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Moritz Magnus * 1867
Oberstraße 62 (Eimsbüttel, Harvestehude)
HIER WOHNTE
MORITZ MAGNUS
JG. 1867
DEPORTIERT 1943
THERESIENSTADT
ERMORDET 5.4.1944
Moritz Magnus, geb. 11.8.1867 in Hamburg, deportiert 23.6.1943 nach Theresienstadt, dort gestorben am 5.4.1944
Oberstraße 62 (Harvestehude)
Moritz Magnus wurde 1867 in der Mühlenstraße 14 in der Hamburger Neustadt geboren, die in der Nähe der Hauptkirche St. Michaelis und der Windmühle auf dem Mühlenberg lag. Seine jüdischen Eltern waren der Zigarrenfabrikant Jacob Samuel Magnus (geb. 10.7.1832 in Hamburg) und die Viehhändler-Tochter Auguste Magnus, geb. Lichtenstein (geb. 25.6.1837 in Altona), die im Mai 1862 in Hamburg in der Israelitischen Gemeinde geheiratet hatten. 1874 zogen Familie und Firma in die nahegelegene Straße (Bei den) Hütten 64 (Neustadt) um. Jacob Samuel Magnus (1832-1903) hatte das kleine Haus erworben, das aus Erdgeschoss und vermutlich ausgebautem Dach bestand, der Keller wurde an Handeltreibende vermietet. Der Vater besaß seit 1871 das Hamburger Bürgerrecht.
Moritz hatte drei Brüder: Martin (1865-1931), Emil (1873-1938) und Gustav (geb. 1878). Weitere Geschwister sind nicht bekannt.
Martin, Moritz, Emil und Gustav besuchten zehn Jahre eine Realschule bis zum sogenannten "Einjährigen-Examen", mit dem ein verkürzter einjähriger Militärdienst möglich war. Wo die Brüder ihre kaufmännische Ausbildung absolvierten und anschließend als "Kommis" arbeiteten, ist uns nicht bekannt. Für alle Brüder war laut Musterungsbogen das Infanterie-Regiment 76 in Hamburg vorgesehen. Moritz Magnus wurde bei seiner ersten Musterung 1887 vom Militärdienst zurückgestellt und 1889 gleich der Armeereserve "Landsturm I mit Waffe" zugeteilt. Die Gründe für die Ausmusterung sind dem Musterungsbogen nicht zu entnehmen. Am Ersten Weltkrieg nahm er nicht teil.
Moritz Magnus gründete 1891 die Firma Moritz Magnus junior für "Kriegs-, Jagd-, Handelswaffen und Artillerie-Material", die zuerst in der Admiralitätsstraße 1 (1892-1897), Kaiser-Wilhelm-Straße 46 (1898), Große Bleichen 9 (1899-1903) und Große Bleichen 16/18 (1904-1909) und später in der Ferdinandstraße 41 (1909-1912), Glockengießerwall 16 (1912-1918), Oberstraße 62 im Haus von Moritz Magnus (1919), Agnesstraße 36 im Haus von Martin Magnus (1920-1921) und der Düsternstraße 46-50 (1922-1939) ihren Sitz hatte. Munition lagerte die Firma seit 1910 in einem Magazin im Grasweg 60 in Winterhude. Die Immobilie Düsternstraße 46-50/Neustadt hatte Moritz Magnus 1921 von der Witwe Berta Flörsheim (Haus- u. Küchengeräte Flörsheim & Sohn) gekauft und die oberen vier Geschosse vermietet. Von April 1917 bis März 1919 hatte Firma Moritz Magnus junr. auch eine Zweigniederlassung in Döbeln/ Sachsen (Chemnitzerstraße 9). Die internationale Waffengroßhandlung belieferte als Exporteur Unternehmen in europäischen Großstädten, aber auch bis nach Australien, Japan, Südamerika und in die Karibik. In Haiti kaufte die Firma 1907 alte Kanonenbronze über einen Firmenvertreter ein. In Lüttich/Belgien besaß sie um 1907 bei einem Spediteur ein Waffendepot, in dem zeitweilig auch holländische Gewehre lagerten. Im Ersten Weltkrieg wurden bei Firma Magnus vom deutschen Militär rund 100.000 Patronen amerikanischer Peabody-Gewehre, 7.600 Mannlicher Patronen und 825 Spencer Repetier Karabiner für die deutschen Heeresbestände eingezogen und erstattet. Während des irischen Unabhängigkeitskrieges (1919-1921) lieferte die Firma Waffen an die Irisch-Republikanische Armee.
Die Aufgaben in der Firma waren verteilt, so übernahm Martin Magnus den Bereich der Besuche bei den Geschäftspartnern. Die Anzahl der ausgestellten Reisepässe sowie teilweise auch die Reiseziele belegen dies: 1895/96 nach Schweden, Norwegen und Russland, 1907/08 nach Amerika sowie 1916 nach Lüttich in das von Deutschland besetzte Belgien. Für die Reise nach Lüttich stellte ihm die Handelskammer Hamburg ein Schreiben aus, das auch bei der Erstellung des Passes im Reisepassprotokoll vermerkt wurde. Im August 1915 wurde Firma Moritz Magnus in die neu gebildete Hamburger Abschätzungskommission für Waffen berufen.
Von 1900 bis 1912 war der Bruder Emil Magnus sein Teilhaber, von 1912 bis 1931 war es sein Bruder Martin Magnus, der bereits seit 1894 Prokura besaß, und ab 1933 sein Schwiegersohn Otto Hammerschlag (geb. 13.9.1900 in Duderstadt bei Göttingen). Die Schwägerin Emilie Magnus, geb. Nathan (geb. 7.9.1871 in Rendsburg) erhielt nach dem Tod ihres Mannes Martin 1931 monatliche Zuwendungen aus dem Vermögen der Firma. Die Brüder und Geschäftspartner Moritz und Martin Magnus hatten vier Wochen vor dem Tod von Martin Magnus eine Vereinbarung aufgesetzt, die die Vergütung der Witwe und das Recht der Erben regelte, in die Firma als Teilhaber einzusteigen. Die Produktpalette hatte sich etwas geändert: "in der letzten Zeit wurden auch allgemeine Exportartikel gehandelt," schrieb die Devisenstelle des Oberfinanzpräsidenten 1938 bei einer Firmenprüfung. Zu diesem Zeitpunkt waren im Unternehmen noch fünf Angestellte beschäftigt.
1894 erwarb Moritz Magnus zeitgleich mit seinem zwei Jahre älteren Bruder Martin Magnus das Hamburger Bürgerrecht gegen Zahlung eines Bürgergeldes. Vermutlich war es eher das Prestige als das Wahlrecht zur Bürgerschaft, was beide interessierte. Auch an der Börse erhöhte der Besitz des Bürgerrechts die Reputation des Kaufmanns.
Der 30jährige Moritz Magnus heiratete im Januar 1898 in Hannover Elsbeth "Else" Helene Gompertz (geb. 1875 in Hannover), Tochter des jüdischen Knopffabrikanten Leopold Gompertz (1843-1905) und Bertha Gompertz, geb. Heinemann (1856-1938). Die Schwiegereltern wohnten in Hannover in der Königstraße 11 (1889-1905) und wurden später auf dem jüdischen Friedhof in Hannover An der Strangriede beerdigt.
Über seine Schwägerin Hedwig Wolfers, geb. Gompertz (1877-1927), bestand der Kontakt zu Kaufmann Julius Wolfers (geb. 20.8.1870 in Minden, Sohn von Wilhelm Wolfers). Die Eheleute Wolfers hatten 1903 in Hannover geheiratet und lebten von 1904 bis 1906 nur wenige Gehminuten von Moritz Magnus und seiner Familie entfernt in der Klosterallee 80; 1909 zogen sie für einige Jahre nach Bergedorf, südöstlich von Hamburg. Julius Wolfers betrieb seit 1905 eine eigene Exportagentur, seit 1908 besaß er das Hamburgische Bürgerrecht. Er starb am 1. Dezember 1939 in der Emigration in Amsterdam in der Uiterwaardenstraat 82 a.
Moritz und Elsbeth Magnus bekamen drei Kinder: Hans Manfred (1898-1964), Charlotte "Lotte" (1902-1965) und Herta (1907-1944/45).
Die Eltern waren sich wohl bewusst, welchen Einfluss die Schulbildung auf die späteren Lebensperspektiven der Kinder haben konnte. Die Auswahl der Schulen verdeutlicht dies; Sohn Hans Magnus besuchte die Oberrealschule Eppendorf von 1907 bis 1916, wo er nach dem Krieg 1919 die Abiturprüfung ablegte. Er studierte Medizin an den Universitäten Hamburg, München und Heidelberg. An der Universität Heidelberg studierte auch seine Cousine Erna Magnus (1896-1984) Nationalökonomie.
Tochter Charlotte besuchte bis 1920 das renommierte Lyzeum von Dr. Jakob Loewenberg in der Johnsallee 33 (Rotherbaum) und danach ein Jahr eine private Handelsschule, um Buchführung, Stenografie und Schreibmaschineschreiben zu erlernen. Über Tochter Herta konnten wir keine entsprechenden Informationen finden.
Die Familie wohnte in Harvestehude in der Parkallee 11 (1899-1901), Klosterallee 25 (1902-1905) und Oberstraße 62 (1906-1939), einem der gehobeneren Stadtteile Hamburgs. Das Stadthaus in der Oberstraße 62, erbaut nach einem Entwurf des Architekten Ricardo Bahre (1848-1913), hatte sie um 1905 erworben. Das dreigeschossige Haus beim Innocentiapark hatte zur Rückseite eine geschlossene Glasveranda, Küche und Speisekammer lagen im Souterrain. Die Haustür mit den tonnenförmigen Glasscheiben lag im Hochparterre und war über eine achtstufige Treppe zu erreichen; im Souterrain direkt darunter befand sich der Dienstboteneingang.
Familie Magnus verbrachte einige ihrer Sommerurlaube in Timmendorf an der Ostsee (1910 und 1912) und in Wyk auf Föhr an der Nordsee (1919). Zudem ist bekannt, dass sich Hans Magnus im Sommer 1916 mit zwei Freunden in Bad Harzburg am Harz aufhielt. Urlaubsfotos belegen diese Reisen.
Im November 1916 wurde Hans Magnus zum Kaiserlichen Heer eingezogen, wie alle wehrfähigen Männer des Jahrgangs 1898. Er war an der Westfront eingesetzt und erlitt Schrapnell-Verletzungen an einem Arm. Zuletzt war er Unteroffizier (Vizefeldwebel und Offiziers-Aspirant) der 2. Batterie des Landwehr Fußartillerie Bataillons Nr. 56. Für seinen Einsatz im Ersten Weltkrieg erhielt er drei Auszeichnungen: das Eiserne Kreuz und das Hanseatenkreuz sowie im August 1918 das Verwundeten-Abzeichen in Schwarz. Er verfasste seine Kriegserinnerungen schriftlich. Nach dem Krieg erhielt er das von Hindenburg 1934 eingeführte und nach dessen Tod von Hitler 1935 verliehene Ehrenkreuz für Frontkämpfer (mit Schwertern) des Ersten Weltkriegs.
Hans Magnus war ab Juli 1935 Medizinal-Praktikant auf der II. Chirurgischen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses Eppendorf. 1929 eröffnete er eine eigene Praxis als Chirurg und Orthopäde. Gerade in den ersten Jahren nach 1933 diente der Nachweis, an der Front gekämpft zu haben, noch begrenzt als Schutz vor gravierenden Maßnahmen des nationalsozialistischen Deutschlands. Als ehemaliger Frontkämpfer verlor er später als "ungediente" jüdische Kollegen seine Zulassung als Arzt. 1938 nahm er seine Kriegserinnerungen mit in die Emigration, warf sie dort aber weg, als er vom Tod seines Vaters in Theresienstadt erfuhr.
Im Hause Magnus scheint es bezüglich der Ausrichtung der jüdischen Religion unterschiedliche Auffassungen gegeben zu haben. Auf der Kultussteuerkartei der Gemeinde wurden bei Moritz Magnus und seiner Ehefrau sowohl der liberale Tempelverband (TV) als auch der orthodoxe Synagogenverband (SV) vermerkt. Es ist anzunehmen, dass die Eheleute Mitglied in unterschiedlichen Kultusverbänden waren. Der Deutsch-Israelitische Synagogenverband (Bornplatz 8) hatte 13 Kommissionen, in derjenigen "zur Beratung der Ostjudenfrage" waren 1920 neben M. Magnus auch Michael Flörsheim, der Arzt Dr. Moses Caro, Rechtsanwalt Dr. Caesar Heckscher, Assekuranzmakler Samson Goldschmidt, Hermann Philip, Bäcker J. Bauminger und E. Grünberg vermerkt. Ob es sich bei M. Magnus um Moritz Magnus handelt, ist bislang noch nicht sicher belegt – sowohl Moritz Magnus als auch Martin Magnus waren dort Mitglied, wie vor ihnen schon ihr Vater und ihre Mutter. Die beiden Töchter Charlotte und Herta, der Sohn Hans und auch seine Ehefrau Elsbeth gehörten hingegen dem Tempelverband an, der 1930/31 in der Oberstraße 116-120 einen neuen Tempel (Synagoge) für die dort wohnende jüdische Bevölkerung errichten ließ.
Die Kinder verließen in den 1920er Jahren das Elternhaus in der Oberstraße 62: Hans ab 1920 zeitweilig für sein Medizinstudium, Charlotte 1925 und Herta 1928 jeweils nach ihrer Heirat. Hans heiratete 1930 in Hamburg eine Christin aus Dänemark, ihre Hochzeitsreise verbrachten sie in Venedig.
Die von Reichspräsident Hindenburg im Januar 1933 ernannte Koalitionsregierung unter Reichskanzler Hitler begann umgehend mit der Ausgrenzung und Separierung von Jüdinnen und Juden. Vereine und Verbände führten in vorauseilendem Gehorsam und meist ohne Zwang "Arierparagraphen" ein, was den Ausschluss jüdischer Mitglieder bedeutete. Moritz Magnus war in dieser Zeit rund 66 Jahre alt. Als international tätiger Kaufmann hatte er einen Platz an der Hamburger Börse und wird auch Kontakte zur Handelskammer gepflegt haben. Die Ausübung von Ämtern in der Handelskammer war ihm, wie allen Juden, ab 1933 untersagt. Ob er in einem Verein Mitglied war, ist uns nicht bekannt, 1933 oder 1934 dürfte dies aber durch Ausschluss beendet worden sein.
Der Schwiegersohn und Firmen-Mitinhaber Otto Hammerschlag (siehe www.stolpersteine-hamburg.de) wurde nach dem Novemberpogrom 1938 zwei Wochen lang im Polizeigefängnis Fuhlsbüttel in "Schutzhaft" genommen. Nach seiner Entlassung am 30. November 1938 floh er im Dezember 1938 nach Lüttich/Belgien. Er stellte keinen langwierigen Auswanderungsantrag über die Devisenstelle, sondern gab eine Geschäftsreise als Reisegrund an. Seine Firma besaß in Lüttich die eigenständige Niederlassung Momag (Abkürzung für Moritz Magnus) Société Anonyme, die allerdings im November 1939 auf Druck der deutschen Behörden an den Waffenhersteller Ory & Duquenne (Lüttich) verkauft werden musste. In Hamburg wurde ab Februar 1939 offiziell die "Auswanderung des Otto Hammerschlag und Familie" beantragt. Bücherrevisor und Steuerberater Wilhelm Riese füllte die vielen Formularbögen aus und erledigte den Schriftwechsel mit der Devisenstelle. Obwohl rechtzeitig eingereicht, scheiterte die Emigration von Herta Hammerschlag und ihren beiden Töchtern nach Belgien, wo im Mai 1940 die deutsche Wehrmacht einmarschierte. Otto Hammerschlag wurde am 26. September 1942 vom Sammellager Mechelen/Belgien ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert und dort wenige Tage später ermordet.
Nach der Emigration seines Schwiegersohnes übernahm Moritz Magnus die Zahlungen für den Unterhalt seiner Tochter Herta und ihre beiden Kinder, die seit 1936 in der Haynstraße 23 (Eppendorf) wohnten. In der Haynstraße 9 wohnte bis zu seiner Emigration 1938 der Sohn Hans Magnus mit seiner Familie.
Das NS-Regime schuf mit immer neuen Vorschriften und Gesetzen die Grundlage für die ökonomische Existenzvernichtung der deutschen Juden. Am 28. Februar 1939 wurde das gesamte Vermögen von Moritz Magnus durch eine "Sicherungsanordnung" des Oberfinanzpräsidenten Hamburgs gesperrt. Ausgaben waren nun nur noch mit Genehmigung der Devisenstelle möglich, die die Vermögenssperre umsetzte und Banken verpflichtete, ihre Maßnahmen zu befolgen. Im Januar 1939 war bereits die staatlich erzwungene Liquidation seiner Firma eingeleitet worden – der NSDAP-Gauwirtschaftsberater war für die "Arisierungen" von Unternehmen zuständig. Firma A. Kramer aus der Deichstraße 34 übernahm "mit Erlaubnis der Verwaltung für Handel, Schiffahrt und Gewerbe" fünf Vertretungen der Firma Moritz Magnus junr. für Unternehmen aus Berlin, Wien, Rehberg und Lahr/Baden führte. Insgesamt beschäftigten sich sechs Unterabteilungen der Devisenstelle mit der Aneignung des Vermögens von Moritz Magnus.
Für die Trauerfeier und Bestattung seiner Ehefrau im Mai 1939 musste Moritz Magnus bei der Devisenstelle die Freigabe von Sonderausgaben seines gesperrten Kontos bei der Deutschen Bank beantragen. Es handelte sich um 50 RM für den Prediger, 10 RM für den Tempel und 10 RM für einen Grabstein von Siegbert (Salomon) Falck (siehe www.stolpersteine-hamburg.de).
Nach dem Tod seiner Ehefrau, der Emigration von zwei seiner drei Kinder sowie der Schwägerin Emilie Magnus und der erzwungenen Isolation durch den NS-Staat, waren soziale Kontakte wichtiger denn je. Bei Moritz Magnus dürfte hierzu Iwan van der Walde (1883-1942, siehe www.stolpersteine-hamburg.de) gezählt haben, Einzelheiten über ihre Freundschaft sind uns nicht bekannt. Die Tatsache, dass Moritz Magnus von ihm testamentarisch zum Alleinerben ernannt wurde, lässt auf hohe Wertschätzung und großes Vertrauen schließen. Verbunden mit dem Erbe war die Verpflichtung Gelder an bestimmte Personen auszuzahlen – ein sogenanntes "Vermächtnis" - hierzu gehörte der Schwager Karl Hartogsohn (1885-1943/44) in Berlin (ermordet 3.2.1943 in Auschwitz, Stolperstein/Biografie in Geburtsstadt Emden).
Das Haus in der Oberstraße 62 war nach dem Auszug aller Kinder um 1936 umgebaut worden, um Teile des Hauses vermieten zu können. Das Ehepaar Magnus lebte nun im Erdgeschoss, wo sich Esszimmer, Wohnzimmer und Salon befanden, sowie einer Hälfte des ersten Geschosses, das mit Schlafzimmer, Fremdenzimmer und Badezimmer belegt war. Zum Zeitpunkt der Volkszählung vom Mai 1939 wohnte im Haus außer dem Ehepaar Magnus noch Bertha Lehmitz, geb. Denker (geb. 29.1.1886 in Wolkenwehe), Marie Reiche (geb. 15.10.1894 in Neumünster) und Clara Cohen, geb. Elb (geb. 2.9.1873 in Dresden). Die verwitwete Clara Cohen konnte im September 1939 über die Niederlande in die USA emigrieren, wohin sie auch Ölbilder ihrer Mutter und ihrer Schwester mitnahm, die sie 1894 zur Heirat bekommen hatte.
Mit Vermögenssperren, Strafsteuern und einem Betätigungsverbot für Juden als Unternehmer, nötigte der NS-Staat auch einstmals vermögende jüdische Kaufleute zum Verkauf von Teilen ihres Eigentums. Moritz Magnus verkaufte die Immobilie in der Oberstraße am 28. Juni 1939 für 29.000 RM über eine Maklerfirma an den Diplom-Volkswirt und hohen NS-Funktionär Dr. Karl Otto Wolff (geb. 1907 in Kiel, seit 1930 NSDAP-Mitglied, 1940 kommissarischer Gauwirtschaftsberater in Hamburg mit der Arbeitsstelle Alsterufer 27 im "Gauhaus"). Der Kaufpreis entsprach rund der Hälfte des damaligen Wertes der Immobilie. Bis Ende September 1939 hatte der Verkäufer dort noch Wohnrecht.
Danach begann eine Odyssee an Umzügen und Hausratverlusten für den weitgehend entrechteten 72jährigen Moritz Magnus: Haynstraße 7 bei Wilhelm Fromme (September 1939), Heilwigstraße 46 Pension Lehmann/ ehemals Cläre-Lehmann-Schule (Oktober bis Dezember 1939), Grindelhof 45 I. Stock (ab 1.1.1940), Beneckestraße 22 (ab 30.1.1940), Bogenstraße 25/27 (April 1942), Groß Neumarkt 56 Haus B Parterre (ab 19.4.1942) und Beneckestraße 4 (ab ca. Mai 1943). Die letzten drei Quartiere waren vom NS-Regime zu "Judenhäusern" erklärt worden, in denen Jüdinnen und Juden meist beengt bis zu ihrer Deportation einquartiert wurden. Ab September 1941 mussten sie den gelben "Judenstern" an ihrer Kleidung tragen. In der Beneckestraße 4 lebte zuletzt auch seine Tochter Herta Hammerschlag (siehe www.stolpersteine-hamburg.de).
Ärztliche Hilfe hatten Elsbeth Magnus 1939 und Moritz Magnus 1940 noch von dem nichtjüdischen Arzt Dr. Franz Neugaertner (Eichenstraße 52) erhalten. Da bereits ab Mai 1938 die Behandlung von Jüdinnen und Juden durch nichtjüdische Ärzte vom NS-Staat verboten war, stellten diese Behandlungen einen Verstoß dar. Ab 1940 wandte sich Moritz Magnus in gesundheitlichen Fragen an den jüdischen praktischen Arzt Dr. Ernst Wolffson (1881-1955), der auch ärztlicher Leiter des Israelitischen Krankenhauses war.
Für Regelungen mit der Devisenstelle des Oberfinanzpräsidenten, setzte er als Generalbevollmächtigten Max Heinemann (1885-1984) ein, der von 1920 bis 1938 Rechtsanwalt in Hamburg und danach als Testamentsvollstrecker sowie Nachlass- und Vermögensverwalter tätig war und auch als Jurist für die letzte Bezirksstelle der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland unter Martin Heinrich Corten arbeitete. Heinemann schrieb am 20. Mai 1943 an die zuständige Devisenstelle: "Herr Moritz (…) Magnus, welcher sich seit mehr als drei Monaten im jüdischen Krankenhaus befindet und auch vorher schon leidend war, hat dem Unterzeichneten seinerzeit Generalvollmacht für die Erledigung seiner Vermögensangelegenheiten erteilt. (…) Herr Magnus möchte daher im Hinblick auf die Möglichkeit einer etwaigen Abwanderung den Unterhalt seiner Tochter und der beiden Enkelkinder durch Zuwendung eines Betrages von RM 18.000 sicherstellen." Das Schreiben verwendete den Begriff "Abwanderung", der in den Verwaltungsstellen des NS-Regime statt des eindeutigeren Begriffs "Deportation" vorgeschrieben war. Diesem Antrag wurde seitens des Devisenstellen-Mitarbeiters Wesenberg von Abteilung U 15 stattgegeben.
Gleichzeitig wurde aber das Vermögen von Herta Hammerschlag gesperrt. Damit nicht genug: Obersteuerinspektor Rieß (?) vom Finanzamt Hamburg-St. Georg (Steinstraße 10) schrieb an die Devisenstelle und fragte bezüglich der Unterstützung von Herta Hammerschlag, "welche besonderen Umstände liegen dafür vor, daß eine Jüdin derartig hohe Zuwendungen für den angemessenen Unterhalt bekommt? Wird, wie erforderlich, bei Juden ein strenger Maßstab angelegt, so besteht Anlaß zu der Annahme, daß das zum Lebensunterhalt angemessene Maß durch die Höhe der Zuwendungen überschritten ist. Dann sind die Zuwendungen in vollem Umfang schenkungssteuerpflichtig." Vier Wochen später begründete die Devisenstelle gegenüber dem Finanzamt den Verzicht auf Schenkungssteuer auch damit, "daß Herta Hammerschlag demnächst abwandert" und ihr Vermögen dann ja sowieso an den Staat falle.
Fast zeitgleich mit diesem Schriftwechsel wurde Moritz Magnus am 23. Juni 1943 von Hamburg ins Getto Theresienstadt deportiert, zusammen mit seiner Tochter Herta und seinen beiden Enkeltöchtern Inge und Ellen. Herta Hammerschlag wurde in dem Gebäude Seestraße 20 am südlichen Gettorand einquartiert; es ist möglich, dass auch Moritz Magnus dort unterkam. Die katastrophalen hygienischen Zustände des überbelegten ehemaligen Kasernenkomplexes und die schlechte Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten förderten Krankheiten und erhöhten die Sterblichkeit. Moritz Magnus starb nach neun Monaten am 5. April 1944 im Getto.
Seine Tochter und seine beiden Enkeltöchter wurden Ende Oktober 1944 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert und ermordet.
Gerichtsvollzieher Arthur Gerlach ließ auf einer Auktion am 29./30. November 1943, die er im Hamburger Tageblatt angekündigt hatte, auch Einrichtungsgegenstände und Kleidungsstücke von Moritz Magnus versteigern, die 403 RM für den NS-Staat erbrachten. Der Verbleib des Großteils der hochwertigen Wohnungseinrichtung aus dem Stadthaus Oberstraße ließ sich im Rahmen der Entschädigungen in den 1950er/ 1960er Jahren nicht klären.
Stand: Dezember 2025
© Björn Eggert
Quellen: Staatsarchiv Hamburg (StaH) 111-1 (Senat), 73277 (Beschwerde der Firma Moritz Magnus jun. über sicherheitspolizeiliche Auflagen für ihr Munitionslager Grasweg 60, 1914); StaH 111-2 (Senat-Kriegsakten), A II p 155 (Ernennung von sachverständigen Mitglieder…); StaH 213-13 (Landgericht Hamburg, Wiedergutmachung), 3560 (Moritz Magnus); StaH 213-13 (Landgericht Hamburg, Wiedergutmachung), 34238 (Charlotte/Lotte Hammerschlag geb. Magnus); StaH 213-13 (Landgericht Hamburg, Wiedergutmachung), 4662 (Martin Magnus Nachlass); StaH 214-1 (Gerichtsvollzieherwesen), 476 (Moritz Magnus, Hausrat); StaH 231-7 (Handelsregister), B 1995-215 (Moritz Magnus junior); StaH 231-7 (Handelsregister), B 1955-23 (Firma Julius Wolfers); StaH 314-15 (Oberfinanzpräsident), R 1938/2684 (Moritz Magnus, Vermögenssperre); StaH 314-15 (Oberfinanzpräsident), F 886 (Otto Hammerschlag, Auswanderung mit Familie); StaH 314-15 (Oberfinanzpräsident), R 1943/0013 (Herta Hammerschlag geb. Magnus); StaH 314-15 (Oberfinanzpräsident), F 1597 (Emilie Magnus geb. Nathan); StaH 314-15 (Oberfinanzpräsident), F 272 (Clara Cohen geb. Elb); StaH 332-3 (Zivilstandsaufsicht 1866-1875), A 166 (Geburtsregister 8049/1873, Emil Magnus); StaH 332-5 (Standesämter), 1930 u. 1992/1878 (Geburtsregister 1878, Gustav Magnus); StaH 332-5 (Standesämter), 7966 u. 2158/1903 (Sterberegister 1903, Samuel Magnus); StaH 332-5 (Standesämter), 8011 u. 308/1912 (Sterberegister 1912, Auguste Magnus geb. Lichtenstein); StaH 332-5 (Standesämter), 893 u. 818/1925 (Sterberegister 1925, Margarethe Magnus geb. Wolff); StaH 332-5 (Standesämter), 8089 u. 190/1927 (Sterberegister 1927, Hedwig Wolfers geb. Gompertz); StaH 332-5 (Standesämter), 9854 u. 1734/1931 (Sterberegister 1931, Martin Magnus); StaH 332-5 (Standesämter), 8152 u. 54/1938 (Sterberegister 1938, Emil Magnus); StaH 332-5 (Standesämter), 8163 u. 208/1939 (Sterberegister 1939, Elsbeth Magnus); StaH 332-7 (Staatsangehörigkeitsaufsicht), A I e 40 Bd. 7 (Bürgerregister 1845-1875 L-R), Samuel Jacob Magnus, 11.8.1871 Bürgerrecht Nr. 3131; StaH 332-7 (Staatsangehörigkeitsaufsicht), A I e 40 Bd. 10 (Bürgerregister 1876-1896 L-Z), Moritz Magnus, Kaufmann, Bürgerrecht 29.6.1894 Nr. 21480, Martin Magnus, Bankgeschäft, Bürgerrecht 6.7.1894 Nr. 21499; StaH 332-7 (Staatsangehörigkeitsaufsicht), A I e 40 Bd. 14 (Bürgerregister 1899-1905 I-P), Emil Magnus, Kaufmann, Bürgerrecht 6.2.1901 Nr. T648; StaH 332-7 (Staatsangehörigkeitsaufsicht), A I e 40 Bd. 18 (Bürgerregister 1906-1910 Q-Z), Julius Wolfers, Kaufmann, Bürgerrecht 11.3.1908 D II Nr. 264; StaH 332-8 (Meldewesen), Alte Einwohnermeldekartei 1892-1925, Rollfilm K 6552 (Samuel Jacob Magnus, Auguste Magnus geb. Lichtenstein); StaH 332-8 (Meldewesen), Alte Einwohnermeldekartei 1892-1925, Rollfilm K 7198 (Julius Wolfers); StaH 332-8 (Meldewesen), Reisepassprotokolle A 24 Bd. 70 (1352/1895, Martin Magnus), A 24 Band 99 (2645/1907, Martin Magnus), A 24 Bd. 134 (3123/1916, Martin Magnus); StaH 342-2 (Militär-Ersatzbehörden), D II 39 Band 2 (Martin Magnus); StaH 342-2 (Militär-Ersatzbehörden), D II 47 Band 2 (Moritz Magnus); StaH 342-2 (Militär-Ersatzbehörden), D II 71 Band 3 (Emil Magnus); StaH 342-2, D II 91 Band 3 (Gustav Magnus); StaH 351-11 (Amt für Wiedergutmachung), 1161 (Moritz Magnus); StaH 351-11 (Amt für Wiedergutmachung), 55806 (Firma Moritz Magnus junior); StaH 351-11 (Amt für Wiedergutmachung), 32254 (Herta Hammerschlag geb. Magnus); StaH 351-11 (Amt für Wiedergutmachung), 20490 (Hans Magnus); StaH 351-11 (Amt für Wiedergutmachung), 1816 (Emilie Magnus geb. Nathan); StaH 522-1 (Jüdische Gemeinden), 992b (Kultussteuerkartei der Deutsch-Israelitischen Gemeinde Hamburg), Moritz Magnus, Hans Magnus, Emil Magnus, Martha Magnus, Emilie Magnus geb. Nathan, Otto Hammerschlag, Herta Hammerschlag, Julius Wolfers, Clara Cohen geb Elb; StaH 522-1 (Jüdische Gemeinden), 590d (Mitgliederverzeichnisse Synagogenverband u.a. 1916); Jüdischer Friedhof Hamburg-Ohlsdorf (Jacob genannt Julius Magnus, gest. 1903, Grablage A10 Nr. 68; Hedwig Wolfers geb. Gompertz, gest. 1927, Grablage C8 Nr. 319; Martin Magnus, gest. 1931, Grablage N2 Nr. 113; Emil Magnus, gest. 1938, Grablage A9 Nr. 300; Elsbeth Magnus, gest. 1939, Grablage Y4 Nr. 55); Staats- u. Universitätsbibliothek Hamburg (HBG D.MED MSCR 3831EX2), Medizinische Dissertation Hamburg, Hans Magnus, Über Urethrotomia externa und interna, Hamburg 1923, 56 Seiten (mit kurzem Lebenslauf); Bundesarchiv Berlin, R 1509 (Reichssippenamt), Volks-, Berufs-, u. Betriebszählung am 17. Mai 1939 (Moritz Magnus, Oberstraße 62; Herta Hammerschlag geb. Magnus, Schlüterstr. 63); Stadtarchiv Hannover, Einwohnermeldekartei (Leopold Gompertz); Arolsen Archives (Herta Hammerschlag geb. Magnus, Karteikarte Getto Theresienstadt, Wohnort Seestr. 20/608); Archief Amsterdam, Indexen (nachträglich erstellte Einwohnermeldekarte zu Julius Wolfers, Uiterwaardenstraat 82a I); Hamburger Börsenfirmen 1910, Hamburg 1910, S. 418 (Moritz Magnus junr., gegr. 1891, Kriegs-, Jagd-, Handelswaffen u. Artillerie-Mat., Ferdinandstr. 41), S. 721 (Julius Wolfers, gegr. 1905, frühere Firma Kruss & Wolfers gegr. 1897, Export-Musterlager, Neuer Wall 70-74 Paulsenhaus); Hamburger Börsenfirmen 1926, Hamburg 1926, S. 662 (Moritz Magnus junr., gegr. 1891, Düsternstr. 46-50, Inhaber Moritz u. Martin Magnus), S. 1133 (Julius Wolfers, gegr. 1905, Chemikalien u. Rohprodukte aller Art, Mönckebergstr. 18); Hamburger Börsenfirmen 1935, Hamburg 1935, S. 541 (Moritz Magnus junr., gegr. 1891, Düsternstr. 46-50, Waffen u. Munition, Inhaber Moritz Magnus u. Otto Hammerschlag), S. 931 (Julius Wolfers, gegr. 1905, Chemikalien u. Rohprodukte aller Art, Haynstr. 8); Frank Bajohr, "Arisierung" in Hamburg. Die Verdrängung der jüdischen Unternehmer 1933-1945, Hamburg 1998, S. 177 (Fußnote 14 zu Dr. Otto Wolff), S. 365 (Moritz Magnus jr.); Frauke Dettmer, Die Sozialwissenschaftlerin Dr. Erna Magnus (1896-1984), in: Rendsburger Jahrbuch 2014, S. 105-115; Heiko Morisse, Jüdische Rechtsanwälte in Hamburg. Ausgrenzung und Verfolgung im NS-Staat, Hamburg 2003, S. 134 (Max Heinemann); Ulrike Sparr, Stolpersteine in Hamburg-Winterhude. Biografische Spurensuche, Hamburg 2008, S. 103-105 (Herta u. Otto Hammerschlag); Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen (Hrsg.), Ausgeraubt vor der Deportation. NS-Verfolgte im Fokus der Hamburger Finanzverwaltung. Katalog zur Ausstellung, Hamburg 2025, S. 52/53 (Personal der Devisenstelle), S. 64 u. 68 (Gerichtsvollzieher); Anna von Villiez, Mit aller Kraft verdrängt. Entrechtung und Verfolgung "nicht arischer" Ärzte in Hamburg 1933 bis 1945, Göttingen 2009, S. 137 (jüd. Patienten, jüd. Ärzte), S. 287 (Fritz Hammerschlag), S. 347 (Hans Magnus), S. 423 (Ernst Wolffson); Hamburger Fremdenblatt 19.08.1931, Abend-Ausgabe, S. 4, Todesanzeigen ("… Martin Magnus, im 67. Lebensjahre. Tief betrauert von den Seinen – Emilie Magnus, geb. Nathan, Dr. Erna Magnus, Dr. Ludwig Magnus u. Frau Charlotte geb. Fuchs, Manfred Haase u. Frau Fanny geb. Magnus sowie Enkelin Marion…"); Adressbuch Hamburg (Samuel Jacob Magnus, Inhaber der Cigarrenfabrik Jacob Magnus) 1864, 1866, 1871, 1874, 1875, 1880, 1890, 1900, 1903, 1905, 1907; Adressbuch Hamburg (Moritz Magnus junr.) 1892-1893, 1897-1910, 1912-1914, 1918, 1920-1923, 1939; Adressbuch Hamburg (Moritz Magnus) 1899, 1901-1902, 1905-1908, 1920; Adressbuch Hamburg (Julius Wolfers), 1903-1904, 1906-1910, 1914, 1917, 1920, 1924-1927, 1931; Adressbuch Hamburg (Dr. Otto Wolff, Dipl.-Volksw., Oberstr. 62) 1940, 1943, 1949; Adressbuch Hamburg (Bei den Hütten 64) 1875, 1878, 1880, 1895, 1898; Telefonbuch Hamburg 1931 (Moritz Magnus); Adressbuch Hannover (Leop. Gomperz, Knopffabrik Gompertz & Meinrath, Königstr. 11) 1897; https://www.matrikelportal.uni-hamburg.de/receive/matrikelhh_person_00002579 (Hans Magnus); www.emden.de (Stolperstein für Carl/Karl Hartogsohn, Emden, Lilienstr. 3); www.stolpersteine-hamburg.de (Herta Hammerschlag, Otto Hammerschlag, Iwan van der Walde); Informationen von R. M. im August 2025 u. im Oktober 2025; Informationen von P. S. im August 2025 (jüdischer Friedhof Hannover).


