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Heimann Horwitz * 1867
Rappstraße 13 (Eimsbüttel, Rotherbaum)
HIER WOHNTE
HEIMANN HORWITZ
JG. 1867
EMIGRIERT HOLLAND
DEPORTIERT 1944
THERESIENSTADT
ERMORDET
25.12.1944
Weitere Stolpersteine in Rappstraße 13:
Ruth Bieber, Hans-Adolf Frankenthal, Siegfried Frankenthal, Hans Hoffmann, Frieda Hoffmann, Walter Hoffmann, Minna Lazarus, Hanna Offenburg, Nathan Hirsch Offenburg, Irmgard Posner, Karl Posner
Heimann Horwitz, geboren am 28.2.1867 in Neustadt/Holstein,
1939 Flucht in die Niederlande, interniert im Durchgangslager Westerbork, deportiert am 18.1.1944 nach Theresienstadt und dort am 25.12.1944 ermordet
Rappstraße 13 Eimsbüttel, Rotherbaum
"Das letzte Mal, als ich ihn sah, war er stark wie ein Ochse und aufrecht wie ein Ladestock", schreibt der Enkel Hermann Mark Lissauer über seinen Großvater Heimann Horwitz in seiner englischsprachigen Autobiografie "A 20th Century Jewish Life. A Survivor from Hamburg".
Heimann Horwitz muss ein stattlicher Mann gewesen sein. Über 40 Jahre arbeitete er in Hamburg in seinem Beruf als Schlachter. Zuletzt sahen sich Großvater und Enkel im Januar 1944 im niederländischen Durchgangslager Westerbork.
Lange konnten sie der Deportation in die Konzentrations- und Vernichtungslager in Osteuropa entgehen. Doch am 18. Januar 1944 wurde Heimann Horwitz ins Getto Theresienstadt verschleppt. Dort starb er 77-jährig am 25. Dezember 1944. Eine Woche später wurde Enkel Hermann Mark Lissauer zusammen mit seiner Mutter Pauline Lissauer aus Westerbork ins Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert. Beide entgingen dort nur knapp dem Tode.
Heimann Horwitz war am 28. Februar 1867 in Neustadt in Holstein als Sohn des jüdischen Handelsmanns Isaac/Isak Falk Horwitz und seiner Ehefrau Henriette (genannt Jette), geborene Wolfsberg, zur Welt gekommen. Er wuchs als zweitjüngstes einer nicht mehr ganz bestimmbaren Anzahl von mindestens sechs Geschwistern auf. Sein Vater, 1826 in Fackenburg bei Lübeck geboren, starb sechs Jahre nach Heimanns Geburt, am 23. Juni 1873 in Neustadt. Henriette Horwitz, geboren am 17. September 1832, stammte aus Goldberg in Mecklenburg. Sie war fortan gezwungen, Heimann und seine Geschwister allein groß zu ziehen.
Zwei Jahre nach dem Tod ihres Mannes zog die Witwe im Jahr 1875 mit ihren Kindern nach Lübeck. Laut Volkszählung von 1880 wohnte sie mit ihrem Sohn Heimann und sechs weiteren Kindern in der Straße Depenau. Womit Henriette Horwitz den Unterhalt ihrer Familie bestritt, ist nicht bekannt.
Heimann Horwitz zog 1882 nach Hamburg und absolvierte eine Schlachterlehre. Um seine Ausbildung abzuschließen, war es üblich, so berichtet der Familien-Chronist Hermann Mark Lissauer in seinen Erinnerungen, bei Metzgermeistern an verschiedenen Orten in Deutschland zu lernen und zu arbeiten. Im Jahre 1891, gerade 24 Jahre alt, ließ sich der junge Schlachtermeister im Karolinenviertel in der Glashüttenstraße 4/St. Pauli nieder.
Bald darauf ging es auch privat voran. Am 24. Dezember 1893 heiratete Heimann Horwitz die am 3. März 1867 in Hamburg geborene Johanna Tannenberg, Tochter der Eheleute Simon Tannenberg und Pauline Tannenberg, geborene Heilbut. Es war eine arrangierte Ehe, durch ein "Schadchen" vermittelt, so wie es Tradition war, weiß Mark Hermann Lissauer zu berichten. "Mir wurde damals erzählt", so der Enkel, "dass meine Großmutter bei den entscheidenden Gesprächen anwesend und es ihr peinlich war, meinen Großvater über die Mitgift verhandeln zu hören."
Insgesamt fünf Kinder sollten aus der eingefädelten Verbindung hervorgehen. Schon gut neun Monate nach der Eheschließung kam die Tochter Pauline (genannt Paula) Horwitz am 5. Oktober 1894 zur Welt. Am 10. November 1895 bekam Johanna den einzigen Sohn James Horwitz. Tochter Senta wurde am 5. November 1896 und Tochter Mathilde (genannt Tilly) am 4. Februar 1898 geboren. Alle wurden in der Glashüttenstraße 4 geboren. Nur die jüngste Tochter Henriette (genannt Henny) Horwitz kam erst nach dem Umzug der Familie Horwitz in der Bornstraße 14/Rotherbaum am 14. Februar 1901 zur Welt.
In der Bornstraße 14 eröffnete Heimann Horwitz eine koschere "Schlachterei & Wurstmacherei". Es ist heute nicht mehr ersichtlich, weswegen der Schlachtermeister seinen Geschäfts- und Wohnsitz fünf Jahre später nur wenige Schritte weiter in die Rappstraße/Rotherbaum verlegte - zunächst in die Nummer 11, dann, ab 1910, einen Hauseingang weiter in die Nummer 13.
Kaufmännisch war es eine kluge Entscheidung von Heimann Horwitz, zum Grindel zu ziehen. Mit der Verlegung seines Geschäfts hatte sich der Schlachtermeister in der Umgebung seiner potenziellen Kunden niedergelassen. Die Gegend am Grindel war um die Jahrhundertwende zum bevorzugten jüdischen Wohngebiet Hamburgs geworden.
In der Rappstraße 13 wohnte Heimann Horwitz mit seiner Familie über dem Schlachtergeschäft. Im Innenhof hielt er Hühner und Enten. Damals gab es unterhalb des Schlachterladens einen Kühlraum mit einer Öffnung zur Straße, in dem riesige Eisblöcke eingelagert wurden, um das Fleisch frisch zu halten, erinnert sich Hermann Mark Lissauer, der nicht weit entfernt in der Grindelallee 116/Rotherbaum aufwuchs und vermutlich regelmäßig die Großeltern besuchte.
Fast 35 Jahre betrieb Heimann Horwitz seine Schlachterei am Grindel. Solange bis es ihm die Nationalsozialisten unmöglich machten, sein Gewerbe weiterhin auszuüben. Die neuen Machthaber verboten in Hamburg das Schächten von Tieren. Nur wenige Wochen nach der Machtübergabe stürmten Angehörige der SA am 24. März 1933 das Hamburger Schlachthofgelände und verhinderten mit Waffengewalt das "Schlachten nach jüdischem Ritus". Dabei war das Schächten durch die jüdischen Metzgermeister weitgehend dezentral vor Ort in den Betrieben organisiert. Es gab in Hamburg etwa 14 Schlachtereien, in denen geschächtet oder geschächtetes Fleisch verkauft wurde. Mit dem "Gesetz über das Schlachten von Tieren" vom 21. April 1933 wurde das Schächten endgültig reichsweit untersagt.
Das Verbot stellte besonders orthodoxe Juden vor große Schwierigkeiten, an koscheres Fleisch zu kommen. Um dem Mangel abzuhelfen, wurde das Vieh aus Norddeutschland zeitweise nach Dänemark transportiert und dort unter Aufsicht eigens dorthin entsandter jüdischer Beauftragter geschlachtet. Nach Überwindung zahlreicher bürokratischer und devisenrechtlicher Hürden kam das Fleisch in Kühlwagen wieder nach Hamburg zurück. So gelang es einigen jüdischen Schlachtern bis etwa Anfang 1937, koscheres Fleisch zu importieren und dieses an Privatleute zu verkaufen.
Heimann Horwitz dagegen sah sich, vermutlich aufgrund des wirtschaftlichen Drucks, schon bald gezwungen sein Geschäft aufzugeben. Dem Hamburger Adressbuch ist zu entnehmen, dass er nur bis 1934 mit Wohnsitz und Schlachterei in der Rappstraße 13 gemeldet war. Im folgenden Jahr wohnte er bereits in der Beneckestraße 26.
Das Vier-Etagen-Wohnhaus in der Rappstraße gibt es noch heute. Aber es hat kein Ladengeschäft mehr zur Straße. Seit einigen Jahren liegen elf Stolpersteine vor dem Eingang in Gedenken an den Schlachter Heimann Horwitz sowie an weitere ehemalige jüdische Bewohner des Hauses.
Noch einmal - wohl mit dem Mut der Verzweiflung über seine ausweglose Lage - wagte Heimann Horwitz nach seiner Geschäftsaufgabe eine Art Neubeginn. Zusammen mit dem fast vierzig Jahre jüngeren Kohlenhändler Sigmund Magnus, geboren am 22. Januar 1906 in Hamburg, erwarb Heimann Horwitz 1938 das Haus Klosterallee 7/Harvestehude. Nach über vierzig Berufsjahren stieg der gelernte Schlachter in den Kohlenhandel ein!
Doch die neuen Aktivitäten wurden jäh durch einen familiären Schicksalsschlag beendet. Am 16. Mai 1938 starb seine Ehefrau Johanna Horwitz an einem Herzinfarkt. Vermutlich hatte der Umzug in das neue Haus wie auch die beruflichen Veränderungen ihres Mannes sie zu stark belastet.
Im Jahr 1938 wurde das Alltagsleben für die jüdische Bevölkerung immer bedrohlicher, die wirtschaftliche Lage immer unerträglicher. Am 9. November 1938 kam es zu landesweiten Plünderungen jüdischer Geschäfte und Einrichtungen. Im Novemberpogrom 1938 wurden Synagogen zerstört und in Brand gesetzt - so auch die nahegelegene Synagoge am Bornplatz.
Nach der Tragödie schien Heimann Horwitz nichts mehr in Hamburg zu halten. Am 5. Dezember 1938 stellte er einen Auswanderungsantrag, für den er einen umfangreichen Fragebogen ausfüllen musste. "Wohin wollen Sie auswandern?", lautete Frage sieben. "Nach Holland". Und die neunte Frage: "Wollen Sie Ihren bisherigen Beruf ausüben? "Nein, ich werde von meinen Kindern in Holland ernährt." Heimann Horwitz verkaufte zwangsweise sein Haus in der Klosterallee 7/Harvestehude sowie ein unbebautes Grundstück in der Größe von 1,6 Hektar in der Gemarkung Ellerbek bei Hamburg, das er verpachtet hatte.
Zahlreiche jüdische Mitbürger waren inzwischen aus Deutschland geflohen. In den Niederlanden lebte bereits Heimann Horwitz‘ älteste Tochter Pauline Lissauer mit den beiden Söhnen und Ehemann Moritz Lissauer. Sie war ihrem Mann gefolgt, der schon 1934 vor der Gestapo ins Ausland geflüchtet war. Jemand hatte ihn denunziert und beschuldigt, Hitler beleidigt zu haben. Als die Gestapo in Hamburg vor der Wohnungstür stand, um ihn zum Verhör abzuholen, befand er sich gerade in Frankreich.
Moritz Lissauer versuchte vom Ausland aus das traditionsreiche väterliche Familiengeschäft, das mit tierischen Rohstoffen (Häuten, Haut, Knochen, Sehnen, Hörnern, Hufen und Borsten) handelte, weiterzuführen. Er hatte in den Niederlanden eine Aufenthaltserlaubnis erhalten.
Auch Heimann Horwitz flüchtete nun aus der Hansestadt. Am 12. Januar 1939 flog er mit einer Maschine der Deutschen Lufthansa von Hamburg-Fuhlsbüttel nach Rotterdam-Waalhaven. Er vermied es bewusst, mit der Bahn zu fahren, da er befürchtete, als Jude erkannt zu werden und deswegen Repressalien ausgesetzt zu sein. Tochter und Schwiegersohn waren erleichtert, ihren Vater aufnehmen zu können.
So lebte die Familie in Rotterdam noch einmal für ein paar Monate zusammen. Hermann Mark Lissauer berichtet später über die Zeit mit seinem Großvater: "An einem Schabbat morgen, als Opa den Kiddusch sprach, schossen ihm Tränen in die Augen, als er realisierte, dass er alles verloren hatte. Der Horwitz-Familie passierte so etwas leicht, mir eben auch. Auf Deutsch haben sie für solche Leute einen Ausdruck dafür: ‚Zu nahe am Wasser gebaut‘."
Für einen eigenständigen Mann wie Heimann Horwitz war es eine unbehagliche Erfahrung, von Schwiegersohn und Tochter abhängig zu sein. "Aber Opa machte es gut", erinnert sich der Enkel, "er ging zum Markt, kaufte ein, bezahlte und verständigte sich mit einer besonderen Plattdeutsch-Mixtur, eben weil er kein Niederländisch sprach. Er war ein unternehmungslustiger und kraftvoller Mann und freundete sich mit den koscheren Schlachtern an, die ihn zum Helfen in ihren Laden einluden, was er sehr genoss."
Doch die Sicherheit in Rotterdam dauerte nicht lange. Am 10. Mai 1940 marschierten deutsche Soldaten in die Niederlande ein. Bei einem Luftangriff am 14. Mai wurde die Altstadt schwer zerstört und führte unmittelbar zur Kapitulation der Regierung. Moritz Lissauer hatte vorausgesehen, dass nach der Besetzung des Sudetenlandes durch die Wehrmacht auch das westliche Nachbarland kein sicherer Zufluchtsort mehr war. Bereits Ende 1939 war er mit dem ältesten Sohn Adolf Lissauer nach England geflüchtet.
Die Hoffnung der zurückgebliebenen Familienangehörigen, ebenfalls nach England auszureisen, zerschlug sich schnell. Aus Rotterdam ausgewiesen, gelang es mit Hilfe von Freunden, eine neue Unterkunft in der jüdischen Gemeinde von Lochem im Gelderland zu finden. Heimann Horwitz kam bei der jüdischen Familie Leverpoll in der Walderstraat 12 unter.
Der Enkel Hermann Mark Lissauer wurde im Oktober 1942 im Lager Westerbork interniert. Am 9. April 1943 kamen auch Heimann Horwitz und seine Tochter Pauline Lissauer in das Durchgangslager Westerbork, von wo aus, die Transporte in die östlichen Vernichtungslager organisiert wurden. Hermann Mark Lissauer, der in der Verwaltung des Lagers arbeitete, konnte lange Zeit dafür sorgen, dass die Familie immer wieder von den Listen für die Transporte in den Osten gestrichen wurde.
Doch am 18. Januar 1944 war die Deportation nicht mehr zu verhindern. Heimann Horwitz‘ Name verblieb auf der Transportliste in das Getto Theresienstadt. Nach einem knappen Jahr starb er dort am 25. Dezember 1944. Über die Umstände seines Todes ist nichts bekannt.
Am 15. Februar 1944 wurden auch seine Tochter Pauline Lissauer und sein Enkelsohn Hermann Mark Lissauer deportiert. Sie kamen in das Lager Bergen-Belsen bei Celle.
Mutter und Sohn überlebten durch gegenseitige Unterstützung die fürchterlichen Bedingungen und kehrten nach der Befreiung zunächst in die Niederlande nach Lochem zurück. Dort mussten sie feststellen, dass sie die einzigen Überlebenden einer jüdischen Gemeinschaft von 800 Menschen waren, die dort zuvor gelebt hatten.
Nach einem Jahr erhielten sie Einreisevisa für Australien. Ehemann Moritz Lissauer, der inzwischen in Melbourne lebte, hatte für die Einreise von Ehefrau und Sohn gesorgt. Am 12. September 1946 verließen Pauline und Hermann Mark Lissauer Europa von Marseille aus mit dem Schiff "Ville d’Amiens". Nach zweimonatiger Überfahrt fanden die der deutschen Judenverfolgung entkommenen Familienangehörigen in Melbourne wieder zusammen.
Zum Lebensweg der Kinder von Heimann Horwitz:
Die älteste Tochter Pauline Horwitz heiratete am 2. April 1919 in Hamburg den Kaufmann Moritz Lissauer. Das junge Ehepaar zog in die Grindelallee 116/Rotherbaum und bekam zwei Söhne. Nach Adolf/Abraham (genannt Archie), der am 29. Januar 1920 geboren wurde, kam am 18. März 1923 Hermann/Mark Lissauer, der spätere Familien-Chronist, zur Welt. Pauline und Moritz Lissauers Weg wurde oben geschildert. Beide starben hochbetagt in Melbourne/Australien. Archie am 26. September 2006, Mark am 28. Februar 2016.
James Horwitz heiratete am 20. Februar 1928 Herta Johanna Kohn (Cohn), geboren am 1. September 1906 in Hamburg, gestorben am 3. Juni 1997 in Rotterdam. Nach der Hochzeit zogen sie nach Berlin. Wie sein Vater erlernte auch James den Schlachterberuf und eröffnete in der Martin-Luther-Straße 21/Schöneberg, eine eigene Fleischerei, die er ab 1933 unter der Anschrift Apostel-Paulus-Straße 20 weiterführte. 1939 flüchtete das Ehepaar in die Niederlande. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht wurde James Horwitz von der Gestapo verhaftet und über das Internierungslager Westerbork am 4. September 1944 nach Theresienstadt deportiert. Von dort wurde James Horwitz am 29. September 1944 nach Auschwitz weiterdeportiert. Am 22. Februar 1945 kam er ins KZ Mauthausen, wo er am 6. April 1945 wenige Wochen vor der Befreiung ermordet wurde (siehe www.stolpersteine-berlin.de).
Senta Horwitz heiratete am 2. April 1919 den Vertreter James Tannenberg, geboren am 5. Oktober 1891 in Hamburg und wohnte mit ihm in der Dillstraße 15/Rotherbaum. Beide wurden am 8. November 1941 nach Minsk deportiert. Laut Aussage von Hermann Mark Lissauer soll das Ehepaar am 29. Juni 1942 in Minsk erschossen worden sein (siehe www.stolpersteine-hamburg.de).
Mathilde Horwitz blieb ledig. Sie blieb später als einzige der Geschwister bei ihren Eltern, vermutlich um für diese zu sorgen, wie es zu dieser Zeit für eine ledige Tochter üblich war. Von Beruf war sie Kontoristin. Anfang 1939 stellte sie einen Auswanderungsantrag mit dem Ziel USA. Laut Aussage von Hermann Mark Lissauer flüchtete sie über London in die Vereinigten Staaten, wo sie 1945 an Magenkrebs verstorben sein soll.
Die jüngste Tochter Henriette Horwitz heiratete am 11. Oktober 1934 den Kaufmann Iwan/Ivan Kleve. Sie waren zeitweise in der Schlüterstraße 80/Rotherbaum gemeldet. 1938 floh sie nach Argentinien. Henny Kleve-Horwitz starb am 31. Oktober 1983 in Buenos Aires.
Stand: September 2026
© Carsten Voigt
Quellen: 1; 2; 3; 4; 7; 9; StaH, 351-11 AfW 15986 (Lissauer); 332-5 Geburtsregister 6271 Nr. 2673/1891James Horwitz, 2260 Nr. 4268/1891James Tannenberg, 6324 Nr. 1370/1892 Moritz Lissauer, 9096 Nr. 97/1894 Guido Wolfsberg, 9105 Nr. 2375/1894 Pauline Horwitz, 6291 Nr. 3200/1895 Iwan Kleve, 9118 Nr. 2337/1895 James Horwitz, 9148 Nr. 378/1898 Mathilde Horwitz,13002 Nr. 444/1899 Fritz Horwitz, 13613 Nr. 491/1901 Henriette Horwitz, Heiratsregister 8564Nr. 753/1893 Horwitz/Tannenberg, 8728 Nr. 107/1919 Lissauer/Horwitz, 8823 Nr. 57/1928 Horwitz/Cohn, Sterberegister 791 Nr. 645/1918 Hermann Horwitz, 8062 Nr. 296/1920 Israel Horwitz, 8152 Nr. 253/1938 Johanna Horwitz, 8174 Nr. 50/1941 Friedchen Pincus; Mark Lissauer: "A 20th Century Jewish Life. A Survivor from Hamburg. Makor at Lamm Jewish Library of Australia, Caulfield South, Victoria, Australia 2013; Ursula Wamser/Wilfried Weinke, Von Hamburg nach Melbourne: Hermann Mark Lissauer; Hermann Mark Lissauer: Mein Geburtshaus stand in der Grindelallee 116, beide in Ursula Wamser/Wilfried Weinke, (Hg.), Eine verschwundene Welt. Jüdisches Leben am Grindel, Springe 2006, S. 30-32 u. S. 33-35; Lorenz, Ina/Berkemann, Jörg: Die Hamburger Juden im NS-Staat 1933 bis 1938/39, Göttingen 2016.
Zur Nummerierung häufig genutzter Quellen siehe Link "Recherche und Quellen".


