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Clara Horneburg im Juli 1926
Clara Horneburg im Juli 1926
© Privatbesitz

Clara Horneburg * 1871

Kurzer Kamp 6 Altenheim (Hamburg-Nord, Fuhlsbüttel)

1942 Theresienstadt
tot 26.10.1942

Weitere Stolpersteine in Kurzer Kamp 6 Altenheim:
Dr. Julius Adam, Johanna Hinda Appel, Sara Bromberger, Friederike Davidsohn, Margarethe Davidsohn, Gertrud Embden, Katharina Embden, Katharina Falk, Auguste Friedburg, Jenny Friedemann, Mary Halberstadt, Käthe Heckscher, Emily Heckscher, Betty Hirsch, Hanna Hirsch, Regina Hirschfeld, Anita Horneburg, Emma Israel, Jenny Koopmann, Franziska Koopmann, Martha Kurzynski, Laura Levy, Chaile Charlotte Lippstadt, Isidor Mendelsohn, Balbine Meyer, Helene Adele Meyer, Ida Meyer, Ella Rosa Nauen, Celine Reincke, Friederike Rothenburg, Benny Salomon, Elsa Salomon, Martha Rosa Schlesinger, Louis Stiefel, Sophie Stiefel, Louise Strelitz, Eugenie Hanna Zimmermann

Mary Halberstadt, geb. Horneburg, geb. 5.9.1862 in New York, deportiert am 15.7.1942 nach Theresienstadt, dort umgekommen am 30.4.1944
Clara Horneburg, geb. 23.2.1871 in Hamburg, am 15.7.1942 deportiert nach Theresienstadt, nahm sich dort das Leben am 26.10.1942
Annita Horneburg, geb. 23.3.1874 in Hamburg, am 15.7.1942 deportiert nach Theresienstadt, weiterdeportiert am 15.5.1944 nach Auschwitz und ermordet

Kurzer Kamp 6

Die drei Schwestern Mary Halberstadt, geb. Horneburg, Clara Horneburg und Annita Horneburg waren die Töchter von Sophie, geb. Selke, und Lasé Philip Horneburg. Die Eltern hatten am 2. Mai 1858 in Hamburg geheiratet und waren Mitglieder der Deutsch-Israelitischen Gemeinde. Ihre Mutter Sophie, geb. Selke (geb. 15.2.1836), stammte aus Glückstadt und war die Tochter von Miriam, geb. Behrens, und dem Handelsmann Elias Selcke (auch Selke). Der Vater Lasé Philip Horneburg (geb. 3.10.1831) war gebürtiger Hamburger. Seine Mutter Hannchen, geb. Soldin, genannt Behrend (geb. 1803 in Elmshorn), war mit dem Handelsmann Isaias Philip seit dem 3. Januar 1828 verheiratet. Er stammte aus Altona und führte den Nachnamen Philip. Ihre erstgeborene Tochter Hale Malchen, die Tante der drei Schwestern, war noch im November des Hochzeitsjahres als 14 Tage alter Säugling verstorben. Im Geburtsjahr von Lasé Philip starb auch sein Vater, der Großvater der Schwestern, im Alter von 30 Jahren am 22. Dezember 1831. Lasé Philip war damals gerade zwei Monate alt. Auch seine Mutter Hannchen Philip, geb. Soldin, die Großmutter der drei Schwestern, war früh im Alter von 48 Jahren am 15. März 1851 in der 3. Marktstraße verstorben. Ihrer beider Grabstellen befanden sich auf dem ehemaligen Grindelfriedhof. Die Großeltern väterlicherseits hatten die Schwestern nicht mehr kennenlernen können.

Laut dem Aufnahmeprotokoll bei der Hochzeit führte Lasé Philip seitdem den Namen Lasé Philip Horneburg. Im Hochzeitsjahr der Eltern war am 16. November 1858 die älteste Schwester Hannchen Horneburg in der Wohnung Erste Vorsetzen im Hamburger Hafengebiet zur Welt gekommen. In dieser Zeit hatte sich der Vater Lasé Philip Horneburg auf den Weg nach Amerika begeben, um dort für die Familie bessere Existenzgrundlagen zu schaffen. Mit der neun Monate alten Hannchen war die Mutter ihm dann vom Hamburger Hafen aus im Zwischendeck der "Bavaria" nach Amerika gefolgt. Am 1. September 1859 hatte Lasé Philip Horneburg, der dort mittlerweile als Geschäftsmakler tätig war, sie in Empfang genommen.

Im Jahr darauf, am 5. August 1860, war John Ely, der ältere Bruder der drei Schwestern, in New York zur Welt gekommen und zwei Jahre später wurde Mary am 5. September 1862 als drittes Kind ebenfalls dort geboren. In der Zwischenzeit hatte ihr Vater die amerikanische Staatsbürgerschaft beantragt und sich unter Abraham Lincoln 1861 am Bürgerkrieg im Kampf für die Nordstaaten beteiligt.

Zwei Jahre nach Marys Geburt bekam ihr Vater am 6. Oktober 1864, er war zu jener Zeit Zigarrenmacher und wohnte in der 100 Broome Street in New York, die amerikanische Staatsbürgerschaft zuerkannt. Sein Bürge war Fred Schleicher, der ein Restaurant in der Jonny Cliff Street, New York City führte. Vielleicht waren die Lebensbedingungen in New York schwieriger geworden. Das Ehepaar Horneburg verließ die USA und kehrte mit seinen drei Kindern nach Hamburg zurück. Dort wurde am 1. August 1866 Marys zweiter Bruder Alexander Goldin geboren. Als fünftes Kind kam ihre Schwester Clara am 23. Februar 1871 um 8 Uhr abends mithilfe der Hebamme Frau Vogler in der elterlichen Wohnung, Neuer Steinweg 40, zur Welt. Der Vater Lasé Philip Horneburg führte dort inzwischen ein Tabakgeschäft. Im Jahr darauf erlitt die Familie einen schweren Schicksalsschlag: Alexander verstarb im Alter von nur sechs Jahren in Göttingen. Obwohl es nicht gestattet war, brachten sie ihren verstorbenen Sohn selbst in einer Kutsche nach Hamburg, um ihn dort auf dem Grindelfriedhof beizusetzen. Zu dieser Zeit wohnte die Familie im Hotel in der Wexstraße 11a.

Zwei Jahre später wurde am 23. März 1874 die jüngste Schwester Annita Garibaldi Horneburg in der Marienstraße, Vorstadt St. Pauli, geboren. Ihr Name war von ihrem Vater aufgrund einer Abmachung mit dem ihm freundschaftlich verbundenen General Guiseppe Garibaldi festgelegt worden. Mit Guiseppe Garibaldi, der als Kämpfer für ein geeinigtes Italien und als Freiheitskämpfer in Südamerika berühmt geworden war, hatte Lasé Philip Horneburg vereinbart, dass, sofern ihm eine weitere Tochter geboren werden sollte, er diese seligen Angedenkens der Ehefrau des Generals nach ihr benennen würde. Ana Maria "Anita" de Ribeiro, ebenfalls eine Freiheitskämpferin, war 1849 im Alter von 28 Jahren auf der Flucht vor den Rebellen in Montevideo, Uruguay, gestorben.

Wie es zu der Freundschaft zwischen Lasé Philip Horneburg und General Garibaldi gekommen war, ist nicht belegt. Versehentlich, durch falsche Auskunft beim italienischen Konsulat, war die neugeborene Tochter zunächst Anniella genannt worden. Lasé Philip Horneburg hatte daraufhin vom Senator von Melle, Patron der Vorstadt St. Pauli, die Ausstellung eines neuen Geburtsscheins mit dem richtigen Namen erbeten. Im Alter von elf Monaten machte Annita ihre erste Reise nach Amerika. Zuvor hatte sie eine Erbschaft in Frankfurt am Main erhalten. Die gesamte Familie, die Eltern, die 17-jährige Hannchen, der 15-jährige John, die 13-jährige Mary, die fünfjährige Clara und Säugling Annita, ging in Hamburg an Bord der "Wieland" und erreichte im Zwischendeck am 11. Mai 1876 den Hafen von New York. Wann sie in den nächsten Jahren nach Hamburg zurückkehrten, ist nicht geklärt.

Im Jahre 1884 trat Hannchen Horneburg im Alter von 26 Jahren erneut eine Reise von Hamburg nach New York an. Vier Jahre später heiratete sie dort in Manhattan am 11. Oktober 1888 Emil Herzfeld (geb. im März 1864). Er war der Sohn von Johanna, geb. Trekel, und Karl Herzfeld, der im Jahre 1886 aus Deutschland in die USA eingewandert war. Mit ihm bekam Hannchen Herzfeld in New York zwei Kinder: Lydia (geb. 10.8.1891) und Selwyn Alexander (geb. 12.7.1894).

Der Bruder der Schwestern, John Ely Horneburg, hatte sich auf Rügen niedergelassen und arbeitete auf der Insel als "Sachphotograph". Er heiratete am 11. Oktober 1888 in Sagard, Rügen, die von dort stammende nichtjüdische Karoline, genannt "Lina", geb. Mars (geb. 2.7.1864), Tochter der Henriette Marie Johanne, geb. Birnbaum, und des Gastwirts, früher Schustermeister, Gustav Johann Niclas Mars. Mit ihr bekam er sieben Kinder: Gustav (geb. 17.1.1889), die vier in Sagard geborenen Kinder Hans Victor (geb. 14.2.1890), Ella (geb. 11.5.1891), Wanda (geb. 28.3.1899) und Käthe (geb. 12.11.1900) sowie die in Göhren geborenen Töchter Gertrud (geb. 3.5.1893) und Dora (geb. 16.4.1904). Fünf der Kinder waren wie seine Ehefrau evangelisch getauft.

In Hamburg war die Familie Lasé Horneburg im März 1892, dem Jahr der Cholera-Epedemie, unter der Adresse Mühlenberg 2, 2. Etage, gemeldet. Lasé Philip Horneburg arbeitete als Geschäftsmakler und verdiente den Lebensunterhalt für die Familie daneben noch als Oberlandesgerichtsbote. Am 17. Januar 1895 verstarb er mit 63 Jahren in ihrer Wohnung Peterstraße 5, 2. Stock. Er hatte an einem Herzklappenfehler gelitten. Annita Garibaldi Horneburg, die dort ebenfalls wohnte, hatte den Tod ihres Vaters gemeldet.

Ihre Schwester Hannchen, in den USA Annie Herzfeld genannt, war mit ihren beiden Kindern, der dreijährigen Lydia und dem sechs Monate alten Selwyn, zur Beisetzung nach Hamburg angereist. Am 10. Februar 1895 traten sie die Rückreise an. Mit dem Dampfschiff "Prussia" der Amerika-Linie verließen sie den Hamburger Hafen und erreichten im Zwischendeck New York.

Ein halbes Jahr später verzog Mary Horneburg mit ihrer Mutter und wohl auch mit den Schwestern Clara und Annita in die Grindelallee 25, Haus A, 2. Stock. Mary arbeitete als Verkäuferin. Am 29. Oktober 1897 heiratete sie im Alter von 35 Jahren den Kaufmann Leopold Halberstadt (geb. 18.4.1860 in Altona). Er war der Sohn von Hanne, geb. Halberstadt, und dem Buchbinder Isaac Halberstadt aus Altona. Seine Wohnung befand sich in der Großen Johannisstraße 87. Marys Onkel mütterlicherseits, der 64-jährige Selke Elias Selke (Biographie siehe www.stolpersteine-hamburg.de), fungierte als Trauzeuge. Er war Seidenbandhändler und seit 1859 Inhaber des Hamburger Bürgerbriefes. Mary und Leopold Halberstadt führten ein Gold- und Silberwarengeschäft in der Breitestraße 46 in Altona. Zwei Jahre nach ihrer Hochzeit, am 12. Oktober 1899, brachte Mary Halberstadt ihren Sohn Isaac Ludwig zur Welt.

Nach dem Tod des Vaters und der Heirat ihrer Schwester Mary übernahm die 29-jährige Clara Horneburg die Rolle der Ernährerin für ihre Mutter, zusammen mit ihrer Schwester Annita. Zur Jahrhundertwende unterhielt sie, wie aus den Hamburger Adressbüchern zu erfahren ist, ein Geschäft mit Putz- und Modewaren in der Wandsbekerchaussee 135. Dort hatten sie auch ihre gemeinsame Wohnung. Ab 1903 lebten sie im Haus Nr. 106 und das Geschäft wurde in der Wandsbekerchaussee 81 geführt. Ihre Mutter Sophie Horneburg erhielt nach dem Tode des Vaters eine Witwenrente, da dieser amerikanische Militärrente bezogen hatte.

Mit 29 Jahren unternahm Annita Horneburg erneut eine Fahrt über den Atlantik. Am 8. August 1903 bestieg sie das Dampfschiff "Patricia" der Hamburg-Amerika-Linie und reiste in der zweiten Kajüte nach New York. Sie wollte ihre Schwester Hannchen, genannt Annie, und deren Familie besuchen.

Im Sommer 1906 kam Schwester Annie Herzfeld zusammen mit ihrer elfjährigen Tochter Lydia und dem neun Jahre alten Sohn Selwyn zum Gegenbesuch nach Hamburg. Am 25. August 1906 verabschiedeten sie sich wieder im Hamburger Hafen von ihrer Familie. In einer Kajüte 2. Klasse des Dampfschiffes "Pretoria" der America-Linie erreichten sie über Cuxhaven, Boulogne und Plymouth schließlich New York.

Bald darauf am 10. September 1906 traf ihre Schwester Mary Halberstadt und deren Ehemann ein schwerer Schicksalsschlag. Ihr fast siebenjähriger Sohn Isaac Ludwig Halberstadt verstarb in ihrer Wohnung Altonaer Straße 18. Er erlag einer Herzklappenentzündung, an der er zuvor sechs Wochen lang ärztlich behandelt worden war. Isaac Ludwig Halberstadt wurde auf dem Jüdischen Friedhof Ilandkoppel beigesetzt, Grablage A 10, Nr. 412. Er sollte Mary Halberstadts einziges Kind bleiben.

In Hamburg fand Annita Horneburg in der Zeit um 1914 die Möglichkeit, mit einer selbstständigen Tätigkeit zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Sie begann mit 40 Jahren in ihrer Wohnung einen Handel mit "Altertümern". Um diese Zeit gründete auch ihr Bruder John Ely Horneburg in Stralsund ein kleines Geschäft mit "besseren Altwaren".

Lange Zeit, von 1900 bis 1916, wohnten Clara und Annita Horneburg mit ihrer Mutter in der Wandsbeker Chaussee 106. Ihre letzte Zeit verbrachte Sophie Horneburg, geb. Selke, im Siechenheim der Jüdischen Gemeinde in der Schäferkampsallee 29. Dort verstarb sie am 26. September 1916 im Alter von 80 Jahren. John Ely Horneburg war in dieser Zeit von Göhren auf Rügen nach Hamburg gekommen und hatte den Tod seiner Mutter gemeldet. Sie wurde einen Tag später auf dem Jüdischen Friedhof Ilandkoppel beigesetzt, Grablage ZW 11, Nr. 155.

Mary Halberstadt verlor ein Jahr nach ihrer Mutter unerwartet und früh ihren Ehemann Leopold Halberstadt. Er verstarb am 31. Mai 1917 mit 57 Jahren an einem Herzinfarkt im kleinen Schäferkamp 21a. Auch er fand zwei Tage später seine letzte Ruhe auf dem Jüdischen Friedhof Ilandkoppel, Grablage ZX 11, Nr. 314. Seine Mutter Hanne Halberstadt überlebte ihn um zwei Jahre. Sie folgte ihm am 22. September 1919 im Alter von 86 Jahren. Einen Tag später wurde sie auf dem Friedhof der Hochdeutschen Israeliten-Gemeinde Altona am Bornkamp beerdigt.

Ein Jahr nach dem Tod ihrer Mutter waren Clara und Annita Horneburg am 6. August 1917 in die Deutsch-Israelitische Gemeinde Hamburg eingetreten. Über die Zeit des Ersten Weltkrieges hatten beide ihre Geschäfte halten können. In den Adressbüchern von 1918 ist Annita als Kunsthändlerin in der Lübeckerstraße 16 zu finden, wo sie auch beide wohnten. Ein Jahr später verlegte Annita ihren Antiquitätenhandel in die Lübeckerstraße 33 und Clara Horneburg zog mit ihrem Putzgeschäft ebenfalls dorthin. Nach dem Krieg mit der ansteigenden Inflation wurde die wirtschaftliche Situation der Schwestern zunehmend schwieriger. 1922 ist für Clara Horneburg in der Kultussteuerkartei der Deutsch-Israelitischen Gemeinde vermerkt "kein Einkommen, ohne Beruf". Clara Horneburg und ihre Schwester Annita hatten ihre wirtschaftliche Eigenständigkeit aufgeben müssen und waren auf Unterstützung angewiesen. Bis zum Jahre 1929 sind ihre Adressen im Hamburger Adressbuch aufgeführt, danach nicht mehr. Sie zogen in dieser Zeit in die Nähe ihres Bruders nach Mecklenburg. Annita Horneburg führte eine Kunst- und Antiquitätenhandlung in Rostock-Warnemünde, Am Strom 86, und Clara Horneburg bezeichnete sich als "Putzarbeiterin" in Rostock, Ulmenstraße 30.

Ihre älteste Schwester Hannchen, Annie Herzfeld, geb. Horneburg, verstarb im fernen New York, Manhattan, am 17. Januar 1934 im Alter von 75 Jahren.

Die verwitwete Schwester Mary Halberstadt erhielt seit 1922 eine Invalidenrente von monatlich 12,- RM. Am 29. Januar 1935 verzog sie vom Kleinen Schäferkamp 21a nach Fuhlsbüttel. Sie konnte die Wohnung Nr. 22, 1. Stock, des Mendelson-Israel-Stifts beziehen, in der Hoffnung, dort einen gesicherten Lebensabend verbringen zu können. Dies war ihr nicht vergönnt.

Auch für ihre Schwägerin Pauline Falck, geb. Halberstadt (geb. 26.4.1867 in Altona), die im Juli 1902 den "Stadtreisenden" Ferdinand Falck geheiratet hatte, und seit November 1931 verwitwet war, wurde die Zeit als Jüdin schwierig. Sie bereitete sich auf eine Auswanderung mit ihren drei Söhnen vor, mit Julius (geb. 7.5.1903) und Isaak Eduard (geb. 21.7.1905), beide in Hamburg-Harburg zur Welt gekommen, und dem in Hamburg geborenen Hermann (geb. 23.1.1911).

Die Verfolgungsmaßnahmen gegen Juden seit Beginn der nationalsozialistischen Machtübernahme verstärkten sich. Annita Horneburg musste 1937 zwangsweise das Antiquitätengeschäft aufgeben, den Antrag auf Ausstellung einer Kennkarte für Juden stellen und den Zusatznamen "Sara" zu führen.

Die Tochter ihres Bruders John Ely, Dora Horneburg, wurde 1933 wegen ihrer jüdischen Abstammung bei Karstadt in Stettin als Stenotypistin entlassen. Ihr kleines Zigarrengeschäft, was sie danach unterhielt, um die Eltern zu unterstützen, musste sie schließen. Eine Heirat mit ihrem nichtjüdischen Verlobten Max Buth lehnte das Standesamt Stettin 1934 ab. Auch John Ely Horneburg musste sein kleines Altwarengeschäft in Stralsund aufgeben; 1935 wurde sein Lagerbestand beschlagnahmt. Seine Häuser in Stralsund, Semlowerstraße 1/Ecke Alter Markt und Mühlenstraße 11, musste er zum Schleuderpreis verkaufen. Nach der Pogromnacht am 10. November 1938 wurde er von sechs bis acht Männern in seiner Wohnung überfallen, unter Schlägen und mit Verletzungen ins Stralsunder Gefängnis verbracht und für zwei Tage inhaftiert. Dannach verzog er nach Hamburg.

In der Zeitschrift "Die Weltkunst" ist verzeichnet, dass nach der Auflösung von John E. Horneburgs Geschäften seine gesamten reichhaltigen Lagerbestände am 25. und 26. Januar 1939 ab 10 Uhr im Hotel Brandenburg, Stralsund, Mönchstraße 51, unter dem dort ansässigen Abwickler Erich Fischer, Tribseer Straße 26, versteigert wurden. Zwei Stunden vor der Versteigerung konnten antike Möbel, Antiquitäten und Kunstgegenstände aus Glas, Porzellan, Silber, Holz-Bilder, Bücher, Schmucksachen und Weiteres besichtigt werden. Nur Wiederverkäufer und Museen waren zum Ankauf zugelassen. Der Verkauf erfolgte gegen Barzahlung oder mit von der Bank bestätigten Schecks. Es ist davon auszugehen, dass auch heute noch antike Wertgegenstände von John E. Horneburg in Museen zu finden sind.

Im Januar 1940 ist John Ely Horneburg in der Kultussteuerkartei der Jüdischen Gemeinde als "Freiwilliges Mitglied" verzeichnet. Aufgrund einer Anordnung der nationalsozialistischen Machthaber wurden alle "volljüdischen" Personen Zwangsmitglieder der "Reichsvereinigung der Juden". Dies galt jedoch nicht für in "privilegierten Mischehen" lebende wie John Ely Horneburg, der so durch seine nichtjüdische Ehefrau Karoline, geb. Mars, vor einigen Verfolgungsmaßnahmen geschützt war und beispielsweise mit ihr und einigen seiner Kinder in Altona, Breite Straße 46, 1. Stock, zusammen wohnen bleiben konnte. Er – wie auch andere in seiner Situation – traten der Reichsvereinigung resp. in Hamburg dem Jüdischen Religionsverband, dennoch bei, um über diesen Informationen über antijüdische Gesetze und Maßnahmen zu erhalten.

Clara und Annita Horneburg hingegen mussten nach dem Verlust des Mieterschutzes in ein "Judenhaus" ziehen. Sie kamen zu ihrer Schwester in das inzwischen dafür bestimmte Mendelson-Israel-Stift. Ab 1941 übernahmen Clara und Annita Horneburg die kleine Wohnung Nr. 22 ihrer Schwester und Mary Halberstadt bezog die Wohnung Nr. 21. Im Herbst des Jahres 1941 starben nahe Verwandte, ihre Cousinen und ihr Cousin, die Kinder des Bruders ihrer Mutter, Selke Elias Selke: Die Witwe Marie Burwitz, geb. Selke, war am 9. Oktober an Arteriosklerose und sog. "Altersherz" im Alter von 77 Jahren verstorben. Deren Schwester Olga Selke (geb. 6.2.1878 in Hamburg) hatte eine Überdosis eines Schlafmittels eingenommen und war am 5. Dezember 1941 mit 63 Jahren im Israelitischen Krankenhaus in der Johnsallee verstorben, einen Tag vor ihrer vorgesehenen Deportation nach Riga am 6. Dezember 1941. Mit dieser Deportation waren ihr Bruder Iwan Selke (geb. 10.6.1876 in Hamburg), und seine Ehefrau Rebecca, geb. Spanier (geb. 12.4.1881 in Bremen), in den Tod geschickt worden. Die Cousinen fanden ihre letzte Ruhe auf dem Friedhof Ilandkoppel, Marie Burwitz, Grablage ZY 10, Nr. 397 und Olga Selke, Grablage P 1, Nr. 50. Ob eine Trauerfeier stattfand und die Schwestern Horneburg der Beerdigung ihrer Cousinen beiwohnen konnten, ist nicht bekannt.

An ihren Cousin Iwan Selke und seine Ehefrau Rebecca, geb. Spanier, erinnern Stolpersteine in der Bismarkstraße 6 (Biographien siehe www.stolpersteine-hamburg.de); für Olga Selke ist ein Stolperstein vorgesehen.

Im Januar 1942 wurden alle drei Horneburg-Schwestern in das "Judenhaus" Jungfrauenthal 37 verlegt. In der folgenden Zeit mussten sie ein weiteres Mal umziehen. Ihre letzte Station in Hamburg war das "Judenhaus" Schäferkampsallee 27, das Jüdische Altersheim.

Am 15. Juli 1942 wurden Mary Halberstadt, Clara und Annita Horneburg gemeinsam nach Theresienstadt deportiert. Auch ihre Cousine Eveline Osiakowski, geb. Selke (geb. 3.8.1872 in Hamburg), und deren Ehemann Julius Osiakowski (Biographien siehe www.stolpersteine-hamburg.de) mussten diesen Weg gehen. Das Ehepaar wurde am 21. September 1942 nach Treblinka weiterverschleppt und ermordet. Stolpersteine erinnern an sie in der Carl-Petersen-Straße 3, Hamburg-Hamm.

In der Nacht des 26. Oktober 1942 entzog sich Clara Horneburg dem menschenunwürdigen Leben im Getto Theresienstadt. Nach drei Monaten nahm sie sich dort das Leben, "Vergiftung" ist in der Todesfallanzeige angegeben. Clara Horneburg war 71 Jahre alt. Sie hatte mit ihrer Schwester Mary im selben Zimmer 145, Ea III, gewohnt, vermutlich auch zusammen mit ihrer Schwester Annita.

Für Mary Halberstadt währte die Zeit des Leidens im Getto fast zwei Jahre. Am 30. April 1944 erlitt auch sie den Tod. Sie war 81 Jahre alt. Annita Horneburg blieb allein zurück. Zwei Wochen später, am 15. Mai 1944, wurde die jüngste der Schwestern mit einem der gefürchteten Transporte nach Auschwitz weiterverschleppt und ermordet. Annita Garibaldi Horneburg war 70 Jahre alt.

Der weitere Schicksalsweg der Familienangehörigen
Der Bruder der Schwestern, John Ely Horneburg, hatte die Wohnung in Altona nach den alliierten Luftangriffen im Juli 1943 verlassen müssen und lebte in der Rothenbaumchaussee 34, 2. Stock. Er wurde von seiner Tochter Gertrud Horneburg unterstützt; sie führte dort eine Pension, auch nach dem Krieg. Seine Ehefrau, die mit einer Tochter auf Rügen untergekommen war, konnte er wegen der sowjetischen Besatzung eine lange Zeit, auch über das Kriegsende hinaus, nicht wiedersehen. John Ely Horneburg lebte im Jahre 1946 in Hamburg. Ein Jahr später starb seine Ehefrau Karoline am 21. Juli 1947 in Göhren im "Haus Horneburg" an Brustkrebs, kurz nach ihrem 83. Geburtstag. Er selbst verstarb am 21. Februar 1951 ebenfalls in Göhren in seiner Wohnung in der Poststraße mit über 90 Jahren. Die Häuser sind in Göhren erhalten.
Seine Tochter Ella Sophie Henriette Horneburg war ledig geblieben und lebte nach dem Krieg weiter in Bergen auf Rügen. Dort verstarb sie 1958 mit 67 Jahren.

Weitere Nichten und Neffen der Schwestern lebten verstreut im Osten und Westen Deutschlands. Käthe Horneburg hatte nicht geheiratet. Sie verstarb im Alter von 76 Jahren in Riesa am 24. Februar 1977.

Hans Horneburg hatte am 8. Juli 1917 Margarete Ottilie Lange in Petersdorf geehelicht, war 1919 nach Hamburg verzogen, Wachtmeister bei der Polizeibehörde geworden und seit dem 14. Dezember 1920 als Hamburger Staatsbürger eingetragen. Er verstarb am 20. Dezember 1962 in Hamburg-Alstertal im Alter von 72 Jahren.

Wanda war verheiratet mit dem nichtjüdischen Otto Ludwig Wilhelm Sielaff (geb. 2.4.1898), Betreiber einer Glasmanufaktur in Sassnitz. Sie lebten dort 1942 in der Hafenstraße. Otto Sielaff verstarb am 2. April 1962 in Stralsund. Wanda Sielaff, geb. Horneburg, verzog nach Berlin und verstarb in Charlottenburg am 3. Februar
1986. Sie war fast 87 Jahre alt.

Dora Horneburg arbeitete nach Kriegsende als Sekretärin und blieb nach ihrer von den Nationalsozialisten erzwungenen Entlobung unverheiratet. Sie verstarb am 9. Oktober 1972 in ihrer Wohnung in Hamburg-Großhansdorf, Sieker Landstraße 58, im Alter von 68 Jahren.

Mary Halberstadts Schwägerin Pauline Falck, die am Andreasbrunnen 3 gewohnt hatte, war mit ihren Söhnen der Verfolgung durch die Flucht zunächst nach Amsterdam entkommen. Ihr Sohn Isaak Eduard heiratete dort im November 1941 in zweiter Ehe die Niederländerin Johanna Angenita Dame (geb. 2.2.1913 in Rotterdam). Am 6. März 1944 wurde er nach Auschwitz deportiert und ermordet.

Hermann Falck war weiter nach Buenos Aires geflüchtet. Julius Falck, der zum Schluss auf dem Jüdischen Friedhof als Gärtner beschäftigt war, gelang die Flucht mit Ehefrau Johanna, geb. Rosengarten, und Tochter Ruth weiter nach Panama. Nach Kriegsende kehrte er zurück und führte 1963 in Hamburg ein Blumengeschäft.

Ein Großneffe der Schwestern, Gerald C. Herzfeld, der in New York geborene Enkel ihrer ältesten Schwester Hannchen, hatte während des Krieges in der amerikanischen Kriegsmarine gedient. Zuletzt war er auf einem Schiff als "Private 1st Class der 107 Gun Crew CA Corp." in geheimer Mission unterwegs gewesen und am 7. Juni 1942 für vermisst erklärt worden; er war 19 Jahre alt. Ein letzter Brief von ihm ist erhalten geblieben, voller lieber und dankbarer Worte an seine Eltern. Er schreibt, falls er nicht zurückkehre, wisse er, dass er gestorben sei, um die Welt sicher zu machen für all die Jerry Herzfelds, die in Zukunft noch geboren würden. Sein Vater Selwyn Herzfeld, der Neffe der Horneburg Schwestern, verstarb am 1. November 1974 in Astoria, New York, in Queens County. Seiner Tochter Nancy, der Urenkelin der ältesten Schwester Hannchen, geb. Horneburg, aus den USA, verdanken wir das wertvolle Foto von Clara Horneburg und ihrem Ladengeschäft.

Stand: Januar 2023
© Margot Löhr

Quellen: 1; 2; 3; 4; 5; 7; 8; StaH, 211-3 Oberappellationsgericht, Strafprozesse H II 65 Lasé Philipp Horneburg Ankläger; StaH, 213-13 Landgericht Rückerstattung, 29533 Hermann Falck, 32488 Hermann Falck; StaH, 221-10 Dienststrafkammer (1915– 1964), 137 Hans Victor Horneburg; StaH, 314-15 Oberfinanzpräsident, Str 188 Hermann Falck, FVg 3352 Julius Falck, FVg 3374 Pauline Falck, R 1940-482 Horneburg, John, R 1941/106 Halberstadt, Franz; StaH, 331-5 Polizeibehörde, Unnatürliche Todesfälle, 3 Akten 1942/38; StaH, 332-3 Zivilstandsaufsicht, Geburtsregister, A 106 Nr. 1339/1871 Clara Horneburg, A 251 Nr. 466/1874 Aniella "Annita Garibaldi" Horneburg; StaH, 332-3 Zivilstandsaufsicht, Sterberegister, C 122 Nr. 5224/1872 Alexander Goldin Horneburg; StaH, 332-5 Standesämter, Geburtsregister, 2189 u. 1371/1889 Julius Horneburg; StaH, 332-5 Standesämter, Heiratsregister, 2695 u. 26/1886 Levi Lievendag u. Marie Selke, 8584 u. 490/1897 Leopold Halberstadt u. Mary Horneburg, 3378 u. 11/1920 Julius Osiakowski u. Eveline Selke; StaH, 332-5 Standesämter, Sterberegister, 377 u. 105/1895 Lasé Philipp Horneburg, Jesaias Horneburg, 573 u. 573/1906 Isaac Ludwig Halberstadt, 606 u. 206/1908 Sophie Selke, 8035 u. 595/1916 Sophie Horneburg, 8039 u. 360/1917 Leopold Halberstadt, 5334 u. 1812/1919 Hanna Halberstadt, 8091 u. 392/1927 Abraham Lievendag, 8174 u. 331/1941 Marie Burwitz, 64169 u. 428/1941 Olga Selke, 4166 u. 214/1962 Hans Victor Horneburg, 7519 u. 1643/1977 Margarete Horneburg; StaH, 332-7 Staatsangehörigkeitsaufsicht, A I f 125 Nr. 957/1860 Benjamin Selke, A I f 126 Nr. 1100/1860 Selke Elias Selke, B I a Nr. 957/1860 Benjamin Selke, B III 147652 Hans Victor Horneburg, 507 Dora Horneburg; StaH, 351-11 Amt für Wiedergutmachung, 763 Mary Halberstadt, 812 John Horneburg, 14942 Gertrud Horneburg, 28560 Dora Horneburg, 38504 Julius Falck; StaH, 352-5 Gesundheitsbehörde, Todesbescheinigungen, 1895 Sta 2 Nr. 105 Lasé Philipp Horneburg, 1906 Sta 2a Nr. 573 Isaac Ludwig Halberstadt, 1908 Sta 2a Nr. 206 Sophie Selke, 1908 Sta 21 Nr. 801 Selke Elias Selke, 1941 Sta 2a Nr. 331 Marie Burwitz; StaH, 373-7 I, Hamburger Passagierlisten 1850–1934, VIII A1 Bd. 033 A, VIII A1 Bd. 089, VIII A1 Bd. 146, VIII A1 Bd. 181; StaH, 411-2 Patronat St. Pauli, Geburtsanzeigen II M 4217 Lasé Philip Horneburg Tochter; StaH, 522-1 Jüdische Gemeinden, Geburtsregister, 696c Nr. 144/1831 Lase Philip Horneburg, 696 e Nr. 236/1858 Hannchen Horneburg, 696 f Nr. 82/1863 Marie Selke, 696 g Nr. 126/1866 Alexander Goldin Horneburg; StaH, 522-1 Jüdische Gemeinden, Heiratsregister, 702 d Nr. 14/1858 Lasé Philip Horneburg u. Hanchen Berend rec. Soldin; StaH, 522-1 Jüdische Gemeinden, Sterberegister, 725 c Nr. 231/1831 Isaias Philip, 725 g Nr. 58/1851 Hannchen Philip, 725 h u. 13/1857 Isaac Philip, 230 Bd. 2, 1781/2240; StaH, 522-1 Jüdische Gemeinden, 727 c 1880/75, 729, Bd. 1; Standesamt Göhren, Geburtsregister, 1904 Nr. 9 Dora Horneburg; Standesamt Göhren, Sterberegister, 1947 Nr. 64 Karoline Horneburg, 1951 Nr. 13 John Ely Horneburg; Standesamt Sagard, Geburtsregister, 1890 Nr. 25 Hans Victor Horneburg, 1891 Nr. 72 Ella Horneburg, 1899 Nr. 62 Wanda Horneburg, 1900 Nr. 200 Käthe Horneburg; Standesamt Sagard, Heiratsregister, 1888 Nr. 22 John Ely Horneburg und Caroline Mars; Standesamt Middelhagen, Geburtsregister, 26 Nr.1893, Gertrud Horneburg; Standesamt Riesa, Sterberegister, 1977 Nr. 137, Käthe Horneburg; Datenbankprojekt des Eduard-Duckesz-Fellow und der Hamburger Gesellschaft für jüdische Genealogie, Ohlsdorf 1890–1895, 1902–1907, 1915–1921, A 10-412, ZX 11-146, ZW 11-155, ZW 11-162, http://jüdischer-friedhof-altona.de/datenbank.html, eingesehen am: 22.2.2022; Institut Theresienstädter Initiative, Nationalarchiv Prag, Jüdische Matrikeln, Todesfallanzeigen, 428117 Horneburg, Klara; Hamburger Adressbücher 1871–1943; Stadsarchief Amsterdam, Archiefkaarten 1939–1994; http://italiangen.org/records-search/grooms.php und http://italiangen.org/records-search/deaths.php, eingesehen am: 22.8.2013; Hannah Garfunkel Herzfeld, http://www.findagrave.com/cgi-bin/fg.cgi?page=gr&GSln=Herzfeld&GSiman=1&GRid=131954589&df=90&, eingesehen am: 12.2.2022; Michael Buddrus/Sigrid Fritzlar: Juden in Mecklenburg 1845–1945. Lebenswege und Schicksale, hrsg. vom Institut für Zeitgeschichte München-Berlin u. der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin 2019, S. 293; Susanne Lohmeyer: Stolpersteine in Hamburg-Eimsbüttel und Hamburg-Hoheluft-West. Biographische Spurensuche, 2 Bde., Hamburg 2013, Bd. 2, S. 480 f. (Iwan Selke und Rebecca, geb. Spanier); Beate Meyer: "Jüdische Mischlinge". Rassenpolitik und Verfolgungserfahrung 1933–1945, Hamburg 1999; Orte jüdischen Lebens und jüdischer Geschichte in Hamburg, http://www.hamburg.de/contentblob/1189032/data/juedischer-stadtplan.pdf, eingesehen am: 12.2.2022; Hildegard Thevs: Stolpersteine in Hamburg-Hamm. Biographische Spurensuche, Hamburg 2007, S. 46 f. (Julius Osiakowski und Eveline, geb. Selke). Freundlichen Dank an Karl-Heinz Mollitor, Christian Lantau, Julia Balze, Nancy Herzfeld-Pipkin!
Zur Nummerierung häufig genutzter Quellen siehe Link "Recherche und Quellen".

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