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Bereits verlegte Stolpersteine



Michel Liepmann Heilbut * 1864

Bornstraße 4 (Eimsbüttel, Rotherbaum)


HIER WOHNTE
MICHEL LIEPMANN
HEILBUT
JG. 1864
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
1942 TREBLINKA
ERMORDET

Weitere Stolpersteine in Bornstraße 4:
Betty Elkeles, Erich Alexander Heilbut, Oswald Heilbut

Michel Liepmann, genannt Martin, Heilbut, geb. 18.6.1864 in Hamburg, deportiert am 15.7.1942 in das Getto Theresienstadt, am 21.9.1942 weiterdeportiert nach Treblinka, ermordet

Oswald Heilbut, geb. 8.4.1899 in Hamburg, am 22.10.1940 aus Baden deportiert nach Gurs/Südfrankreich, dort gestorben am 1.11.1941

Erich Alexander Heilbut, geb. 17.1.1901 in Hamburg, ermordet am 23.9.1940 in der "Landes-Pflegeanstalt" Brandenburg an der Havel

Bornstraße 4

Die jüdische Familie Heilbut war nachweislich seit dem frühen 19. Jahrhundert in Hamburg ansässig. Der 1827 in Neubukow/Mecklenburg geborene Zigarrenarbeiter Liepmann Michel Heilbut und seine 1833 in Hamburg geborene Ehefrau Johebet Jette, geborene Koppel, bekamen mindestens drei Kinder: Michel im Jahr 1859, Michel Liepmann, genannt Martin, im Jahr 1864 und Golda Goldine im Jahr 1868. Die verwandtschaftlichen Beziehungen nach Neubukow wurden offenbar aufrechterhalten. Während Michel (Martin) Liepmann in Hamburg zur Welt kam, wurden sein älterer Bruder Michel und seine Schwester Golda Goldine Heilbut in Neubukow geboren.

Über das Schicksal des ältesten Kindes Michel ist uns nichts bekannt. Golda Goldine heiratete 1909 den ebenfalls aus Neubukow stammenden Milchhändler Simeon Burghard. Ob Kinder aus dieser Ehe hervorgingen, wissen wir nicht.

Michel Liepmann Heilbut heiratete am 16. März 1898 die ebenfalls in Hamburg geborene Helene Samuel, geboren am 4. Mai 1875. Sie nannte ihn nur Martin. Dieser Vorname wird auch hier verwendet. Während er zur Zeit seiner Eheschließung in der Schlachterstraße 47 in der Neustadt wohnte, lebte Helene Samuel damals am Grindelberg 10 gemeinsam mit ihrer Mutter, die am 1. August 1897 verstarb. Die Eheleute wohnten zunächst mehrere Jahre am Grindelberg 10a, anschließend in der Straße Rutschbahn 25 im Stadtteil Rotherbaum, danach in der Wrangelstraße 18 im Stadtteil Hoheluft-West.

Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor: Oswald, geboren am 8. April 1899, Erich Alexander, geboren am 17. Januar 1901, beide geboren Grindelberg 10a, sowie Thea Henriette Justine, geboren am 27. Juni 1905, und Vera, geboren am 1. Mai 1909, beide geboren in der Wrangelstraße 18.

Martin Heilbut verdiente den Lebensunterhalt für die Familie als Vertreter für Textilwaren. Diesen Beruf übte er mehre Jahrzehnte aus.

Im Adressbuch von Hamburg ist die Familie ab 1915 viele Jahre unter der Anschrift Bornstraße 4 zu finden. Dort wohnte sie in einer komfortablen 5 ½ Zimmer-Wohnung.

Helene Heilbut jedoch lebte seit 1923 nicht mehr in der gemeinsamen Wohnung, sondern befand sich in verschiedenen psychiatrischen Krankenanstalten. Auch die Kinder verließen die elterliche Wohnung in den 1920er Jahren. Nachdem Martin Heilbut seine Geschäftstätigkeit infolge der NS-Boykottmaßnahmen gegen jüdische Geschäfte und Einrichtungen im April 1933 erheblich einschränken musste, war er gezwungen, die Wohnung in der Bornstraße aufzugeben. Er zog in den Abendrothsweg 66 in Hoheluft-Ost als Untermieter zur Witwe S. Burchard. Von hier aus versuchte er, seinen Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten, bis er ihn gezwungenermaßen am 1. April 1938 völlig einstellte.

Ab dem 22. Mai 1939 musste Martin Heilbut in einer äußerst beengten Unterkunft in einem "Judenhaus" in der Straße Rutschbahn 25a Haus 2, 2. Stock, leben. Durch das "Reichsgesetz über die Mietverhältnisse mit Juden" vom 30. April 1939 war der Mieterschutz für Juden und ihre freie Wohnungswahl eingeschränkt worden. Jüdische Menschen wurden nun in "Judenhäusern" konzentriert, meist Gebäude ehemals jüdischer Eigentümer oder jüdischer Stiftungen wie die vier kleinen Häuser m Hinterhof der Rutschbahn 25, die der jüdischen Minkel Salomon David Kalker-Stiftung gehörten. Am 6. Dezember 1940 musste er in das Haus 3 des Wohnhauses Rutschbahn 25a umziehen.

Am 29. April 1941 schrieb er seiner in Palästina lebenden Tochter Vera auf einem Formular des Deutschen Roten Kreuzes, er sei im Begriff ins "Altenhaus" zu ziehen. Damit meinte er das jüdische Altenheim in der Sedanstraße 23, inzwischen ebenfalls ein "Judenhaus". Er schrieb weiter, Veras Bruder Oswald sei in Gurs/Pyrenäen interniert.

Am 16. Mai 1941 wechselte er in das Altenhaus. Dort erhielt er ein Jahr später den Deportationsbefehl. Er hatte sich in der Schule Schanzenstraße/Altonaerstraße einzufinden und wurde am 15. Juli 1942 zusammen mit 925 anderen jüdischen Menschen in das Getto Theresienstadt im "Protektorat Böhmen und Mähren", d.h. im von Deutschen besetzten Teil der Tschechoslowakei, deportiert.

Das "Altersgetto" Theresienstadt entpuppte sich für ihn wie viele andere als Durchgangslager in den Tod: Zwei Monate später, am 21. September 1942, ging von dort ein Transport von insgesamt 2002 Frauen und Männern in das Vernichtungslager Treblinka im besetzten Polen ab. In diesem Transport befand sich auch Martin Heilbut. Er wurde nach dem Krieg auf den 8. Mai 1945 für tot erklärt.

Helene Heilbut, Martin Heilbuts Ehefrau, litt seit den frühen 1920er Jahren unter Depressionen. Sie wurde am 7. Februar 1923 in der Staatskrankenanstalt Friedrichsberg aufgenommen und am 4. Juni 1924 in die Staatskrankenanstalt Langenhorn verlegt. Dort äußerte sie sich pessimistisch über ihr "verfehltes Leben" und klagte über zwei unglückliche geisteskranke Kinder. Damit meinte sie ihren Sohn Erich Alexander und wohl auch die Tochter Thea Henriette Justine.

Nach einem wenige Tage dauernden Aufenthalt im Versorgungsheim Hamburg wurde Helene Heilbut im Dezember 1929 in die Staatskrankenanstalt Langenhorn zurückgebracht und von dort Anfang 1930 wie viele der dortigen Patientinnen und Patienten in die Lübische Heilanstalt Strecknitz bei Lübeck verlegt. (Die Städte Hamburg und Lübeck hatten einen Vertrag geschlossen, auf dessen Grundlage mit Hilfe eines zinslosen Hamburger Darlehens insgesamt zusätzliche 400 Betten in Strecknitz errichtet werden sollten, die zu mindestens 75 % Hamburger Patienten vorbehalten blieben.)

Am 9. Mai 1936 wurde Helene Heilbut als "gebessert" in Pension zu einem Herrn Blumenthal in der Steinstraße 10 in Hamburg entlassen, der kurz darauf zusammen mit ihr in die Carolinenstraße 22 umzog. Im August 1938 wurde Helene Heilbut von einem Motorrad angefahren und erlitt Schädel-, Rippen- und Beinbrüche sowie eine Hirnblutung, an deren Folgen sie am 29. August 1938 im Israelitischen Krankenhaus starb.

Auch Erich Alexander Heilbut, das zweitälteste der vier Kinder von Martin und Helene Heilbut, befand sich seit 1923 in psychiatrischen Einrichtungen. Er war am 23. März 1923 in der Staatskrankenanstalt Friedrichsberg aufgenommen worden, veranlasst vom jüdischen Nervenarzt Ernst Kalmus: "Der 22jährige Erich Heilbut, Bornstraße 4 III leidet an schizophrenen Störungen und bedarf der Aufnahme auf der Nervenabteilung in Friedrichsberg. gez. Dr. Kalmus". (zu Ernst Kalmus siehe Nachtrag)

Martin Heilbut schilderte seinen Sohn Erich Alexander als sehr verträumt und schwärmerisch. Er habe Schauspieler werden wollen, sei auch sehr begabt gewesen und habe gut deklamieren können, diesen Wunsch aber wegen eines Rachenkatarrhs aufgeben müssen. Erich Alexander habe viel in Künstler- und Wissenschaftlerkreisen verkehrt. Sein inhaltlicher Schwerpunkt sei die Theosophie gewesen. (Theosophie – "Gottesweisheit – ist eine religiös-weltanschauliche Richtung, die in meditativer Berührung mit Gott den Weltenbau und den Sinn des Weltgeschehens erkennen will.) Er habe viel gelesen und Gedichte verfasst.

Seit Spätherbst 1922 habe Erich Alexander sich stark verändert. Er sei nicht mehr fähig gewesen, sich zu konzentrieren, mochte sich nicht anziehen, habe stundenlang herumgesessen und wenig gesprochen. Häufig habe er sich über den Kopf gestrichen. Er habe nicht auf sein Äußeres geachtet und sich manchmal beim Essen beschmutzt. Bei manuellen Tätigkeiten habe er sich ungeschickt angestellt. Sein Verhältnis zu seiner Mutter sei eng gewesen. Er sei deren Liebling gewesen, weil er so sanftmütig und ruhig hätte sein können. Nur selten habe er jähzornig reagiert.

Erich Alexander Heilbut selbst berichtete, er habe eine normale Kindheit erlebt und nach dem Besuch der Oberrealschule das Abitur bestanden. Die Schule sei ihm unnatürlich vorgekommen, "die Kameraden mit all ihren Witzen und all ihr Kram". Mathematik und Naturwissenschaften hätten ihm mehr als Sprachen gelegen. Nach der Schule sei er in eine Buchhandlung eingetreten, habe sich aber nicht mit dem Chef vertragen. "Das war so ein alter, praktischer Herr und ich war so verträumt." Erich Alexander erhielt von drei Schauspielern Unterricht, litt aber wiederholt an Kehlkopfkatarrh, so dass er die Schauspielerei aufgeben musste.

Nun arbeitete er für etwa zwei Jahre in der Buchhandlung des Kaufhauses Tietz, blieb aber eines Tages mit der Begründung fern, der Frau eines Freundes helfen zu müssen. Daraufhin wurde ihm gekündigt. Es schloss sich eine kurze Arbeitsphase in der Buchhandlung Max Löwenberg im Kaufmannshaus in der Bleichenbrücke 10 an. Erich Alexander Heilbut empfand selbst, dass er alles "falsch mache".

Neben seinen psychischen Problemen litt Erich Alexander Heilbut auch unter starkem Übergewicht. Er wog bei seiner Aufnahme in Friedrichsberg 121 kg. Ein Jahr später hatte er zwar elf Kilogramm abgenommen, überschritt das Normalgewicht aber immer noch erheblich. Seinem Wunsch entsprechend, am liebsten leichte Gartenarbeit zu verrichten, arbeitete Erich Alexander in Friedrichsberg "zeitweise in der Kolonne" (gemeint sind Gruppenarbeiten z.B. in den Gärten).

Fünf Jahre später, am 14. Juni 1928, endete Erich Alexanders Aufenthalt in Friedrichsberg. Er wurde zunächst in die Staatskrankenanstalt Langenhorn und am 30. Oktober 1930 in die Lübische Heilanstalt Strecknitz überführt, wo er bis September 1940 lebte. Ob er in der Zeit, die auch seine Mutter dort als Patientin verbrachte, Kontakt zu ihr hatte, ist nicht überliefert. Nach ihrer Entlassung 1936 erkundigte sich Helene Heilbut oft bei der Anstaltsleitung nach dem Befinden ihres Sohnes. Sie legte immer Briefmarken im Wert von einer Mark bei und bat, davon für Erich Alexander Kuchen zu kaufen. Nach ihrem Tod am 29. August 1938 kümmerte sich Erich Alexanders Vater, Martin Heilbut, insbesondere vor Geburtstagen um ihn. Er bat auch um Urlaub für seinen Sohn, jedoch ohne Erfolg.

Im Frühjahr/Sommer 1940 plante die "Euthanasie"-Zentrale in Berlin, Tiergartenstraße 4, eine Sonderaktion gegen Juden in öffentlichen und privaten Heil- und Pflegeanstalten. Sie ließ die in den Anstalten lebenden jüdischen Menschen erfassen und in sogenannten Sammelanstalten zusammenziehen. Die Heil- und Pflegeanstalt Hamburg-Langenhorn, wie die Anstalt seit 1938 hieß, wurde zur norddeutschen Sammelanstalt bestimmt. Alle Einrichtungen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg wurden angewiesen, die in ihren Anstalten lebenden Jüdinnen und Juden bis zum 18. September 1940 dorthin zu verlegen.

Erich Alexander Heilbut traf am 16. September 1940 in Langenhorn ein. Am 23. September 1940 wurde er mit weiteren 135 Patientinnen und Patienten aus norddeutschen Anstalten nach Brandenburg an der Havel transportiert. Der Transport erreichte die märkische Stadt noch an demselben Tag. In dem zur Gasmordanstalt umgebauten Teil des ehemaligen Zuchthauses trieb das Personal die Menschen umgehend in die Gaskammer und tötete sie mit Kohlenmonoxyd. (Nur eine Patientin, Ilse Herta Zachmann, entkam diesem Schicksal zunächst. Siehe dort www.stolpersteine-hamburg.de).

Es ist nicht bekannt, ob und ggf. wann Angehörige Kenntnis von Erich Alexander Heilbuts Tod erhielten. In allen damaligen Mitteilungen wurde behauptet, dass der oder die Betroffene in einer Anstalt in Chelm (polnisch) oder Cholm (deutsch) verstorben sei. Auf dem Geburtsregistereintrag von Erich Alexander Heilbut findet sich eine Notiz, dass er am 2. Februar 1941 verstorben sei und das Standesamt Chelm II seinen Tod unter der Nummer 421/1941 registriert habe. Die in Brandenburg Ermordeten waren jedoch nie in Chelm oder Cholm, einer Stadt nordöstlich von Lublin. Die dort früher existierende polnische Heilanstalt bestand nicht mehr, nachdem SS-Einheiten am 12. Januar 1940 fast alle Patienten ermordet hatten. Auch existierte dort kein deutsches Standesamt. Dessen Erfindung und die Verwendung späterer als der tatsächlichen Sterbedaten dienten dazu, die Mordaktion zu verschleiern und zugleich für entsprechend längere Zeit Verpflegungskosten von den jüdischen Verwandten bzw. den jüdischen Gemeinden einfordern zu können.

Auch Thea Henriette Justine Heilbut, Erich Alexanders Schwester, hatte die elterliche Wohnung in der Bornstraße im Jahre 1926 verlassen. Laut Kultussteuerkarteikarte der Jüdischen Gemeinde Hamburgs war sie mit unbekanntem Ziel fortgezogen. Aus einer kurzen Notiz in Helene Heilbuts Krankenakte ergibt sich jedoch, dass Thea Heilbut in der Staatskrankenanstalt Langenhorn aufgenommen worden war. Ob sie direkt oder, wie in vielen anderen Fällen, dort eingewiesen wurde, nachdem sie vorher in der Staatskrankenanstalt Friedrichsberg gewesen war, wissen wir nicht.

Am 30. Oktober 1930 wurde Thea Heilbut mit demselben Transport wie ihr Bruder Erich Alexander nach Lübeck-Strecknitz verlegt. Dort starb sie am 21. Juni 1934.

Oswald Heilbut, das älteste Kind von Martin und Helene Heilbut, arbeitete als Buchhändler. Auch er verließ die elterliche Wohnung in der Bornstraße 4 im Jahre 1926. Er heiratete 1928 in Stuttgart die 1907 in Ostpreußen geborene nichtjüdische Hilfsarbeiterin Helene Kühn. Die Ehe wurde im Februar 1932 geschieden.

1934 emigrierte Oswald Heilbut nach Paris. Er muss aber nach Deutschland zurückgekehrt sein, denn er gehörte zu den 6.500 Jüdinnen und Juden, die im Rahmen einer der frühen Deportationen aus Deutschland, der nach den zuständigen NSDAP-Gauleitern genannten "Wagner-Bürckel-Aktion" am 22. Oktober 1940 von Baden und der Saarpfalz nach Frankreich verschleppt und im Camp de Gurs, nordöstlich der Pyrenäen, gefangen gehalten wurden. (Perspektivisch sollten nach den damaligen Planungen der Nationalsozialisten die Juden später weiter nach Madagaskar verschleppt werden. Der Kriegsverlauf zerschlug diese vagen Pläne jedoch).

Ca. 2000 der aus Mannheim (2335), Heidelberg (1380), Karlsruhe (900), Baden-Baden (106), Freiburg (450) und Konstanz (110) abtransportierten Menschen starben im Internierungslager Gurs, unter ihnen Oswald Heilbut am 1. November 1941.

Vera Henriette Justine Heilbut, das jüngste der Kinder, erlernte den Beruf einer Gärtnerin. Sie wandte sich 1932 nach Ludwigshorst/Deutsch Krone (heute Polen, Woiwodschaft Westpommern), emigrierte im August 1933 nach Palästina und lebte dort im Kibbuz Giv’at Brenner bei Rechovot südlich von Tel Aviv.

Nachtrag:
Der jüdische Arzt Ernst Kalmus, geboren am 1. Januar 1874 in Berlin, arbeitete als niedergelassener Nervenarzt in der Hamburger Neustadt. Nach einer Denunziation durch eine Patientin Im April 1933 wurde er verhaftet und der Steuerhinterziehung, kommunistischer Haltung und sexueller Belästigung beschuldigt. Nach 16 Tagen in Einzelhaft konnte er nach Böhmen fliehen und emigrierte von dort nach Palästina/Israel. Er starb 1959 im Kibbuz Jawne.

Stand: April 2022
© Ingo Wille

Quellen: 1; 4; 5; 7; 9; AB; StaH 133-1 III Staatsarchiv III, 3171-2/4 U.A. 4, Liste psychisch kranker jüdischer Patienten der psychiatrischen Anstalt Langenhorn, die aufgrund nationalsozialistischer "Euthanasie"-Maßnahmen ermordet wurden, zusammengestellt von Peter von Rönn, Hamburg (Projektgruppe zur Erforschung des Schicksals psychisch Kranker in Langenhorn); 314-15 Oberfinanzpräsident FVg 3057 Vera Heilbut; 332-5 Standesämter 8589 Heiratsregistereintrag Nr. 95/1898 Michel und Helena Heilbut, 1089 Sterberegistereintrag Nr. 316/1938 Helene Heilbut, 13613 Geburtsurkunde Nr. 183/1901 Erich Alexander Heilbut; 351-11 Amt für Wiedergutmachung Nr. 33971 Vera Heilbut; 352-8/7 Staatskrankenanstalt Langenhorn Abl. 1/1995 Aufnahme-/Abgangsbuch Langenhorn 26.8.39 bis 27.1.1941, Abl. 1995/2 Nr. 15064 Helene Heilbut, Nr. 17474 Erich Alexander Heilbut; UKE/IGEM, Patienten-Karteikarte Erich Alexander Heilbut der Staatskrankenanstalt Friedrichsberg; UKE/IGEM, Patientenakte Erich Alexander Heilbut der Staatskrankenanstalt Friedrichsberg; IMGWF Lübeck, Patientenakten über Thea Heilbut und Erich Alexander Heilbut der Heilanstalt Lübeck-Strecknitz; JSHD Forschungsgruppe "Juden in Schleswig-Holstein", Datenpool Erich Koch, Schleswig. Das Theresienstädter Gedenkbuch. Die Opfer der Judentransporte aus Deutschland nach Theresienstadt 1942-1945/ Institut Theresienstädter Initiative, S. 394. Delius, Ende von Strecknitz. Die Lübecker Heilanstalt und ihre Auflösung 1941, Kiel 1988, S. 28 f. Anna von Viellez, Mit aller Kraft verdrängt. Entrechtung und Verfolgung "nicht arischer" Ärzte in Hamburg 1993 bis 1945, Hamburg 2009, S. 314. Fremdwörterduden 1997 (Theosophie). Telefonische Auskunft von Cornelius Borck, Institut für Medizinische Geschichte und Wissenschaftsforschung der Universietät Lübeck, Lübeck am 5.3.2022 zu Thea Heilbut. https://de.wikipedia.org/wiki/Camp_de_Gurs#Deutschland, Zugriff am 27.4.2016; http://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/14385-michael-heilbut, Zugriff am 28.4.2016.
Zur Nummerierung häufig genutzter Quellen siehe Link "Recherche und Quellen".

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