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Henny Andrade (links) mit ihrer Schwester Toni Neufeld und ihrem Bruder Ernst Katzenstein.
© Privatbesitz

Henny Andrade (geborene Katzenstein) * 1875

Stellinger Weg 11 (Eimsbüttel, Eimsbüttel)


HIER WOHNTE
HENNY ANDRADE
GEB. KATZENSTEIN
JG. 1875
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
ERMORDET 17.9.1943

Henny Andrade, geb. Katzenstein, geb. am 13.10.1875 in Harburg, deportiert am 19.7.1942 nach Theresienstadt, dort gestorben am 17.9.1943

Stellinger Weg 11

Henny Andrade, die Tochter von Jacob und und Friederike (geb. Freudenthal) Katzenstein, war zum Zeitpunkt ihrer Deportation nach Theresienstadt verwitwet. Sie bezog – zumindest 1941 – Wohlfahrtsmittel der Jüdischen Gemeinde und lebte vor der Deportation im "Haus b" in der Schlachterstraße 47, einem "Judenhaus". Henny Andrade war eine von 801 (oder 771) Jüdinnen und Juden, die mit dem Transport VI/2 nach Theresienstadt deportiert wurden. Ihre Tochter Flora überlebte den Holocaust, sie hinterlegte 1981 ein Gedenkblatt in der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem. Dort gab sie an, der Name des verstorbenen Ehemannes sei Joseph Andrade gewesen. Tatsächlich wurde ein Mann dieses Namens, der ebenfalls in der Schlachterstraße (in einer anderen Wohnung) gelebt hatte, mit demselben Trans­port nach Theresienstadt gebracht, wo er am 22. August 1942 verstarb.

© Jonas Stier

Quellen: 1; 5; Beate Meyer, Verfolgung, S. 51; Yad Vashem, Testimony.

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