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Irene Olzewska * 1944

Kurt-A.-Körber-Chaussee 9 (Bergedorf, Bergedorf)


ZWANGSARBEITSLAGER KAMPCHAUSSEE
DEUTSCHE KAP-ASBEST-WERKE
1943 – 1945
56 KINDER VON POLNISCHEN ZWANGSARBEITERINNEN
VERNACHLÄSSIGT – UNTERERNÄHRT - ERMORDET

IRENE OLZEWSKA
GEB. 26.10.1944
TOT 14.4.1945

Weitere Stolpersteine in Kurt-A.-Körber-Chaussee 9:
Richard Bafoll, Leo Georg Bartyzel, Jerzy Antoni Biernat, Ursula Caban, Eugenius Chrusciel, Zokistaco Domanska, Josef Dudek, Mirek Dziziong, Sophia Galeza, Wieslawa Grat, Wieslawa Gromczyk, Georg Gubanska, Richard Jedrzejczak, Alfrede Jonczyk, Kristine Kaicher, Barbara Karpinska, Marzel Keyl, Julius Dadewach Kinjora, Genovefa Klesczynska, Jan Kluba, Karol Kowalczyk, Henrik Krolikowska, Richard Kuzniarek, Therese Lebjoda, Waldemar Czeslaw Lekowski, Wlodzimierz Lipka, Julia Januta Lucik, Wladislaw Maciejczyk, Edward Stanislaw Malecka, Waldemar Masur, Veronika Michalczak, Leszek Moldysz, Jadwiga Nykel, Boleslaw Georg Olszewska, Czeslaw Olszewska, Iwan Paliwoda, Stanislaw Polak, Johannes Puc, Robert Radwan, Iworna Saganowska, Peter Siczek, Wieslaw Staszak, Johann Stempczynska, Ryszard Telenga, Krystyna Tesarczyk, Juruch Turczyn, Irene Tylczak, André Wasiak, Danuscha Wezyk, Sofie Wietrak

Irene Olzewska, geb. am 26.10.1944 in Hamburg, verstorben am 14.4.1945 in Hamburg

Kurt-A.-Körber-Chaussee 9 (Bergedorf)
ehemals Lager Kampchaussee 9/11, Deutsche Kap-Asbest-Werke AG


Irene Olzewska kam am 26. Oktober 1944 in Hamburg zur Welt. Ihre Mutter Regina Olzewska, geb. am 11.9.1923 in Przedborz, Konski, war katholischen Glaubens und ledig. Aus ihrer Heimat Polen verschleppt, musste sie in Hamburg-Bergedorf für die Deutsche Kap-Asbest-Werke AG Zwangsarbeit leisten. Sie war im Lager Kampchaussee 9 (heute Kurt-A.-Körber-Chaussee) untergebracht und in dieser Zeit schwanger.

Am Tag der Geburt ihres Kindes wurde Regina Olzewska in der Frauenklinik Finkenau, Hamburg-Uhlenhorst, aufgenommen. Acht Tage nach der Entbindung kam sie mit ihrer Tochter Irene am 3. November 1944 zurück in das Lager Kampchaussee. Dort musste Irene die kurze Zeit ihres Lebens verbringen. Die Ernährungs- und Lebensbedingungen waren für sie völlig unzureichend.

Am 14. April 1945 um 14:30 Uhr verstarb Irene im Kinderkrankenhaus Rothenburgsort. In der Sterbefallanzeige des Krankenhauses ist als Todesursache "Alimentäre Toxikose" (Ernährungsbedingte Vergiftung) angegeben.

In diesem Dokument, unterzeichnet mit "i. A. Boysen", vermutlich eine Krankenschwester, ist des Weiteren vermerkt, die Angaben seien "der Aufnahmeakte des Kinderkrankenhauses Rothenburgsort" entnommen, "da die Mutter nicht erreichbar, sind uns nähere Angaben nicht bekannt. Mutter wurde aufgefordert wiederzukommen, ist jedoch nicht erschienen. Auch telefonisch ist mit dem Lager keine Verbindung zu bekommen".

Irene wurde 5 Monate, 2 Wochen und 5 Tage alt.

Der Ort ihrer Beisetzung ist nicht bekannt.

Stand: April 2026
© Margot Löhr

Quellen: Standesamt Hamburg-Uhlenhorst, Geburtsregister 1806/1944 Irene Olzewska; StaH 131-1 II, 3896 Listen der in Hamburg während des Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommenen Ausländer, Band 1: ungeklärter Nationalitäten, S. 96; 332-4, Ermittlungen der Registerstelle für den Internationalen Suchdienst in Arolsen und andere Stellen über den Tod ausländischer, vereinzelt auch deutscher Staatsangehöriger in der NS-Zeit, Nr. 1843; StaH 332-5 Standesämter, 1241 u. 254/1945 Irene Olzewska; StaH 332-5 Sterbefallsammelakten, 64395 u. 254/1945 Irene Olzewska; ITS Archives, Bad Arolsen, Copy of Krankenhausliste Frauenklinik Finkenau 2.1.2.1 / 70646041; http://www.zwangsarbeit-in-hamburg.de, eingesehen 17.2.2016.

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