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Bruno Nathan * 1887

Saling 20 / 22 (Hamburg-Mitte, Hamm)

1940 Gurs
1943 Auschwitz
ermordet

Weitere Stolpersteine in Saling 20 / 22:
Lina Nathan

Bruno Nathan, geb. 17.7.1887, deportiert am 17.12.1943 nach Auschwitz
Lina Nathan, geb. Kahn, geb. 19.7.1894, deportiert am 11.9.1942 nach Auschwitz

Lücke zwischen Saling 20 und 22 (Ellernbusch 1)

Bruno Nathan, geb. 17.7.1887, stammte aus Rostock, seine Frau Lina aus Diersburg/Baden. Von mindestens 1925 bis 1935 waren sie Mitglieder der Hamburger Jüdischen Gemeinde und lebten in Hamm. Bruno Nathan arbeitete als Feinmechaniker mit einem geringen Einkommen, was sich nicht erhöhte, als er sich als später Auktionator betätigte. Die Ehe blieb kinderlos. Am 20. Mai 1935 zogen Bruno Nathan und seine Frau Lina Nathan nach Diersburg, wo sie am 19.7.1894 als Lina Kahn zur Welt gekommen war.

Am 22. Oktober 1940 wurde das Ehepaar Nathan in das Internierungslager Gurs in Süd-
frankreich eingewiesen. Damit gehörten sie zu den Allerersten von 7500, die nach der Kapitulation Frankreichs vor allem aus Baden und Pfalz dorthin deportiert wurden. Lina Nathan wurde am 11. September 1942 nach Auschwitz geschickt. Bruno Nathan gehörte zu den Letzten, die Gurs am 17. Dezember 1943 mit Ziel KZ Auschwitz verließen.

© Hildegard Thevs

Quellen: 1; 4; 5; StaH, 522-1, Jüdische Gemeinden, o. Sign. Mitgliederzählung der DIGH 1928; 390 Wählerverzeichnis 1930; 391 Mitgliederliste 1935; Enzyklopädie des Holocaust. Die Verfolgung und Ermordung europäischer Juden. München 1989, Band 1, S. 585.
Zur Nummerierung häufig genutzter Quellen siehe Link "Recherche und Quellen".

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