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Johann Stempczynska * 1944
Kurt-A.-Körber-Chaussee 9 (Bergedorf, Bergedorf)
ZWANGSARBEITSLAGER KAMPCHAUSSEE
DEUTSCHE KAP-ASBEST-WERKE
1943 – 1945
56 KINDER VON POLNISCHEN ZWANGSARBEITERINNEN
VERNACHLÄSSIGT – UNTERERNÄHRT - ERMORDET
JOHANN
STEMPCZYNSKA
GEB. 21.3.1944
TOT 17.10.1944
further stumbling stones in Kurt-A.-Körber-Chaussee 9:
Richard Bafoll, Leo Georg Bartyzel, Jerzy Antoni Biernat, Ursula Caban, Eugenius Chrusciel, Zokistaco Domanska, Josef Dudek, Mirek Dziziong, Sophia Galeza, Wieslawa Grat, Wieslawa Gromczyk, Georg Gubanska, Richard Jedrzejczak, Alfrede Jonczyk, Kristine Kaicher, Barbara Karpinska, Marzel Keyl, Julius Dadewach Kinjora, Genovefa Klesczynska, Jan Kluba, Karol Kowalczyk, Henrik Krolikowska, Richard Kuzniarek, Therese Lebjoda, Waldemar Czeslaw Lekowski, Wlodzimierz Lipka, Julia Januta Lucik, Wladislaw Maciejczyk, Edward Stanislaw Malecka, Waldemar Masur, Veronika Michalczak, Leszek Moldysz, Jadwiga Nykel, Boleslaw Georg Olszewska, Czeslaw Olszewska, Irene Olzewska, Iwan Paliwoda, Stanislaw Polak, Johannes Puc, Robert Radwan, Iworna Saganowska, Peter Siczek, Wieslaw Staszak, Ryszard Telenga, Krystyna Tesarczyk, Juruch Turczyn, Irene Tylczak, André Wasiak, Danuscha Wezyk, Sofie Wietrak
Johann Stempczynska, geb. am 21.3.1944 in Hamburg, verstorben am 17.10.1944 in Hamburg
Kurt-A.-Körber-Chaussee 9 (Bergedorf)
ehemals Lager Kampchaussee 9/11, Deutsche Kap-Asbest-Werke AG
Johann Stempczynska kam am 21. März 1944 in Hamburg zur Welt. Seine Mutter Irena Stempczynska, geb. am 15.3.1921 in Grabow, war katholischen Glaubens und ledig. Aus ihrer Heimat Grabow/Polen verschleppt, kam sie zunächst nach Hamburg-Altona und musste seit dem 18. Juni 1942 für die Arbeitsgemeinschaft Eisen und Metall Zwangsarbeit leisten. Sie war im Lager Palmaille 27 untergebracht. Am 13. August 1942 erfolgte für sie die Verlegung in das Lager Schützenstraße 38, zur Zwangsarbeit für die Kühne-Wartenberg KG, Essig- und Senffabrik.
Im folgenden Jahr wurde sie schwanger und kam am 9. Dezember 1943 nach Hamburg-Bergedorf in das Lager Kampchaussee 9 (heute Kurt-A.-Körber-Chaussee), als Zwangsarbeiterin für die Deutsche Kap-Asbest-Werke AG.
Einen Tag vor der Geburt ihres Kindes wurde Irena Stempczynska in der Frauenklinik Finkenau, Hamburg-Uhlenhorst, aufgenommen. Acht Tage nach der Entbindung kam sie mit ihrem Sohn Johann am 29. März 1944 zurück in das Lager Kampchaussee. Dort musste Johann die kurze Zeit seines Lebens verbringen. Die Ernährungs- und Lebensbedingungen waren für ihn völlig unzureichend.
Am 17. Oktober 1944 verstarb Johann im Allgemeinen Krankenhaus Hamburg-Bergedorf um 21:30 Uhr. In der Todesanzeige des Krankenhauses ist ohne Angabe eines Arztes als Todesursache "Pneumonie" (Lungenentzündung) angegeben.
Johann wurde 6 Monate, 4 Wochen und 2 Tage alt.
Eine Woche nach seinem Tod wurde er am 24. Oktober 1944 auf dem Neuen Friedhof Bergedorf beigesetzt, Grablage: Abteilung 38, Nr. 499.
© Margot Löhr
Quellen: Standesamt Hamburg 6, Geburtsregister 541/1944 Johann Stempczynska; StaH 332-5 Standesämter, Sterberegister 10510 u. 526/1944 Johann Stempczynska; StaH 332-5 Sterbefallsammelakten, 64302 u. 526/1944 Johann Stempczynska; StaH 332-8, A 48 Alphabetische Meldekartei der Ausländer 1939–1945, 741-4 Fotoarchiv, K 4601; StaH 332-8 Meldewesen, Hausmeldekartei, 741-4 Fotoarchiv, K 2391 Palmaille 27; ITS Archives, Bad Arolsen, Copy of Krankenhausliste Frauenklinik Finkenau 2.1.2.1 / 70646042, Doc. 70641850, 70643782; http://www.straty.pl/index.php/en/szukaj-w-bazie, eingesehen 10.7.2017; http://www.zwangsarbeit-in-hamburg.de, eingesehen 17.2.2016.

