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Bereits verlegte Stolpersteine



Max Simons * 1901

Herrenweide 23 (Hamburg-Mitte, St. Pauli)


HIER WOHNTE
MAX SIMONS
JG. 1901
FLUCHT 1940 HOLLAND
INTERNIERT WESTERBORK
DEPORTIERT 1943
SOBIBOR
ERMORDET 16.4.1943

Weitere Stolpersteine in Herrenweide 23:
Szajudla Simons, Jakob Simons

Jakob (Jacob) Simons, geb. 17.2.1938 in Hamburg, deportiert am 6.12.1941 nach Riga-Jungfernhof, Todesdatum unbekannt
Max Simons, geb. 3.7.1901 in Burgsteinfurt, emigrierte im Mai 1940 in die Niederlande, deportiert am 13.4.1943 aus dem Lager Westerbork nach Sobibor, ermordet dort am 16.4.1943
Szmidla Szajudla Simons, geb. Grinfeld (Grünfeld), geb. 19.10.1913 in Sosnowitz (Sosnowice), deportiert am 6.12.1941 nach Riga-Jungfernhof, Todesdatum unbekannt

Herrenweide 23

Max Simons wurde im März 1935 Mitglied der Jüdischen Gemeinde. Zu dieser Zeit wohnte er mit seiner zweiten Ehefrau Szajudla am Pinnasberg. Über seine erste Ehefrau ist nur bekannt, dass sie evangelisch war. Szajudla trat im Februar 1936 der Jüdischen Gemeinde Hamburg bei. Zuvor wurde sie in Altona besteuert. Sie arbeitete als Haushälterin. Bevor sie Max Simons 1937 heiratete, wurde sie von ihrem ersten Ehemann Albert Simons geschieden. Darüber, ob Albert mit Max Simons verwandt war, sagen die uns vorliegenden Quellen nichts aus. Im Februar 1938 bekamen die Eheleute einen Sohn, Jacob. Die Familie zog in die Herrenweide 23. Im Februar 1940 teilte Szajudla Simons der Jüdischen Gemeinde mit, dass ihr Mann ins Ausland verzogen sei. Er war in die Niederlande emigriert. Als Szajudla und ihr Sohn Jakob nach Riga-Jungfernhof deportiert wurden, war Jakob drei Jahre alt.

Max Simons musste in den Niederlanden im Durchgangslager Westerbork leben. Dann wurde er ins Vernichtungslager Sobibor deportiert und wenige Tage nach seiner Ankunft dort ermordet.


© Christiane Jungblut

Quellen: 1; 5; StaH 522-1 Jüdische Gemeinden, 992 e 1, Bd. 4.
Zur Nummerierung häufig genutzter Quellen siehe Recherche und Quellen.

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