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Marianne Melhausen * 1864
Großneumarkt 38 (vorm. Schlachterstraße) (Hamburg-Mitte, Neustadt)
HIER WOHNTE
MARIANNE MELHAUSEN
JG. 1864
DEPORTIERT 1942
THERESIENSTADT
1942 TREBLINKA
ERMORDET
further stumbling stones in Großneumarkt 38 (vorm. Schlachterstraße):
Hanna Aghitstein, Julie Baruch, Ludwig Louis Baruch, Helene Biskupitzer, Julius Blogg, Rebecca Blogg, Kurt Cossmann, Mathilde Cossmann, Frieda Dannenberg, Jenny Falck, Rosalie Falck, Leopold Falck, Alice Graff, Leopold Graff, Flora Halberstadt, Elsa Hamburger, Herbert Hamburger, Louis Hecker, Max Hecker, Marianne Minna Hecker, Lea Heymann, Alfred Heymann, Wilma Heymann, Paul Heymann, Alice Rosa Holländer, Gustav Holstein, Johanna Holstein, Ferdinand Justus, Ida Justus, Hannelore Justus, Jettchen Kahn, Adolf Kahn, Curt Koppel, Johanna Koppel, Bernhard Leiserowitz, Gertrud Leiserowitz, Hannchen Liepmann, Henriette Liepmann, Bernhard Liepmann, Heinz Lippmann, Johanna Löwe, Robert Löwenthal, Minna Meierstein, Martin Moses, Julius Pilatus, David Pollak, Adolf Julius Posner, Ida Prager, Anna Prager, Siegmund Rittlewski
Marianne Melhausen, geb. 9.4.1864 in Hamburg, deportiert 19.7.1942 nach Theresienstadt, weiterdeportiert am 26.9.1942 ins Vernichtungslager Treblinka
Großneumarkt 38 (Schlachterstraße 40/42)
Die Eltern von Marianne Melhausen hatten am 23. Juni 1861 geheiratet, drei Jahre bevor die Tochter in Hamburg geboren wurde. Der Vater Joseph Jacob Melhausen war Kaufmann mit einem Lager für Regen-, Pferde- und Geschirrdecken in der 2. Elbstraße 10 (heute Neanderstraße), wo schon die Großeltern Jacob Joseph Melhausen und Fanny/Rike, geb. Meyer, eine Mobilienhandlung und ein Betten- und Kleidergeschäft betrieben.
Marianne Melhausen war 1883 mit ihren Eltern in die Dammtorstraße 34 gezogen. Zwei Jahre später wechselten sie ins jüdische Marcus-Nordheim-Stift, Schlachterstraße 40/42, Haus 5. Der Vater verstarb am 7. Februar 1898 im Alter von 62 Jahren, die Mutter Rike Melhausen, geb. Meyer (geb. 9.12.1831), im hohen Alter von 91 Jahren am 15. Juli 1923. Ihre Gräber befinden sich auf dem Jüdischen Friedhof Ilandkoppel in Ohlsdorf.
Marianne Melhausen blieb unverheiratet. Ob sie eine Berufsausbildung erhielt und wovon sie lebte, ist unbekannt. Sie war schon im Rentenalter, als sie Wohlfahrtsunterstützung beantragte und angab, sie habe keine näheren Verwandten mehr. In ihrem Haushalt lebte ein großer Hund, den sie sich nach dem zweiten Einbruch in ihre Wohnung angeschafft hatte. Im Alter von 76 Jahren wurde Marianne Melhausen am 19. Juli 1942 nach Theresienstadt deportiert. Nur drei Monate später, am 26. September 1942, wurde sie weiterdeportiert und im Vernichtungslager Treblinka ermordet.
Marianne hatte eine ältere Schwester, Martha (geb. 23.5.1862), die am 12. September 1881 den Musiker Adolf Salomon (geb. 18.5.1859 in Hamburg, gest. 13.11.1938 im KZ Buchenwald) geheiratet hatte und 1928 in Bad Pyrmont verstarb. Das Ehepaar hatte den Sohn Siegmund (geb. 13.11.1882), der mit seiner zweiten Frau Else Magdalena, geb. Paul, in der Grindelallee 21 wohnte. Er starb am 30. November 1943 an einer Lungenembolie im Israelitischen Krankenhaus.
Der jüngere Bruder Michael Melhausen (geb. 13.11.1868, gest. 18.12.1927) hatte am 12. November 1896 Betty Abraham (geb. 18.2.1868, gest. 23.11.1931) geheiratet. Das Ehepaar wohnte später in der Grindelallee 21a. Ihre beiden Kinder; Tochter Wally (geb. 11.11.1897, gest. 13.1.1975 in New Jersey), verheiratete Caspari und Sohn John Melhausen (geb. 4.3.1899) gelang die Emigration.
© Susanne Rosendahl
Quellen: 1; 3; 4; StaH 351-14 Arbeits- und Sozialfürsorge 1574 (Melhausen, Marianne); StaH 332-5 Standesämter 2628 u 962/1881; StaH 332-5 Standesämter 2628 u 962/1891; StaH 332-5 Standesämter 2870 u 1201/1896; StaH 332-5 Standesämter 6301 u 3322/1897; StaH 332-5 Standesämter 430 u 201/1898; StaH 332-5 Standesämter 868 u 466/1923; StaH 332-5 Standesämter 926 u 498/1927; StaH 332-5 Standesämter 981 u 523/1931; StaH 332-5 Standesämter 8186 u 826/1943; StaH 314-15_FVg 6104; StaH 522-1 Jüdische Gemeinde Nr. 992 e 2 Band 5; http://totenbuch.buchenwald.de/names/details/person/428/ref/recherche (Zugriff 10.4.2014).
Zur Nummerierung häufig genutzter Quellen siehe Link "Recherche und Quellen".

