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Emmy Schweedt (geborene Guth) * 1872

Hoheluftchaussee 40 (Hamburg-Nord, Hoheluft-Ost)

1944 Theresienstadt
weiterdeportiert nach Auschwitz

Emmy Schweedt, geb. Guth, geb. 6.7.1872 in Dirschau, am 19.1.1944 nach Theresienstadt deportiert, am 15.5.1944 nach Auschwitz weiterdeportiert

Hoheluftchaussee 40

Über Emmy Schweedt ist bekannt, dass sie mit Carl F. F. Schweedt, geboren am 9. Februar 1865 in Hamburg, verheiratet war. Nach Erlass der Nürnberger Gesetze im September 1935 lebte Emmy in "privilegierter" Mischehe, da ihr Mann "Arier" war. Damit blieb sie als Jüdin zunächst noch von bestimmten antijüdischen Maßnahmen verschont.

Auf der Kultussteuerkartei sind als Adressen seit dem 3. November 1936 Hoheluftchaussee 40 I und seit dem 27. Juni 1941 Rentzelstraße 2 angegeben. Auf ihrer Kultussteuerkarte ist der Vermerk zu lesen: "Nichtmitglied d.[er] Reichsvereinigung."

Der Zugriff der Nationalsozialisten zielte auch auf die jüdischen Partner in aufgelösten "Mischehen"; davon war auch Emmy Schweedt betroffen. Wir wissen nicht, ob zu der Zeit ihr Mann verstorben war, sodass sie den Schutz der "privilegierten" Mischehe verloren hatte, oder ob sich das Ehepaar aufgrund des Drucks hatte scheiden lassen. Am 19. Januar 1944 wurde sie mit dem Transport VI / 9-53 nach Theresienstadt deportiert. Es war ein kleiner Transport mit 61 Deportierten. Von Theresienstadt wurde sie am 15. Mai 1944 mit dem Transport DZ-1748 mit insgesamt 2501 Personen nach Auschwitz weiterdeportiert. Es überlebten nur 137 Personen, Emmy Schweedt war nicht darunter.

© Ulrike Graubner

Quellen: 1; 3; 5; 7; 8.
Zur Nummerierung häufig genutzter Quellen siehe Recherche und Quellen.

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