mahnke (geb. 21.9.1890 in Flensburg) und nach ihrem Tod deren Ehemann Hermann Täger (1893-1977) aufbewahrt hatten. Die Briefe, die inzwischen in der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg archiviert sind, waren der Ausgangspunkt für diese Biografie. Sie ermöglichen es, einige Zitate von Max Bernstein zu verwenden und ihn so selbst sprechen zu lassen.

© Björn Eggert

Quellen: Staatsarchiv Hamburg (StaH) 113-6 (Staatsverwaltung Wirtschaftsabteilung), 610 (Abwesenheitspflegschaft für Minna Nathan geb. Bernstein in Straßburg, 1940); StaH 213-11 (Staatsanwaltschaft Landgericht), 50382 (Max Bernstein, 1934); StaH 213-11 (Staatsanwaltschaft Landgericht), 50383 (Max Bernstein, 1934-1936 Band 2); StaH 213-11 (Staatsanwaltschaft Landgericht), 53798 (Emil Bernstein, 1937-1939); StaH 213-13 (Landgericht Hamburg, Wiedergutmachung), 4692 (Max Bernstein); StaH 213-13 (Landgericht Hamburg, Wiedergutmachung), 4695 (Adolf Bernstein Senior Erben); StaH 213-13 (Landgericht Hamburg, Wiedergutmachung), 4696 (Adolf Bernstein Senior, Süderhof); StaH 213-13 (Landgericht Hamburg, Wiedergutmachung), 1046 (Hans Calm); StaH 213-13 (Landgericht Hamburg, Wiedergutmachung), 9002 (Dr. Frederick/ Fritz Goldschmidt); StaH 231-7 (Handelsregister), A 1 Band 166 (Adolf Bernstein, A 36958); StaH 231-7 (Handelsregister), A 1 Band 214 (Hamburger Bleiwerk Mahnke & Co., A 47183); StaH 231-7 (Handelsregister), A 2 Band 18 (Adolf Bernstein AG, B 1098); StaH 231-7 (Handelsregister), A 2 Band 43 (Adolf Bernstein AG, B 2689); StaH 231-7 (Handelsregister), A 3 Band 74 (Adolf Bernstein GmbH, C 5933); StaH 242-1 II (Gefängnisverwaltung II), 11116 (Max Bernstein, 1934 u. 1938), mikroverfilmt unter 741-4 (Fotoarchiv) A 251; StaH 332-4 (Aufsicht über die Standesämter), 676 (Max Bernstein u. Erbina Mahnke, 1956-1957); StaH 332-5 (Standesämter), 2704 u. 171/1887 (Heiratsregister 1887, Adolf Bernstein u. Jenny Blumenthal); StaH 332-5 (Standesämter), 2182 u. 5430/1888 (Geburtsregister 1888, Minna Bernstein); StaH 332-5 (Standesämter), 2223 u. 500/1890 (Geburtsregister 1890, Bertha Bernstein); StaH 332-5 (Standesämter), 8668 u. 23/1910 (Heiratsregister 1910, Alwin Popper u. Bertha Bernstein); StaH 332-5 (Standesämter), 8697 u. 183/1914 (Heiratsregister 1914, Siegfried S. Nathan u. Minna Bernstein); StaH 332-5 (Standesämter), 8025 u. 404/1915 (Sterberegister 1915, Gustav Joseph Calm); StaH 332-5 (Standesämter), 8765 u. 243/1922 (Heiratsregister 1922, Manfred Nathan u. Martha Bernstein); StaH 332-5 (Standesämter), 8112 u. 413/1932 (Sterberegister 1932, Adolf Bernstein); StaH 332-5 (Standesämter), 1053 u. 449/1936 (Sterberegister 1936, Manfred Nathan); StaH 332-5 (Standesämter), 11840 u. 543/1937 (Sterberegister 1937, Heinrich F. F. Klein); StaH 332-5 (Standesämter), 1087 u. 300/1938 (Sterberegister 1938, Max Bernstein); StaH 332-7 (Staatsangehörigkeitsaufsicht), A I e 40 Bd.13 (Bürgerregister 1899-1905, A-H), Adolf Bernstein, 23.1.1901 Bürgerrecht T No. 430; StaH 332-8 (Meldewesen), Einwohnermeldekartei Altona, K 4389 (Adolf Bernstein jr.); StaH 332-8 (Meldewesen), Alte Einwohnermeldekartei (1892-1925), Rollfilm K 4234 (Susanna Camilla Jenny Bernstein geb. Blumenthal); StaH 332-8 (Meldewesen), A 24 Bd. 77 (Reisepassprotokoll 79/1899, Jenny Bernstein); StaH 332-8 (Meldewesen), A 24 Bd. 265 (Reisepassprotokoll 7523/1922, Erbina Mahnke); StaH 332-8 (Meldewesen), A 24 Bd. 318 (Reisepassprotokoll 24514/1924, Erbina Mahnke); StaH 332-8 (Meldewesen), A 24 Bd. 260 (Reisepassprotokoll 309/1922, Max Bernstein); StaH 332-8 (Meldewesen), A 24 Bd. 279 (Reisepassprotokoll 69/1923, Max Bernstein); StaH 342-2 (Militär-Ersatzbehörden), D II 108 Band 1 (Musterung von Adolf Bernstein jr.); StaH 351-11 (Amt für Wiedergutmachung), 13255 (Erbina Mahnke verw. Bernstein, 1957-1969); StaH 351-11 (Amt für Wiedergutmachung), 14864 (Emil Bernstein); StaH 351-11 (Amt für Wiedergutmachung), 30702 (Käte Holländer geb. Calm); StaH 351-11(Amt für Wiedergutmachung), 40631 (Hans Rudolf Popper); StaH 351-11 (Amt für Wiedergutmachung), 4432 (Salomon Hirsch); StaH 351-11 (Amt für Wiedergutmachung), 4185 (Ludwig W. Simon); StaH 424-13 (Liegenschaftsverwaltung Altona), 1178 (Gustavstraße 47, Tausch eines Streifens für Straßengelände, Adolf Bernstein, 1897-1898); StaH 442-2 (Bezirksamt Hamburg-Nord), 761 (Übernahme der Firma Adolf Bernstein durch Firma F.F. Eiffe & Co, 1938-1946); StaH 522-1 (Jüdische Gemeinden), 992b (Kultussteuerkartei der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Hamburg), Max Bernstein, Gustav Joseph Calm, Käte Calm, Salomon Hirsch, Manfred Nathan; Jüdischer Friedhof Hamburg Ohlsdorf (Adolf Bernstein, Grablage N2 Nr.107); Gedenkbuch Hamburger jüdische Opfer des Nationalsozialismus, Hamburg 1995 (Lina Bernstein geb. Gattel, Max Bernstein, Berta Popper geb. Bernstein, Dr. Wilhelm Prochownick); Gedenkbuch Hrsg. Bundesarchiv Koblenz, Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945 (Gerhard Heinz Popper, Josef Rosner); Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH), Zugangsnummer ZV 2021.5 (Korrespondenz von Max Bernstein während der Haftzeit, 13. Mai –12. Oktober 1938); Amt für zentrale Meldeangelegenheiten, Hamburg (Johanna Täger geb. Mahnke, Hermann Heinrich Täger); Niedersächsisches Landesarchiv, Abteilung Wolfenbüttel (Inskriptionsliste der Jacobson-Schule und Einwohnermeldekartei, Emil Bernstein); Handelskammer Hamburg, Handelsregisterinformationen (Hamburger Bleiwerk von Adolf Bernstein GmbH, C 5933; Hamburger Bleiwerk Adolf Bernstein AG, B 1098 und B 2689; Adolf Bernstein, A 36958; Emil Bernstein, HR A 25042; F.F. Eiffe & Co., HR A 4353); Hamburger Börsenfirmen, 1910, S. 54 (Adolf Bernstein, gegr. 1885, Metallgeschäft, An- u. Verkauf alter Metalle, Im- u. Export, Zink-, Zinn- u. Bleischmelzerei, Bleirohrfabrik, Rödingsmarkt 32 u. Süderhof/ Süderstr. 45, Prokurist: G. J. Calm), S. 245 (Hamburger Bleiwerk von Adolf Bernstein, gegr. 1907, Bleirohrfabrik, Lötzinn m. Colophoniumeinlage, Bleitrapse, Inhaber Adolf Bernstein, Prokurist Gustav Calm u. Fürchtegott Gust. Herm. Schmidt, Süderstr. 45, Börsenpfeiler zwischen 47 u. 56); Hamburger Börsenfirmen, 1926, S. 247 (F. F. Eiffe & Co, gegr. 1896, Inhaber: Franz Ferdinand Eiffe, Export, Import u. Kommission, Adolphstr. 45); Hamburger Börsenfirmen, 1926, S. 380 (Hamburger Bleiwerk von Adolf Bernstein GmbH, gegr. 1907, Geschäftsführer: Max Bernstein u. Ludwig Wilhelm Simon, Fabrikationsabteilung der Hamburger Metallhandel AG vormals Adolf Bernstein, Süderstr. 45, Fabrikation von Bleirohren, Walzblei, Bleidraht, Bleiwolle, Fensterblei, Bleitrapsen, Bleibogen, Bleimantelrohren, Zinnrohren, Lötzinn); Hamburger Börsenfirmen, 1926, S. 386 (Hamburger Metallhandel AG von Adolf Bernstein, gegr. 1885/ 1923, Vorstand: Max Bernstein u. Ludwig Simon, Prokurist: Heinrich Klein u. Dr. rer pol. Fritz Goldschmidt, Süderhof, Süderstr. 43-47, Metallhandel, Herstellung sämtl. Bleifabrikate, Bleiraffinierwerk, Zink-, Lötzinn-, Weissmetallschmelze); Hamburger Börsenfirmen, 1926, S. 83 (Emil Bernstein, gegr. 1915, Getreide, Futter- u. chem. Düngemittel-Großhandlung, Hammerbrookstr. 10, Getreidebörse v. Pf. 32); Hamburger Börsenfirmen, 1935, S. 66 (Adolf Bernstein, gegr. 1885, neu ins amtliche Firmenregister eingetragen 1931, Metallgroßhandlung, Süderstr. 45, Inhaber: Max Bernstein, Gesamtprokurist: Heinrich Friedrich Fritz Klein), S. 200 (F. F. Eiffe & Co., gegr. 1896, Inhaber: Franz Ferdinand Eiffe, Import, Export, Kommission, Adolphstr. 45), S. 272 (Fritz Goldschmidt, gegr. 1933, Metall- u. Chemikalien-Großhandel, Semperstr. 73); Hamburgs Handel und Verkehr, Illustriertes Export-Handbuch der ‚Börsen-Halle‘ 1912-1914, Abschn. II, S. 36 (F. F. Eiffe & Co., Alsterdamm 4/5, Export von haupts. Manufaktur- u. Kurzwaren nach Süd-, Südost- und Ost-Afrika); Frank Bajohr, "Arisierung" in Hamburg. Die Verdrängung der jüdischen Unternehmer 1933-1945, Hamburg 1998, S. 349 (Adolf Bernstein, Metallgroßhandel, Süderstr. 45), S. 177, 186, 258, 308 (Dr. Otto Wolff, Hauptsachbearbeiter u. späterer NS-Gauwirtschaftsberater); Ina Lorenz/ Jörg Berkemann, Die Hamburger Juden im NS-Staat 1933 bis 1938/39, Göttingen 2016, Band VI, S. 56 (Gauwirtschaftsberater Dr. Otto Wolff bestätigt am 26.4.1938 den Firmenkauf durch Eiffe und die Umfirmierung in F.F. Eiffe & Co.); Beate Meyer, "Jüdische Mischlinge”. Rassenpolitik und Verfolgungserfahrung 1933-1945, Hamburg 1999, S. 107; Heiko Morisse, Jüdische Rechtsanwälte in Hamburg. Ausgrenzung und Verfolgung im NS-Staat, Hamburg 2003, S. 122 (Bernhard David), S. 167 (Dr. Albert Wulff, Dr. Walther L. F. Wulff); Heiko Morisse, Ausgrenzung und Verfolgung der Hamburger jüdischen Juristen im Nationalsozialismus, Band 2 Beamtete Juristen, Göttingen 2013, S. 178/179 (Dr. Wilhelm Prochownick); Verband Deutscher Metallhändler e.V., VDM Magazin No. 691, Die Geschichte des VDM, Erster Teil (1908-1934), Berlin 2019, S. 35 (Dr. Goldschmidt in der Hamburger Metallbörse, Gruppenaufnahme 1928/29), S.40 (Adolf Bernstein in Gruppenaufnahme 1928); Hamburger Adressbuch (Adolf Bernstein, Firma u. Privatperson) 1888, 1890, 1892, 1894, 1897-1900, 1904-1908, 1910, 1919, 1921, 1925, 1926, 1928, 1930, 1932-1934, 1936; Hamburger Adressbuch (Max Bernstein) 1927, 1928, 1930, 1932-1937; Adressbuch Hamburg (Dr. Fritz Goldschmidt) 1931, 1932; Adressbuch Hamburg (Mechaniker/Bauklempner C.A. Möller) 1921, 1923, 1928, 1930, 1932; Adressbuch Hamburg (Victoriastraße 16) 1887; Adressbuch Hamburg (Steinweg, Neuer 95) 1888, 1889; Adressbuch Hamburg (Steinweg, Neuer 13), 1890; Adressbuch Hamburg (Bleichen, Hohe 8) 1921, 1922, 1932; Adressbuch Hamburg (Rödingsmarkt 32) 1909, 1912, 1918-1920; Adressbuch Hannover (Seckel Bernstein) 1880, 1887, 1888, 1890, 1895, 1900, 1902, 1903; www.stolpersteine-hamburg.de (Lina Bernstein geb. Gattel, Leopold Cohn, Lipmann/Leo Josias); www.luckauer-juden.de (Lazarus Gattel, 1826-1906, verheiratet mit Henriette Wolfski, Hutfabrikant); https://collections.arolsen-archives.org (Josef Rosner, geb. 7.5.1872 in Oswiecim, Tochter Martha Meyer; Berta Popper geb. Bernstein, geb. 25.1.1890 in Hamburg, zuletzt wohnhaft Berlin-Neukölln, Prinz-Handjery-Str.49); www.ancestry.de (Adolf Bernstein jr: Passagierliste 1912, US-Einzugsregisterkarten 1. Weltkrieg 1917-1918, US-Einbürgerungsregister 1924).

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