Search for Names, Places and Biographies
Already layed Stumbling Stones
Suche
Therese Lebjoda * 1944
Kurt-A.-Körber-Chaussee 9 (Bergedorf, Bergedorf)
ZWANGSARBEITSLAGER KAMPCHAUSSEE
DEUTSCHE KAP-ASBEST-WERKE
1943 – 1945
56 KINDER VON POLNISCHEN ZWANGSARBEITERINNEN
VERNACHLÄSSIGT – UNTERERNÄHRT - ERMORDET
THERESE
LEBJODA
GEB. 11.2.1944
TOT 30.4.1945
further stumbling stones in Kurt-A.-Körber-Chaussee 9:
Richard Bafoll, Leo Georg Bartyzel, Jerzy Antoni Biernat, Ursula Caban, Eugenius Chrusciel, Zokistaco Domanska, Josef Dudek, Mirek Dziziong, Sophia Galeza, Wieslawa Grat, Wieslawa Gromczyk, Georg Gubanska, Richard Jedrzejczak, Alfrede Jonczyk, Kristine Kaicher, Barbara Karpinska, Marzel Keyl, Julius Dadewach Kinjora, Genovefa Klesczynska, Jan Kluba, Karol Kowalczyk, Henrik Krolikowska, Richard Kuzniarek, Waldemar Czeslaw Lekowski, Wlodzimierz Lipka, Julia Januta Lucik, Wladislaw Maciejczyk, Edward Stanislaw Malecka, Waldemar Masur, Veronika Michalczak, Leszek Moldysz, Jadwiga Nykel, Boleslaw Georg Olszewska, Czeslaw Olszewska, Irene Olzewska, Iwan Paliwoda, Stanislaw Polak, Johannes Puc, Robert Radwan, Iworna Saganowska, Peter Siczek, Wieslaw Staszak, Johann Stempczynska, Ryszard Telenga, Krystyna Tesarczyk, Juruch Turczyn, Irene Tylczak, André Wasiak, Danuscha Wezyk, Sofie Wietrak
Therese Lebjoda, geb. am 11.2.1944 in Hamburg, verstorben am 30.4.1945 in Hamburg
Kurt-A.-Körber-Chaussee 9 (Bergedorf)
ehemals Lager Kampchaussee 9/11, Deutsche Kap-Asbest-Werke AG
Therese Lebjoda kam am 11. Februar 1944 in Hamburg zur Welt. Ihre Mutter Sofia Lebjoda, geb. am 2. März 1921 in Lodz, war römisch-katholischen Glaubens und ledig. Aus ihrer Heimat Polen verschleppt, musste sie in Hamburg-Bergedorf seit dem 16. November 1943 als "Spinnerin" für die Deutsche Kap-Asbest-Werke AG Zwangsarbeit leisten. Im Lager Kampchaussee 9 (heute Kurt-A.-Körber-Chaussee) war sie untergebracht und in dieser Zeit schwanger.
Am Tag der Geburt ihres Kindes kam sie in die Frauenklinik Finkenau, Hamburg-Uhlenhorst, und brachte ihre Tochter Therese am 11. Februar 1944 zur Welt. Acht Tage nach der Entbindung wurde sie mit ihrer Tochter zurück in das Lager Kampchaussee entlassen. Dort musste Therese die kurze Zeit ihres Lebens verbringen. Die Ernährungs- und Lebensbedingungen waren für sie völlig unzureichend.
Therese verstarb kurz vor Kriegsende am 30. April 1945. Aus den 1953 nachträglich ausgestellten Sterbedokumenten sind ihr Sterbeort, ihr Todeszeitpunkt und die Todesursache sowie der Verbleib ihrer Mutter nicht zu erschließen, das Datum ihrer Beisetzung ist im Beerdigungsregister verzeichnet, das Todesdatum in einer Liste des Landesarbeitsamts Hamburg.
Therese wurde 1 Jahr, 2 Monate und 5 Tage alt.
Ihre Beisetzung fand am 17. Mai 1945 auf dem Friedhof Ohlsdorf statt, ohne Sarg, Grablage: AE 41, Reihe 17, Nr. 12. Ihr Grab ist nicht mehr erhalten. Ende der 1950er-Jahre wurde es eingeebnet, zusammen mit mindestens 11 weiteren Gräbern der Säuglinge von Zwangsarbeiterinnen, die am selben Tag ohne Sarg dort begraben worden waren. An Therese und die anderen Kinder erinnert dort heute keine Grabsteinplatte.
© Margot Löhr
Quellen: Standesamt Hamburg 6, Geburtsregister 287/1944 Therese Lebjoda; StaH 332-5 Standesämter, Sterberegister 1325 u. 163/1945/53 Therese Lebjoda; StaH 332-5, Sterbefallsammelakten 64814 u. 163/1953; Archiv Friedhof Ohlsdorf, Beerdigungsregister 1945; ITS Archives, Bad Arolsen, Copy of Krankenhausliste Frauenklinik Finkenau 2.1.2.1 / 70646039, 70640373, 70643781; http://www.zwangsarbeit-in-hamburg.de, eingesehen 17.2.2016; Archiv Friedhofsverwaltung Ohlsdorf, Beerdigungsregister 1945

