Ausstellung NS-Raubgut (15.5. – 1.7.)
"Im Ganzen sehr erwünscht …"
NS-Raubgut in der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Das NS-Regime entzog in den Jahren 1933 – 1945 Bürgern und Organisationen aus unterschiedlichen Gründen die Lebensgrundlage. Sie verloren ihr Vermögen durch Beschlagnahmungen, Zwangsverkäufe oder auf andere Weise, weil ihre Rasse, ihre politische Meinung, ihre Religion oder ihre Weltanschauung durch die Nationalsozialisten verfolgt wurden. Zu diesen verlorenen Vermögen zählten auch Bücher, die den Bibliotheken von der Geheimen Staatspolizei oder der Reichstauschstelle in Berlin zugewiesen oder "überlassen" wurden. Auch haben Bibliotheken über den Antiquariatshandel sowie staatliche Auktionen solches Raubgut günstig erworben. In den Zugangsbüchern wurde dieses NS-Raubgut als "Geschenk", als "Alter Bestand" oder normaler Kauf verbucht. Viele dieser Zugänge liegen noch unerkannt in den Magazinen der Bibliotheken.
Die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky sieht es als ihre Verpflichtung an, diese bedenklichen Zugänge aufzufinden, zu dokumentieren, zu kennzeichnen und möglichst den Eigentümern bzw. deren Erben zurückzugeben. Die aktuellen Ergebnisse dieser Nachforschungen werden nun in einer Ausstellung präsentiert.
Ort: Ausstellungsraum, Erdgeschoss. Dauer: 15.5. – 1.7.2012.
Eröffnung der Ausstellung am Dienstag, den 15. Mai 2012, um 18 Uhr
Programm
Begrüßung: Prof. Dr. Gabriele Beger
Direktorin der Staats- und Universitätsbibliothek
Vortrag: "Sammeln für die Endlösung. Bibliotheksarbeit zwischen Zerstörung und Bewahrung"
Dr. Jürgen Babendreier
Musik: es spielen Schüler des Gymnasium Kaiser-Friedrich-Ufer Hamburg
Übergabe des Buches von Emil Netter an dessen Großnichte
Musik
Durch die Veranstaltung führt Maria Kesting, Projektleiterin.
NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut in der Stabi


