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Helene Wertheimer (geborene Kaufmann) * 1885

Von-Sauer-Straße 5 (Altona, Bahrenfeld)

1941 Minsk

Weitere Stolpersteine in Von-Sauer-Straße 5:
Jacob Wertheimer

Jacob Wertheimer, geb. 12.8.1885, deportiert nach Minsk am 8.11.1941
Helene Wertheimer, geb. Kaufmann, geb. 24.9.1885, deportiert nach Minsk am 8.11.1941

Jacob Wertheimer stammte aus Gengenbach bei Karlsruhe in Baden. In Bahrenfeld war er als Kaufmann im Tabakhandel tätig, er betrieb einen Zigarrenversand. Seine Ehefrau Helene, geborene Kaufmann, und er gehörten der jüdischen Gemeinde an.

Helene Wertheimer wurde in Aachen als Tochter von Henrietta Kaufmann geboren. Von ihrem verstorbenen ersten Ehemann namens Weinberg hatte sie eine Tochter, Irmgard Weinberg, die am 17.6.1914 in Buer, Westfalen, geboren worden war.

Helene und Jacob Wertheimer wohnten in Bahrenfeld in der Wagnerstraße 1b, der heutigen Von-Sauer-Straße, im zweiten Stock. An diese Adresse erhielten sie im November 1941 den Deportationsbefehl. Beide wurden im Alter von 56 Jahren am 8. November 1941 nach Minsk transportiert, der besetzten Hauptstadt Weißrusslands. Helene und Jacob Wertheimer kamen in Minsk um, das genaue Todesdatum ist nicht bekannt.

Nach der Deportation wurde ihr Hausrat zusammen mit dem ihres Untermieters Ernst Dessauer versteigert. Wie die Dienststelle für die Verwertung eingezogenen Vermögens verzeichnete, erbrachte die Versteigerung 691,35 Reichsmark.

Im Mai 1939 hatte Helene Wertheimers Tochter Irmgard Weinberg nach England emigrieren können. 1977 bezeugte sie – zu dem Zeitpunkt lebte sie verheiratet in den USA – bei der Gedenkstätte Yad Vashem in Israel das Schicksal ihrer Mutter und ihres Stiefvaters.

© Birgit Gewehr

Quellen: 1; 2 (30 UA 18); 4; 8; StaH 424-11 Amtsgericht Altona, 6493 (Todeserklärung Jacob Wertheimer).
Zur Nummerierung häufig genutzter Quellen siehe Link "Recherche und Quellen".

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